1. Männer: Vorbericht zum Spitzenspiel

Handball im Zwei-Stunden-Takt

Handball, Thüringenliga Männer ,14. Spieltag, Vorbericht

Sonneberger HV – ThSV Eisenach II Sa. 19 Uhr (SBBS-Halle)

Sonneberg. Am Samstagabend steigt in der Dreifelderhalle im Sonneberger Stadtteil Steinbach um 19 Uhr das Spitzenspiel der Handball-Thüringenliga. Dabei empfangen die seit neun Spielen ungeschlagenen Spielzeugstädter als derzeitiger Tabellenfünfter den aktuellen Zweitplatzierten, die Bundesligareserve des ThSV Eisenach. Diese haben in der laufenden Saison überhaupt erst zwei Spiele verloren und sich zu einer echten Spitzenmannschaft entwickelt. Ergänzt wird diese Begegnung durch zwei weitere Spiele im Vorfeld. Bereits um 15 Uhr empfangen dabei die Damen des Sonneberger Handballvereins (SHV) die Spielgemeinschaft aus Behringen und Sonneborn, ehe um 17 Uhr die Partie der SHV-Männerreserve gegen Königsee angepfiffen wird. Für die Handballfans in Südthüringens heimlicher (Handball-) Hauptstadt wird also wieder einiges geboten. Genauso wie die Zuschauer hoffen natürlich auch alle SHV-Teams auf einen Doppelpunktgewinn.

Bei den Thüringenligamännern stehen dabei gleich mehrere Ziele an, denn einerseits soll das zehnte Spiel in Folge nicht verloren werden und andererseits will man sich auch für die unglückliche 28:29-Niederlage im Hinspiel revanchieren. Viele Sonneberger werden sich noch an die Schlussphase der Partie erinnern, als man eine drei-Tore-Führung noch aus der Hand gab. Solche Erlebnisse wirken meist besonders belebend für den, der eine solche Partie noch dreht und gewinnt. Und möglicherweise war dieser Sieg am zweiten Spieltag auch so etwas wie die Initialzündung für die jungen Wartburgstädter, denn ihre Hinrunde sucht in der eigenen jüngeren Vergangenheit ihres gleichen. Deshalb stehen sie auch völlig zu recht auf dem zweiten Tabellenplatz hinter Mühlhausen – denen sie übrigens die bisher einzige Saisonniederlage beifügten! Und unter anderem deshalb, weil Eisenach so weit oben steht, rangieren die Spielzeugstädter nur auf dem fünften Platz. Dies zwar punktgleich mit dem Tabellendritten und –vierten, aber eben dahinter. Und eine weitere Sonneberger Niederlage würde bedeuten, dass man sich endgültig aus dem Meisterschaftsrennen verabschieden könnte. Bis dahin klimmt zumindest immer noch ein Fünkchen Hoffnung, dass Mühlhausen und eben jene Eisenacher noch Federn lassen. Eine Eisenacher Niederlage jedenfalls würde die Spielzeugstädter bis auf einen Minuspunkt an die Wartburgstädter heranbringen (nach Pluspunkten würde man gar vorbeiziehen, da die Südthüringer schon eine erfolgreiche Partie mehr haben).

Doch dass die jungen Dachse der Bundesligareserve nicht ohne weiteres besiegbar sind, mussten bekanntlich sowohl die Spielzeugstädter selbst als auch Tabellenführer aus Mühlhausen (28:32) bereits erfahren. Mut dürfte den Südthüringer dabei jedoch machen, dass die bisher einzigen Eisenacher – Niederlagen in der Fremde entstanden (in Jena 29:32 und in Werratal 25:26). Erschwerend kommt andererseits jedoch hinzu, dass man sich am Fuße der Wartburg noch einmal verstärkt hat und mit Max-Florian Köthe aus Bad Blankenburg einen Drittliga-erfahrenen Rückraumspieler holte. Ebenso unvorteilhaft dürfte auch die Spielplangestaltung hinsichtlich der aktuell laufenden Handball-Weltmeisterschaft sein, denn auch Eisenachs Erste als Zweitligist hat derzeit spielfrei und so wird sicherlich der eine oder andere Akteur des Bundesligakaders mit nach Südthüringen reisen. Manch einer spricht dann gerne von Wettbewerbsverzerrung. Man könnte aber auch einfach sagen, „Wer hat, der kann!“. Legitim und rechtens ist es jedenfalls.

Und so gibt es sicherlich einige Steine die es für die Spielzeugstädter aus dem Weg zu räumen gilt. Doch das eigene Selbstvertrauen der Mannen um Spielertrainer Manuel Müller dank der Siegesserie und die bereits gezeigte eigene Stärke sind auch groß genug, um in dieser Liga jeden schlagen zu können. Dass die Partie zumindest sportlich und nicht durch dubiose Schiedsrichterpfiffe entschieden wird, dafür hat der Thüringer Handballverband vorgesorgt und schickt zwei routinierte und höherklassig erfahrene Unparteiische nach Sonneberg – das Schiedsrichtergespann Hauke/Lindig.

Presse SHV

SHV intern

Free Joomla! template by L.THEME