1. Männer: Vorbericht zum Auswärtsspiel in Goldbach/Hochheim

Am 1. April keine Scherze machen

Handball, Thüringenliga Männer, 22. Spieltag, Vorbericht

SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim – Sonneberger HV Sa. 19 Uhr

Sonneberg. Am kommenden Samstagabend um 19 Uhr müssen die Thüringenligamänner vom Sonneberger Handballverein (SHV) beim SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim antreten. Für die Spielzeugstädter ist es bereits der 22. und somit drittletzte Spieltag, da es in der aktuellen Spielzeit lediglich 24 anstatt 26 Punktspiele zu absolvieren gilt. Dies liegt daran, dass kurz vor Saisonbeginn der HSV Bad Blankenburg seine zweite Mannschaft aus der Thüringenliga zurückzog.

Diese drei letzten Punktspiele der Saison finden allesamt im April statt, es ist aber nur noch ein Heimspiel dabei. Dieses steigt am kommenden, vorösterlichen Wochenende (8. April) zu Hause gegen Könitz/Saalfeld. Das letzte Auswärtsspiel ist dann erst am 29. April und führt die Truppe um Spielertrainer Manuel Müller zur Reserve des HSV Apolda. Bei einem Blick auf die aktuelle Tabelle wird dabei schnell klar, dass man es in den letzten drei Punktspielen mit den drei Tabellenletzten zu tun bekommt. Weimar und Apolda II sind dabei mit jeweils fünf Pluspunkten abgeschlagen am Tabellenende. Für diese beiden wird wohl auch der Gang in die untere Spielklasse unvermeidlich sein. Dies wiederum hängt davon ab, ob ein Team aus der Thüringenliga aufsteigen will, wie viele Mannschaften aus der MHV-Oberliga in die Thüringenliga absteigen und wie viele Mannschaften aus der Landesliga aufsteigen wollen und können. Es gibt also noch viele unbekannte Größen in der Rechnerei um den möglichen Abstieg. Die Südthüringer auf jeden Fall wollen sich im Nachgang nicht nachsagen lassen, eine entscheidende Rolle in der Abstiegsfrage gespielt zu haben und werden dementsprechend in alle drei Partien mit Vollgas gehen und wollen diese natürlich auch gewinnen. Viel wichtiger als die Abstiegsfrage ist aus Sonneberger Sicht natürlich sowieso die Meisterfrage. Und die ist längst noch nicht geklärt. Auch die Spielzeugstädter haben noch Chancen und wollen sich diese zumindest mit drei Siegen in den restlichen drei Saisonspielen bewahren. In der eigenen Hand hat man den Griff zur Meisterschale ja aber bekanntlich leider nicht mehr. Da eventuell auch eine Mannschaft in die MHV-Oberliga aufsteigen kann, die nicht Meister wurde – wenn dieser auf sein Aufstiegsrecht verzichtet – kommt dieser Aspekt für die Südthüringer auch noch in Betracht. Bei einer Antwort auf die Frage, ob man auch für die MHV-Oberliga meldet, obwohl man kein Meister wird/wurde, hält man sich in Sonneberg noch bedeckt. Die Meldung jedenfalls muss bis Mitte April erfolgen. Worüber man sehr wohl redet in der Spielzeugstadt, ist die Tatsache, dass der sportliche Leiter Hans-Joachim Ursinus nicht mehr mit an Bord ist. Eine Erklärung dazu gibt’s im separaten Artikel.

Um die letzten drei Punktspiele erfolgreich zu gestalten, muss man am Samstagabend höllisch aufpassen. Nicht nur ein Blick auf den Kalender birgt die Gefahren einer Überraschung, es ist der 1. April, sondern auch der Gegner an sich. Goldbach/Hochheim präsentierte sich jüngst als kleine Wundertüte der Liga, die mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen von sich reden machte. Die Devise für die Sonneberger könnte also auch lauten, keinem Aprilscherz zu erliegen.

Goldbach/Hochheim jedenfalls steht auf dem 11. Tabellenplatz, hat erst 19 Spiele absolviert und davon lediglich vier gewonnen. Drei weitere Remis stehen zu Buche, was das Punkteverhältnis von 11:27 erklärt. Aufgrund dessen steht man vielleicht auch nicht zu Unrecht so weit hinten und muss um die Ligazugehörigkeit bangen. Zuletzt setzte es drei Niederlagen (24:27 in Suhl, 23:25 in Apolda und 19:29 in Jena), was die Situation keineswegs verbesserte. Vorher jedoch machte man mit einem spektakulären 26:26-Unentschieden in Ronneburg auf sich aufmerksam und ließ eine Woche später einen 19:18-Heimsieg gegen Eisenach folgen. Dass die Goldbacher Handballspielen können, ist unbestritten. Sie brachten ihr Leistungsvermögen aus diversen Gründen in dieser Spielzeit nur mit zu wenig Konstanz aufs Parkett. Aus Sicht der Spielzeugstädter hofft man natürlich auch darauf, dass sich Ereignisse nicht immer wiederholen. Der letzte Auftritt in der Nessetalhalle glich nämlich einem kleinen Fiasko, als man bereits zur Pause abgeschlagen zurücklag.

Doch darauf wird Coach Müller seine Männer genauso vorbereiten, wie auf die stets angespannte Stimmung in der Halle. Die wiederum bewiesen erst jüngst in Suhl eine gewisse Abgeklärtheit und ließen sich auch in der hektischen Schlussphase nicht verrückt machen. Außerdem spricht allein die Breite des Kaders für die Südthüringer. Ein Beispiel dafür: In Suhl teilten sich die beiden Rechtsaußen Mike Weißbrodt und Nils Boseckert die Spielanteile und erzielten in Summe elf Feldtreffer - für Sonneberger Verhältnisse ein sehr hoher Wert für Außenspieler. Doch da der Rückraum in Suhl relativ stark eingeschränkt wurde, nutzten eben andere Spieler ihre Freiheiten. Das auf jeden Fall ist eine neue Stärke der Spielzeugstädter. Bleibt zu hoffen, dass am Samstagabend genügend Sonneberger Stärken auf dem Feld zum Tragen kommen.

Presse SHV

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