1. Männer: Rückblick auf die Hinrunde

Nach Aufwärmphase wurde es heiß

Handball, Thüringenliga Männer, Rückblick auf die Hinrunde der ersten Männermannschaft

Sonneberg. Beim Blick auf die Tabelle der Thüringenliga der Männer dürften die Offiziellen des Sonneberger Handballvereins (SHV) bisher noch nicht zufrieden sein. Vor der Saison hatte man bekanntlich großes vor, verpflichtete mit Hans-Joachim Ursinus eine Handballinstitution, dessen Strahlkraft weit über die Landesgrenzen des Freistaats hinausreicht. Doch Ursinus war weniger für die sportlichen Belange geholt worden, vielmehr sollte er dabei helfen, die wirtschaftlichen Voraussetzungen für einen möglichen Aufstieg zu schaffen. Dass der Weg hin zu mehr Professionalität lang, steinig und hart ist, war allen klar. Und doch muss man nach einem halben Jahr konstatieren, dass man sich selbst in der Entwicklung schon gern weitergesehen hätte. Die bisherige Entwicklung der Mannschaft um Spielertrainer Manuel Müller jedenfalls entspricht dabei schon eher den Vorstellungen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten liegt man nunmehr auf Kurs.

Einen gewichtigen Anteil daran haben natürlich auch die Neuzugänge. Bei denen hatte Ursinus bekanntlich seine Finger im Spiel und bewies dabei auch einen guten Riecher. Alle drei schlugen perfekt ein, integrierten sich schnell und sind mittlerweile in der Spielzeugstadt angekommen. Im Tor überzeugte Mate Liptak bereits des Öfteren und auf dem Feld sind sowohl Krisztian Benak als auch Marius Bondar eine Augenweide. Der eine weiß besonders mit seiner Schnelligkeit und Raffinesse zu überzeugen, der andere mit seiner Wurfkraft und Spielübersicht. Mit diesen Neuzugängen bewiesen die SHV-Offiziellen ein glückliches Händchen und das war angesichts der „Abgänge“ bekanntlich auch erforderlich. Auf dem Parkett jedenfalls vermisste man Martin Blechschmidt so gut wie nicht mehr und auch im Tor konnte die von Alexander Ebert hinterlassene Lücke geschlossen werden. Martin Schmidt läuft bekanntlich immer wieder mal noch mit auf – er kann es halt einfach nicht lassen.

Sportlich jedenfalls merkte man der Mannschaft zu Saisonbeginn an, dass sie sich erst finden muss. Diese Zeit wurde dem Team um Kapitän Philipp Oehrl auch zugestanden, zu groß war der Umbruch vor der Saison, als dass man gleich nahtlos hätte weitermachen können. Leider bekamen es die Südthüringer zu Beginn aber auch gleich mit den dicksten Brocken, der hartnäckigen Konkurrenz zu tun. Dem Warmlaufen gegen Behringen (38:29) zum Punktspielstart folgten die Duelle mit Eisenach (28:29), Jena (20:23) und Mühlhausen (27:28), welche alle drei verloren gingen. Ein Blick auf die aktuelle Tabelle zeigt: Das sind derzeit die drei Spitzenteams der Liga. Nach dieser Niederlagenserie aber fanden die Spielzeugstädter immer besser zu ihrem Rhythmus. Lediglich in Ronneburg gab man noch einen Punkt ab, alle anderen Punktspiele wurden gewonnen. Das waren insgesamt sechs Siege und sage und schreibe acht Spiele ohne Niederlage. Darauf lässt sich in der Rückrunde natürlich aufbauen, auch wenn die Karten dann neu gemischt werden. In den letzten Spielen vor dem Jahreswechsel überstand die Truppe zudem eine kleine Verletztenmisere bravourös und verdeutlichte damit, dass man als Team eben auch über Einsatzwille und Leidenschaft zum Erfolg kommen kann. Dabei schnürten neben Müller und Schmidt auch Akteure der zweiten Mannschaft vorsorglich die Schuhe, um im Ernstfall aushelfen zu können. An dieser Stelle noch einmal ein Dank an Robert Blechschmidt, Christian Bartl und Paul Dietrich.

Für die Rückrunde bleibt nunmehr zu hoffen, dass die Mannschaft von größeren Verletzungen verschont bleibt und schnell wieder in den Spielrhythmus findet. Denn nach dem Auftakt kommende Woche in Behringen, welcher keinesfalls unterschätzt werden darf, warten anschließend schon wieder Eisenach, Jena und Mühlhausen. In allen Spielen wird es darauf ankommen, von Beginn an und über die komplette Spielzeit fokussiert zu bleiben, dann könnte noch einiges drin sein in der Rückrunde. Als zusätzlicher Ansporn dient dabei sicherlich einer der schönsten Siege der Hinrunde: Der 30:18-Derbysieg gegen Werratal in eigener Halle vor knapp 500 Zuschauern!

Presse SHV

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