1. Männer: Vorbericht zum nächsten Highlight

Das entscheidende Duell

Handball, Thüringenliga Männer, 19. Spieltag, Vorbericht

Sonneberger HV – HSV Ronneburg Sa. 19 Uhr (SBBS)

Sonneberg. Am kommenden Samstagabend um 19 Uhr empfängt die erste Männermannschaft des Sonneberger Handballvereins (SHV) in der Steinbacher Dreifelderhalle den HSV Ronneburg. Aus der Vergangenheit wissen viele Handballfans, dass es sich bei diesem Duell oftmals um wahre Handball-Schlachten handelte, die bis zur letzten Minute spannend waren. Dies können alle Handballbegeisterten wohl auch für diesmal erwarten, denn die Vorzeichen sind noch brisanter als sonst.

Im Prinzip ist es für beide Teams das entscheidende Duell auf dem Weg zu einer möglichen Meisterschaft. Beide Mannschaften haben rein rechnerisch noch die Chance, am Saisonende ganz oben zu stehen. Beide Mannschaften können dies jedoch aus eigener Kraft nicht mehr schaffen. Und dennoch haben beide Mannschaften nahezu die gleichen Voraussetzungen. Das verrät ein Blick auf die Tabelle. Sonneberg und Ronneburg haben jeweils 18 Spiele absolviert, 13 gewonnen, zweimal unentschieden gespielt und drei Partien verloren. In Summe macht das 28:8 Punkte und bedeutet aktuell den geteilten zweiten Platz – zwei Punkte hinter Spitzenreiter Mühlhausen. Lediglich bei der Tordifferenz haben die Spielzeugstädter leicht die Nase vorn, aber das zählt in einem Duell gegeneinander in keiner Weise.

Das Hinspiel gestaltete sich bereits ausgeglichen und am Ende gab es auch keinen Sieger, denn es war eines der beiden Remis für beide Teams (23:23). Sonneberg „verlor“ damals vermeintlich in den Schlusssekunden einen vermeintlichen Sieg, als man eine 23:21-Führung noch hergab. Doch im Hexenkessel von Ronneburg kann das allemal passieren. Ältere Sonneberger Handballer können davon gewiss ein Lied singen. Spielertrainer Manuel Müller ist einer davon und genau deshalb war er in der Hinrunde auch nicht großartig enttäuscht. Einen Punkt aus Ronneburg mitzubringen war und ist aller Ehren wert. Doch das ist Geschichte, genau wie alle anderen Partien der Saison bisher. Auch wenn Ronneburg jüngst kleine Anzeichen von Schwäche zeigte. So verlor man im Werratal mit 29:31 und musste sich zu Hause gegen Goldbach/Hochheim mit einem Remis begnügen (26:26). Vor Wochenfrist gelang jedoch wieder ein überzeugender Heimsieg gegen Suhl (33:25). Doch die Mannen um den langjährigen Trainer Stefan Koska, dem Toptorschützen Mirko Alexy und dem Stölzner-Gespann wissen ob der Bedeutung der Partie. Von Letztgenannten spielen übrigens mit Andre, Silvio und Christopher gleich drei bei den Ostthüringern – und alle drei sind keine Unbekannten in Handball-Thüringen. In Ronneburg hat man sich jedenfalls im Laufe der Jahre eine schlagkräftige Truppe geformt, die stets um die Medaillenränge mitspielt.

In Sonneberg arbeitet man intensiv daran. Um die Medaillen spielte man zwar schon in den vergangenen Jahren immer mit, doch musste man bekanntlich vor der Saison einen nicht unerheblichen personellen Aderlass verkraften. Den Machern im Hintergrund ist dabei jedenfalls ein Glücksgriff gelungen – oder viel mehr drei. Denn alle drei Neuzugänge schlugen bestens ein, haben sich mittlerweile vollständig integriert und sind heimisch geworden. Neben den drei Neuzugängen scheint aber auch das Mannschaftsgefüge stabilisiert und gefestigt zu sein. Die Last verteilt sich mittlerweile auf genügend Schultern und das steigert natürlich auch die Variabilität. Und diese Steigerung in vielerlei Hinsicht macht sich nach dem holprigen Saisonstart nunmehr auch in der Tabelle und bei den Ergebnissen bemerkbar. Seit unglaublichen 14 Spielen sind die Spielzeugstädter unbesiegt, verließen dabei auch nur zweimal mit einem Unentschieden das Parkett und kletterten so in der Tabelle natürlich Stück für Stück nach oben. Und wer so weit gekommen ist, gibt sich auch noch nicht zufrieden. „Natürlich wollen wir weiter gewinnen, um unseren Traum von der Meisterschaft mit Leben erfüllen zu können.“ Gesteht Coach Müller unumwunden, weiß aber natürlich auch das „jedes Spiel bei null beginnt und nach unserer aktuellen Serie sind wir natürlich auch umso mehr die Gejagten“.

Eine Favoritenrolle mag er zwar nicht verteilen oder gar annehmen, doch der jüngste 33:22-Erfolg im Werratal war schon ein deutliches Ausrufezeichen in Richtung der Konkurrenz. Die Ausgangslage jedenfalls ist klar: Der Gewinner ist weiterhin im Rennen um den Meistertitel. Der Verlierer kann sich wohl verabschieden. Es bleiben dann noch fünf Meisterschaftsspiele und bei Punktgleichheit entscheidet bekanntlich der direkte Vergleich. Nach dem Remis im Hinspiel dürfte die bevorstehende Begegnung also das sprichwörtliche Zünglein an der Waage sein – zumindest zwischen Sonneberg und Ronneburg. Ungeachtet dessen muss man auch festhalten, dass beide Teams noch auf einen Ausrutscher von Spitzenreiter Mühlhausen hoffen und selbst alle weiteren Spiele gewinnen müssen.

Am Samstagabend will man sich auf Seiten der Sonneberger dafür auf alle Fälle rüsten und den nächsten immens wichtigen Doppelpunktgewinn einfahren. Das Spitzenspiel der Thüringenliga zwischen Sonneberg und Ronneburg ist im Übrigen auch zugleich der Abschluss eines langen Handballtages in der Steinbacher Dreifelderhalle, denn bereits um 14.45 Uhr empfangen die Mädels der A-Jugend Hermsdorf und um 16.45 Uhr spielt die zweite Männermannschaft gegen die Reserve aus Apolda.

Presse SHV

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