1. Männer: Deutlicher 33:21-Auswärtserfolg in Goldbach/Hochheim

Starke zweite Hälfte beschert historischen Auswärtserfolg

Handball, Thüringenliga Männer, 22. Spieltag, Bericht

SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim – Sonneberger HV 21:33 (13:14)

Sonneberg/Goldbach. Dank einer enorm starken zweiten Halbzeit kehrten Sonnebergs Thüringenligahandballer vom Auswärtsspiel aus Goldbach/Hochheim mit einem historisch hohen Sieg zurück. So deutlich konnte man in der einstigen Handballfestung noch nie gewinnen. Doch gegen schwache Gastgeber zeigten die Südthüringer im zweiten Durchgang ihre Klasse und fertigten die Hausherren mit 33:21 ab. Zur Halbzeit hatte es noch 14:13 gestanden.

„In den ersten 30 Minuten hatten wir noch einige Probleme, vor allem das fehlende Klebemittel machte uns etwas zu schaffen.“ Gesteht Sonnebergs Spielertrainer Manuel Müller, zeigte sich mit der zweiten Hälfte dann aber zufrieden: „Wir haben unsere Deckung stabilisiert und vorne konzentrierter abgeschlossen. Außerdem beschenkte sich Mate im Tor mit einer starken Leistung zum Geburtstag selbst. Ich bin zufrieden mit der gezeigten Leistung.“ Vielmehr gibt es zu dem Duell vermutlich auch gar nicht zu sagen, denn Goldbach/Hochheim war erschreckend schwach und die Spielzeugstädter im zweiten Durchgang einfach konsequent und effektiv genug. Dabei reichte ein Zwischenspurt von der 42. bis zur 52. Spielminute, als man vom 20:18 auf 26:18 davon zog. Mike Weißbrodt war es dann später vorbehalten, die erstmalige Zehn-Tore-Führung und gleichzeitig das eigene 30. Tor zu werfen (30:20). Den in der Mannschaft obligatorischen Freikasten „Fassbrause“ für das 30. geworfene Tor zahlte er dann freilich auch gern nach der Partie. Ein kleiner Aufreger, der aber Gott sei Dank nicht mit weiteren Folgen einherging, war die direkte rote Karte gegen Sonnebergs ungarischen Regisseur Krisztian Benak. Über 58 Minuten wurde er sowohl vom Gegner als auch von den Schiedsrichtern provoziert. Dabei wurde er immer wieder hart angegangen, seine Gegner aber erhielten viel zu selten eine gerechte Bestrafung dafür. In der 59. Spielminute brannten dann bei ihm (fast verständlich) kurz die sprichwörtlichen Sicherungen durch und er stieß seinen Gegenspieler, nach einem erneuten Foul gegen ihn, zu Boden. Die Unparteiischen werteten dies als Tätlichkeit und schickten ihn vorzeitig zum Duschen. Am Ergebnis änderte dies freilich nix mehr, ein bisschen ärgerlich war es aber schon. Coach Müller fühlte seinen quirligen Mittelmann jedenfalls zu wenig geschützt: „Er agiert mit einer wahnsinnigen Schnelligkeit und Athletik, die es jedem Gegner schwer, gegen ihn zu verteidigen. Doch dann brauchst du auch Schiedsrichter, die da entsprechend durchgreifen und die Gesundheit des Spielers schützen.“ Im Fall von Benak fühlten sich die Spielzeugstädter im Nachgang zumindest etwas benachteiligt.

In einem ausgeglichenen ersten Durchgang legten die Gäste aus Südthüringen zwar immer wieder vor, absetzen konnten sie sich aber noch nicht (3:1, 6:3, 10:7). Dann hatten die Hausherren ihre stärkste Phase, glichen erst zum 10:10 aus und gingen kurze Zeit später in der 27. Minute gar erstmals selbst in Führung (12:11). Es sollte aber die einzige Führung im gesamten Spiel bleiben. Bis zur Pause drehten die Spielzeugstädter wieder den Spielstand und Sonnebergs bester Torschütze des Tages, Moritz Weitz mit elf Treffern, besorgte vom Strafwurfpunkt drei Sekunden vor der Pausensirene die 14:13-Halbzeitführung. Und auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich der 25-Jährige äußerst treffsicher, denn er zeigte sich für die Sonneberger Tore 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 und 22 verantwortlich. Dabei erzielte er also neun seiner insgesamt 11 Treffer am Stück. Natürlich netzten dazwischen auch Goldbacher ein, doch aus Sicht der Spielzeugstädter war Weitz zwischen der 30. und 45. Spielminute Alleinunterhalter – zumindest was das Torewerfen anbetraf. Denn in der Abwehr wurde mittlerweile energisch genug gearbeitet und auch vorne gesellten sich zu Weitz in der Folgezeit noch einige andere Torschütze und so schraubten die Südthüringer die eigene Führung in die Höhe und setzten sich dabei spielentscheidend ab. Der Höhepunkt war zugleich der Schlusspunkt und dieser war Thorsten Zimmermann vorbehalten. Er traf zum 33:21 und damit gleichzeitig zur ersten und einzigen 12-Tore-Führung, denn anschließend erfolgte der Schlusspfiff. In ihrem drittletzten Saisonspiel und vorletzten Auswärtsspiel siegten die Männer vom Sonneberger Handballverein in Thüringens höchster Spielklasse also erneut souverän. Am kommenden Samstag steigt dann schon der Saisonabschluss mit dem letzten Heimspiel gegen Könitz/Saalfeld.

Presse SHV

Sonneberg: Liptak, Thomas; Boseckert (1), Müller, Bondar (3), Schlücke, Weitz (11/4), Benak (4/1), Oehrl (3), Zimmermann (4), Weißbrodt (3), Rehm (4)

Strafwürfe: Goldbach: 3/4, Sonneberg: 5/7
Zeitstrafen: Goldbach: 5, Sonneberg: 6+1RK
Disqual.: Benak (Sbg., 59. Min., Tätlichkeit)
Zuschauer: 120

 

 sonneberger handballverein sponsoren likra logo weiss
 sonneberger handballverein sponsoren leoni logo weiss
 sonneberger handballverein sponsoren vrbank logo weiss

powered by www.sunnyhill-design.de

Template by L.THEME