1. Männer: Bericht zum historischen Auswärtssieg

Historisch: 80 Tore in 60 Minuten

Handball, Thüringenliga Männer, 13. Spieltag, Bericht

SV Town & Country Behringen/Sonneborn – Sonneberger HV 38:42 (19:23)

Sonneberg/Behringen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten zündeten Sonnebergs Thüringenligahandballer ein Offensiv-Feuerwerk und gewinnen am Ende mit einem historisch hohen Ergebnis – gleich drei Spieler treffen zweistellig! Die Spielzeugstädter haben in der Vergangenheit schon des Öfteren hoch gewonnen, keine Frage. Und so deutlich war das Ergebnis am Ende in Behringen auch gar nicht, denn die Differenz betrug nur vier Tore. Doch die Anzahl der gefallenen Tore war zweifelsfrei historisch für die Verhältnisse der Südthüringer.

Insgesamt zappelte der Ball in den 60 Minuten Spielzeit 80 Mal im Netz, davon erzielten 42 Treffer die Mannen um Spielertrainer Manuel Müller und gewannen demzufolge am Ende auch mit 42:38 gegen den Gastgeber aus Behringen/Sonneborn. Bei dem Torefestival trugen sich zudem auch drei Spieler mit einer zweistelligen Trefferanzahl in die Torschützenliste ein. Auf Seiten Sonnebergs waren das Moritz Weitz (12 Treffer) und Marius Bondar (11) und von Behringen netzte Benjamin Falkenau gar 14 Bälle ein. Doch so erfreulich die Leistung des Angriffs auch war, so kritisch muss man natürlich auch das Abwehrverhalten bewerten. 38 Gegentreffer entsprechen gewiss nicht den Vorstellungen der Sonneberger Handballer. Am Samstagabend aber war das erst einmal egal. Mit dem fünften Sieg und dem neunten Spiel ohne Niederlage in Folge bauten die Gäste aus der Spielzeugstadt ihre beeindruckende Serie auch über den Jahreswechsel hinaus weiter aus und können nach nunmehr 17:1 Punkten aus den letzten neun Partien mit dem nötigen Selbstvertrauen in die kommenden, schwierigen Aufgaben gehen.

Dabei gilt es jedoch derartige Schlafwageneinlagen wie zu Beginn der ersten und auch der zweiten Halbzeit zu vermeiden, denn stärkere Gegner nutzen so etwas noch besser aus. Behringen jedenfalls legte los wie die Feuerwehr und führte nach drei Falkenau Treffern schnell mit 3:0, ehe es Marius Bondar vorbehalten war, den ersten Sonneberger Treffer im Jahre 2017 zu erzielen. Dabei waren genau 3 Minuten und 33 Sekunden gespielt. In der Folgezeit legten jedoch immer wieder die Hausherren vor (2:5, 4:7, 6:9 aus Sonneberger Sicht), bis Mike Weißbrodt mit einem Doppelschlag in der 13. Minute erstmals zum 9:9 ausgleichen konnte. Bis zum Stande von 14:14 in der 20. Spielminute verlief die Partie dann ausgeglichen, ehe Sonneberg mit drei Treffern in Folge von Bondar, Weitz und Weißbrodt erstmals selbst in Führung ging (17:14). Sechs Sekunden vor dem Pausenpfiff erhöhte dann Kapitän Philipp Oehrl gar auf 23:19 und sorgte so für eine halbwegs beruhigende Halbzeitführung.

Vom Pausentee zurück erwischten jedoch erneut die Gastgeber den besseren Start und glichen bereits nach fünf Minuten zum 25:25 aus. Die Halle stand nun natürlich Kopf und die Stimmung erreichte ihren Siedepunkt. Doch die Gäste aus Südthüringen blieben cool, netzten selbst dreimal ein und führten wieder mit 28:25. Behringen verkürzte zwar noch einmal durch Falkenau zum 27:28, doch nun bestimmten die Spielzeugstädter die Partie. Beim 34:29 in der 47. Minute waren es erstmals fünf Tore Differenz, welche man souverän ausbauen konnte (37:31, 39:33). Den Schlusspunkt mit dem 42. Treffer setzte Thorsten Zimmermann. Die drei folgenden Behringer Tore in den letzten beiden Minuten zum Endstand von 42:38 kann man getrost als reine Ergebniskosmetik abhaken, denn die Sonneberger waren bereits in Feierlaune, ob ihres historischen Auswärtssieges.

Warm geworfen hat man sich also für die drei anstehenden Spitzenspiele. Am kommenden Samstagabend steigt davon jedenfalls ab 19 Uhr das erste in der Steinbacher Dreifelderhalle, wenn die Bundesligareserve aus Eisenach zu Gast sein wird.

Presse SHV

Sonneberg: Liptak, Thomas; Schmidt (1), Boseckert, Müller (1), Bondar (11/2), Schlücke, Weitz (12/5), Benak (4), Oehrl (4), Schleuchardt, Zimmermann (4), Weißbrodt (5)

Strafwürfe: Behringen/Sonneborn: 6/6; Sonneberg: 7/9
Zeitstrafen: Behringen/Sonneborn: 6; Sonneberg: 4
Zuschauer: 150

Zur aktuellen Statistik geht es hier.

Kleine Randnotiz: Bereits vor der Partie entstand eine neue Fanfreundschaft  mit dem Fanclub des HV Merkers. Völlig überraschend und zur Freude der Spielzeugstädter blieben die nach der eigenen Partie in der Halle und unterstützten nach Leibeskräften die Trommler des Sonneberger HV und sorgten damit für eine prächtige Stimmung! Auch von dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön!

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