Der dritte Teil der Spitzen(-Fest-)Spiele

Handball, Thüringenliga Männer, 16. Spieltag, Vorbericht

Sonneberger HV – VfB TM Mühlhausen Sa. 19 Uhr (SBBS)

Sonneberg. Am kommenden Samstagabend steigt der dritte und zugleich vorerst letzte Teil der Serie der Spitzenspiele für Sonnebergs Thüringenligahandballer. Zum Abschluss dieser kräftezehrenden Wochen gleich zu Jahresbeginn kommt mit dem VfB Thomas Müntzer Mühlhausen kein geringerer als der aktuelle Thüringenmeister und gleichzeitiger Tabellenführer der laufenden Saison. Nach dem Tabellenzweiten (Eisenach) und Tabellendritten (Jena) wartet nun rein tabellarisch betrachtet also der schwerste Brocken auf die Mannen um Spielertrainer Manuel Müller. Spielerisch dürfte Mühlhausen den vorangegangenen Kontrahenten und auch den Spielzeugstädtern nicht überlegen sein, doch vor allem bei der Breite und der Ausgeglichenheit des Kaders haben die Mühlhäuser wie schon in den zurückliegenden Jahren die besten Karten und stehen deshalb auch vollkommen zurecht an der Tabellenspitze. In der Vorwoche besiegten sie Suhl nach einer mäßigen Leistung locker und leicht mit 34:25. In Mühlhausen konnten die Südthüringer im Übrigen noch nie gewinnen – zu Hause schon. Und auch für das anstehende Heimspiel verspricht man sich was im Sonneberger Lager.

Mühlhausen ist zwar das Non-Plus-Ultra der letzten Jahre in Thüringens höchster Spielklasse, doch auch die Spielzeugstädter kämpfen schon seit Jahren zumindest stets um die Medaillen mit. Die Spiele gegen die Thomas-Müntzer-Städter waren dabei immer von der ersten bis zur letzten Sekunde von äußerster Spannung geprägt. Die Spielzeugstädter jedenfalls wollen dem Tabellenführer die dritte Saisonniederlage beibringen - bisher verlor Mühlhausen in Behringen/Sonneborn mit 28:37 und 24:32 vor zwei Wochen in Ronneburg. Das Selbstvertrauen dazu jedenfalls ist bei der ersten Männermannschaft des Sonneberger Handballvereins (SHV) vorhanden. Jahresübergreifend haben die Spielzeugstädter einen sensationellen Lauf, sind wahrscheinlich aktuell die beste Mannschaft der Thüringenliga. Elf Spiele ist man ungeschlagen, nur zwei Mal trennte man sich vom Gegner remis. Dies einerseits letzte Woche bekanntlich in Jena (28:28) und das andere Mal in Ronneburg (23:23), im Oktober des letzten Jahres. Ansonsten konnten die Südthüringer insgesamt neun Siege einfahren. Die letzte Niederlage datiert vom 24. September 2016. Damals verlor man mit 27:28 in – richtig: Mühlhausen!

Die Zeit sollte also reif sein, sich für die damalige unglückliche Niederlage zu revanchieren und gleichzeitig natürlich auch die sensationelle eigene Serie auszubauen. Mit einem Sieg jedenfalls wären die SHV-Männer wohl wieder mitten drin im Meisterschaftsrennen und würden zugleich Ronneburg zum neuen Spitzenreiter machen. Eine Niederlage dagegen würde für die Südthüringer zumindest das Aus im Kampf um Tabellenplatz eins bedeuten. Doch soweit mag man im Lager der Hausherren noch gar nicht denken. Ein Taktieren wird es am Samstagabend ab 19 Uhr in der Steinbacher Dreifelderhalle (SBBS) sowieso nicht geben. Die Tagesform wird genauso entscheidend sein, wie die Tatsache, ob der Gastgeber schnell ins Spiel findet. Mit der Entschlossenheit, dem Einsatzwillen und der Leidenschaft vom Heimsieg gegen Eisenach und auch vom Duell in Jena jedenfalls ist auch der vermeintliche Angstgegner Mühlhausen bezwingbar. An der Motivation wird es die Spielzeugstädter freilich nicht fehlen – zumal man diesmal wieder auf eine lautstarke und frenetische Unterstützung von den Zuschauerrängen hofft. Letzte Woche verbreiteten die gut 20 Sonneberger Zuschauer in Jena bereits Heimspielathmosphäre und in dieser Woche könnten die Fans als der berühmte „achte Mann“ auch von der Sonneberger Tribüne aus den Jungs zum Sieg verhelfen.

Presse SHV