Südthüringenderby Teil 1 läutet entscheidende Meisterschaftsphase ein

Handball, Thüringenliga Männer, 18. Spieltag, Vorbericht

HSG Werratal – Sonneberger HV Sa. 19.30 Uhr

Sonneberg. Mit dem ersten von zwei Südthüringenderbys in diesem Monat wird für Sonnebergs Thüringenligahandballer die heiße Phase der Meisterschaft eingeläutet. Die erste Männermannschaft des Sonneberger Handballvereins (SHV) reist dazu am kommenden Samstag nach Breitungen, um gegen die HSG Werratal anzutreten. Ende des Monats steigt dann das zweite Südthüringenderby, wenn man am 25. März in Suhl erwartet wird.

Dazu wird es bekanntlich auch einen Fanbus geben. Nähere Informationen dazu gibt’s auf der SHV Homepage (www.sonneberg-handball.de). Doch ehe man in die benachbarte Waffenstadt aufbrechen kann, stehen drei äußerst heikle Spiele auf dem Plan. Mit dem Duell im Werratal haben die Mannen um Spielertrainer Manuel Müller das erste direkt vor der Brust. Das zweite hoch brisante Duell steigt eine Woche später, wenn man in eigener Halle Ronneburg empfängt. Komplettiert wird diese heiße Phase mit dem Heimspiel gegen Ziegelheim am 18 März. Ronneburg im Übrigen machte die Meisterschaft am vergangenen Wochenende unfreiwillig noch spannender. Zu Hause erreichten die Ostthüringer nur ein 26:26-Remis gegen Goldbach/Hochheim und rangieren deshalb aktuell punktgleich (26:8 Punkte) mit den Sonnebergern auf dem zweiten Tabellenrang. Lediglich Mühlhausen hat noch zwei Punkte Vorsprung (28:6 Punkte).

Das Remis der Ronneburger war jedoch nicht die einzige Überraschung des letzten Wochenendes. Sicherlich kann man auch den Erfolg der SG Suhl/Goldlauter dazu zählen, diese gewannen zu Hause gegen Werratal mit 24:23 und sicherten sich damit immens wichtige Punkte im Abstiegskampf. Für die Werrataler dagegen war es bereits die siebte Saisonpleite. In Breitungen läuft man in dieser Spielzeit den eigenen Ansprüchen etwas hinter her. Zumindest um die Medaillenränge wollte man schon mitspielen. Derzeit beträgt der Rückstand auf die Tabellenplätze zwei bis fünf, dort sind bekanntlich alle Mannschaften punktgleich, sechs Zähler. Umso mehr werden die von Daniel Hellwig trainierten Werrataler am kommenden Samstagabend ab 19.30 Uhr natürlich auf einen Sieg brennen. Einerseits soll die Niederlage aus dem Südthüringenderby aus der Vorwoche gegen Suhl ausgemerzt werden, andererseits will man auch nicht im Niemandsland der Tabelle verschwinden. Und zu guter Letzt dürfte in etlichen Werrataler Gedächtnissen noch das denkwürdige Hinspiel in Sonneberg herumgeistern. Damals ging die HSG sang- und klanglos in der Spielzeugstadt mit 18:30 Toren unter. Auch dies dürfte ein triftiger Grund für Wiedergutmachung sein, genauso wie die Tatsache, dass man die Sonneberger Siegesserie beenden will. Im Werratal hat man demnach genügend Gründe, um mit der entsprechenden Motivation in die Partie zu gehen.

Auf Seiten der Gäste aus der Spielzeugstadt ist die Motivation aber natürlich auch extrem hoch. Man weiß ob der Brisanz eines Südthüringenderbys und wird mit dem nötigen Respekt auf die Auswärtsreise gehen. Doch das Selbstvertrauen in die eigene Stärke ist in Sonneberg derzeit auch gewaltig. Die eigene, sensationelle Serie von 13 Spielen ohne Niederlage in Serie spricht dafür Bände. Doch nicht nur das, auch die Aussicht auf einen möglichen Meistertitel treibt die Spielzeugstädter noch mehr an - nach den oben genannten Ergebnissen des letzten Wochenendes natürlich umso mehr. Doch eins ist auch klar: Eine weitere Niederlage würde einen herben Rückschlag im Kampf um Platz eins bedeuten und dementsprechend werden die Müller-Schützlinge auch ans Werk gehen. Mit der hoffentlich großartigen Unterstützung der eigenen Fans im Rücken will man auch im Werratal erfolgreich bestehen, die eigene Serie ausbauen und sich die Möglichkeit bewahren, am Saisonende ganz oben zu stehen.

Presse SHV