1. Männer: Bericht zur Pokalniederlage gegen Bad Blankenburg

Erhobenen Hauptes ausgeschieden

Handball, Thüringer Amateurpokal, 3. Runde, Bericht

Sonneberger HV – HSV Bad Blankenburg 24:31 (11:14)

Sonneberg. Die erste Männermannschaft des Sonneberger Handballvereins (SHV) ist am vergangenen Samstagabend erwartungsgemäß aus dem laufenden Amateurpokalwettbewerb ausgeschieden, erntete für die gezeigte Leistung nach dem Spiel aber stehende Ovationen von den knapp 400 Zuschauern. Am Ende fiel die Niederlage gegen den MHV-Oberliga-Primus aus Bad Blankenburg mit 24:31 gar noch etwas hoch aus, denn die Spielzeugstädter hielten lange gut mit. Der ein bis zwei Klassenunterschied war zwar unübersehbar, aber wie der potentielle Meister und Aufsteiger in die dritte Handballbundesliga präsentierte sich Bad Blankenburg jedoch nicht. Das mag wohl aber auch daran gelegen haben, dass sie am darauffolgenden Sonntagnachmittag gleich noch ein wichtiges Punktspiel zu absolvieren hatten.

Respekt flößten die Gäste ob ihrer körperlichen Verfassung dennoch schon vor dem Spiel dem ein oder anderen ein, denn die Sonneberger Defizite in Sachen Körperbau und Größe waren nicht zu übersehen. Und auch wegen ihrer Drittligazugehörigkeit hatten einige gehörigen Respekt. Dazu zählten auch die Schiedsrichter, denn ein ums andere Mal bevorzugten sie die Gäste in ihrer Regelauslegung, was zu einer teilweise unnötigen Hektik auf und neben dem Parkett führte. Einen Vorwurf kann und möchte man ihnen von Seiten der gastgebenden Sonneberger aber auch gar nicht machen. Viel mehr der Schiedsrichteransetzer bewies einmal mehr kein Fingerspitzengefühl, denn die beiden Unparteiischen kommen aus der Nachbarstadt von Bad Blankenburg, dem nur wenige Kilometer entfernten Saalfeld. Vielleicht war aber eben auch ob des Klassenunterschieds die Partie im Vorfeld schon in dem einen oder anderen Kopf entschieden.

Doch den Gefallen des Ergebens vor der „Schlange“ taten die Spielzeugstädter den Gästen nicht, im Gegenteil. Vor allem im ersten Durchgang hielten sie prima mit, auch gegen die vermeintlich erste Garde der Kurstädter. Bis zum 5:5 in der 15. Minute war die Partie ausgeglichen, doch auch in der Folgezeit gelang es den höherklassigen Gästen nicht, sich entscheidend abzusetzen. Bis zum Pausenpfiff blieben die Hausherren auf Tuchfühlung (5:8, 7:10, 9:13, 11:14 HZ). Nach dem Seitenwechsel erhöhte der MHV-Oberligist dann noch einmal die Schlagzahl und bei den Südthüringern schwanden sowohl Kräfte als auch mit zunehmender Spielzeit der Glaube an sich selbst. Viele eigene Fehler führten dazu, dass Bad Blankenburg entscheidend davon zog (13:15, 15:19, 15:23). Die Phase zweier aufeinander folgender Sonneberger Zeitstrafen nutzten die Gäste dabei schamlos aus. Doch es spricht für die Moral der Spielzeugstädter, dass sie in der Folgezeit nicht aufsteckten und sich bis zum Schlusspfiff erfolgreich mühten. Beim Stande von 22:27 sechs Minuten vor Schluss schien die Niederlage noch bemerkenswert knapp auszufallen. Am Ende leuchtete dann aber doch ein 24:31 von der Anzeigetafel. Dennoch verließ keiner die Halle mit gesenktem Haupt, denn die gezeigte Leistung war vielversprechend. Vor allem der erste Durchgang zeigte, dass man in Sonneberg durchaus mit höherklassigen Mannschaften mithalten kann. Dies gilt es nun zu festigen und im nächsten Punktspiel in der kommenden Woche gleich erneut unter Beweis zu stellen. Dann empfängt man in der heimischen SBBS-Halle Goldbach/Hochheim zum zehnten Saisonspieltag.

Presse SHV

Sonneberg: Liptak, Thomas; Boseckert, Müller, Bondar (4), Weitz (8/3), Benak (6/1), Oehrl (2), Zimmermann (1), Weißbrodt (3), Rehm
Bad Blankenburg: Jahn, Herholc; Grohmann (3/2), Weyhrauch (2), Zeman (2), Müller (1), Brykner, Köthe (1), Miler (2), A. Werner (4), Rahn (4), Geci (2), M. Werner (5), Große (5/1)

Strafwürfe: Sonneberg: 4/5; Bad Blankenburg: 3/4;
Zeitstrafen: Sonneberg: 3; Bad Blankenburg: 2
Zuschauer: 400

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