Der nächste Kracher wartet

Handball, Thüringenliga Männer, 9. Spieltag, Vorbericht

Sonneberger HV – HSG Suhl/Goldlauter Sa. 19 Uhr (SBBS-Halle)

Sonneberg. Für die Thüringenligamänner des Sonneberger Handballvereins (SHV) geht es derzeit Schlag auf Schlag. Am kommenden Wochenende wartet der nächste Kracher auf die Truppe um Spielertrainer Manuel Müller, wenn man im Südthüringenderby die Spielgemeinschaft aus Suhl und Goldlauter empfängt. Es ist das zweite Derby hintereinander, denn im zurückliegenden Heimspiel war bereits Werratal zu Gast. Zwischendurch musste man letzte Woche bekanntlich noch nach Ronneburg und vorher bereits nach Ziegelheim. Alles Gegner, die es in sich haben. Mit Suhl wartet am bevorstehenden Samstagabend ab 19 Uhr zwar der Tabelle nach ein vermeintlich leichterer Kontrahent, aber die Derbys mit den Waffenstädtern haben bekanntlich seit jeher ihre eigenen Gesetze, wonach auch alles möglich ist.

Für die Spielzeugstädter ist das Motto eigentlich klar, die begonnene Erfolgsserie soll ausgebaut werden. Die letzten vier Partien wurden nicht verloren, gegen Weimar, Ziegelheim und Werratal gewonnen und in Ronneburg holte man vergangene Woche auch einen Punkt. Es scheint, als würde man nach dem mäßigen Saisonstart so langsam aber sicher in Tritt kommen. Am Samstag wird neben der reinen spielerischen Komponente aber vor allem die Einstellung entscheidend sein. Einsatzbereitschaft und Kampfeswillen stimmten bereits in den zurückliegenden Partien und werden diesmal umso wichtiger sein.

Das sind bekanntlich auch die Stärken der Waffenstädter, die vermutlich immer noch krankheitsbedingt auf ihren Trainer Jacek Mularcyzk verzichten müssen. Doch mit diesen Tugenden allein kann man eben auch keine Spiele gewinnen und das mussten die Waffenstädter in dieser Saison bereits mehrfach erfahren. Steht die Abwehr meist noch relativ gut, offenbaren sich vor allem im Angriff größere Defizite, die einen Punktgewinn immer wieder verhindern. Das verletzungsbedingte Fehlen von Mannschaftskapitän Remo Gerstenberg tut dabei sein Übriges, weshalb man bisher erst drei Punkte aus acht Spielen holen konnte. Etwas Besserung scheint jedoch auch in Sicht. Suhl verstärkte sich wie Sonneberg auch mit einem Spieler aus Ungarn. Peter Soos war jüngst verletzt, wird jedoch vermutlich im Duell gegen seine ehemaligen Kollegen aus Ungarn wieder mit angreifen. Krisztian Benak und Mate Liptak auf Seiten der Spielzeugstädter kennen den Suhler Neuzugang jedenfalls und können möglicherweise entscheidende Tipps geben, wie man den Aktionsradius des neuen Haupttorewerfers einschränken kann.

Ansonsten konzentriert man sich in Sonneberg gar nicht so sehr auf den Gegner, sondern fokussiert sich auf die eigene Leistung und versucht diese bestmöglich abzurufen. Die eigene Spiel- aber auch Kampfesstärke machten die Spielzeugstädter jüngst mehrfach deutlich. Erfreulich für Coach Müller ist dabei auch, dass die Last des Torewerfens mittlerweile auf mehrere Schultern verteilt ist und man so noch weniger ausrechenbar ist. Im Defensivbereich haben die SHV-Männer ebenso noch einmal zugelegt und stellen wie gewohnt eine der besten Abwehrreihen der Thüringenliga.

Für Coach Müller und sein Team zählt am Samstagabend jedenfalls nur ein Heimsieg. Verzichten muss er dabei weiterhin auf den Langzeitverletzten Heiko Jäckel und auch auf Martin Schleuchardt. „Icke“, wie der gebürtige Berliner in Südthüringen nur genannt wird, wurde mittlerweile erfolgreich an seinen beiden Leistenbrüchen operiert und hofft in diesem Jahr noch einmal auf die Platte zurückkehren zu können.

Presse SHV