1. Männer: Bericht zum 31:25-Heimsieg gegen Eisenach

Warten, Bangen, Jubeln

Handball, Thüringenliga Männer, 14. Spieltag, Bericht

Sonneberger HV – ThSV Eisenach II 31:25 (11:12)

Sonneberg. Erst mussten Sonnebergs Thüringenligahandballer genauso wie die gut 350 Zuschauer lange auf den Anpfiff warten, dann in einer schwachen ersten Hälfte um den Sieg bangen, um am Ende aber doch zu recht jubeln zu können.

Das rassige Spitzenspiel des 14. Spieltags der laufenden Thüringenligasaison begann mit einer 45 Minütigen Verspätung, da die Gäste aus der Wartburgstadt Eisenach auf der Autobahn 4 in eine Vollsperrung wegen eines Unfalls gerieten. Nach den langen Minuten des Wartens legten die Hausherren dann zwar los wie die Feuerwehr, ließen sich genauso schnell aber auch den Schneid durch die jungen Gäste abkaufen. Erst in den zweiten 30 Minuten demonstrierten die Spielzeugstädter Stärke und Selbstvertrauen und siegten am Ende souverän und auch verdient mit 31:25.

Die Wartburgstädter agierten vor allem im ersten Durchgang mit einer perfekten Mischung aus Abgeklärtheit und jugendlicher Unbekümmertheit. Etliche Spieler der A-Jugend-Bundesligamannschaft waren mit in die Spielzeugstadt gereist. Deren Auswärtsspiel wurde aufgrund von eigenem Spielermangel abgesagt. Und so egalisierten die Gäste die schnelle Sonneberger Führung (3:0, 6:3) beim 6:6 erstmals. Dies dazu gar in Unterzahl, denn das Überzahlspiel der Hausherren funktionierte in der ersten Hälfte überhaupt nicht. Immer wieder rannte man sich fest oder scheiterte am bestens aufgelegten Eisenacher Torhüter Sebastian Brand. Auf den Rängen machte sich ob der vielen Fahrkarten bereits Unmut breit, denn die Hausherren ließen doch etliche freie Würfe weg und machten die Wartburgstädter so gleichzeitig auch immer stärker. Nach dem zwischenzeitlichen 10:10 führten die Gäste kurz vor der Pause gar mit 12:10. Doch Sonnebergs bester Feldtorschütze Moritz Weitz (6 Tore) verkürzte noch zum Pausenstand von 11:12 aus Sicht der Gastgeber.

Vom Pausentee zurück egalisierte Krisztian Benak beim 12:12 die Partie und in den nächsten zehn Minuten verlief die Begegnung komplett ausgeglichen. In der 40. Spielminute leuchtete das 18:18 von der Anzeigetafel. Eine kurze Sonneberger Schwächephase nutzten die Gäste aus der Wartburgstadt dann jedoch erneut kaltschnäuzig aus und gingen selbst wieder mit zwei Treffern in Front (20:18). Doch auch diese Führung hielt nicht lange, denn Krisztian Benak und Mike Weißbrodt egalisierten wieder für die Spielzeugstädter. Jener Neuzugang Krisztian Benak war es dann auch der vom Strafwurfpunkt wieder traf, nachdem sowohl Moritz Weitz als auch Marius Bondar gescheitert waren. Sicher verwandelte er dabei erst zur eigenen 22:21-Führung und anschließend auch zum 24:22-Zwischenstand. Die Gastgeber waren jetzt am Drücker und wussten das lautstarke Publikum in ihrem Rücken. Mit einem Kraftakt, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr rangen sie die Eisenacher Gäste nieder. Vom 25:24 erhöhten in nur fünf Minuten jeweils doppelt erst Moritz Weitz und anschließend Spielertrainer Manuel Müller mit zwei Rückraumkrachern zum vorentscheidenden 29:24. Hallensprecher Thomas Wöhner bejubelte die Traumtore von Müller in seiner gewohnt flotten Art: „Jetzt trifft auch noch das Küken im Team, unser 40-Jähriger Spielertrainer!“ und sorgte damit endgültig für Ekstase auf den Zuschauerrängen. Als Fels in der Brandung erwies sich dabei ein anderer Neuzugang, Mate Liptak im Tor. Mit zahlreichen Paraden in Serie entnervte er die junge Bundesligareserve. Die Wartburgstädter ergaben sich nun in ihr Schicksal und nahmen die Niederlage an, die nach dem Spielverlauf am Ende etwas zu hoch, aber dennoch gerechtfertigt war.

Die Südthüringer bleiben damit auch im zehnten (!) Spiel in Serie ungeschlagen und schoben sich zugleich weiter an die Tabellenspitze. Eisenach dagegen wurde vom zweiten Tabellenplatz durch Ronneburg verdrängt, die wiederum Tabellenführer Mühlhausen eine deutliche 24:32-Pleite beifügten. Das obere Tabellendrittel rückte also noch enger zusammen. Für die Spielzeugstädter, die nunmehr 21:7 Punkte auf dem Konto haben, stehen in den kommenden beiden Wochen die nächsten Spitzenspiele auf dem Programm. Erst geht es am nächsten Samstag zu der punktgleichen Mannschaft aus Jena, ehe eine Woche später das Duell mit Spitzenreiter Mühlhausen (24:4 Punkte) in der heimischen SBBS-Halle auf dem Plan steht. Eisenach (20:6 Punkte) und Ronneburg (21:5 Punkte) komplettieren das Spitzen-Quintett der Thüringenliga. Werratal ist mit 16:10 Punkten bereits leicht abgeschlagen.

Presse SHV

Sonneberg: Liptak, Thomas; Boseckert, Müller (2), Bondar (7/2), Schlücke, Weitz (6), Benak (7/2), Oehrl (4), Schleuchardt, Zimmermann (1), Weißbrodt (4)

Strafwürfe: Sonneberg: 4/6, Eisenach: 2/3
Zeitstrafen: Sonneberg: 4, Eisenach: 8
Zuschauer: 350

Zur aktuellen Statistik geht es hier.

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