1. Männer: Stand der Dinge in Sachen MHV-Aufstieg

Pressemeldung des SHV zur Versagung der Startgenehmigung für die MHV-Oberliga

Handballer wollen Startplatz vor Gericht erstreiten

Sonneberg. Viel wird mittlerweile in der Öffentlichkeit und auch im Internet diskutiert, ob die Handballmänner des Sonneberger Handballvereins (SHV) nun in die Mitteldeutsche Handall-Oberliga aufsteigen dürfen oder nicht. „Wir können diese Frage derzeit nicht beantworten“, gesteht der zweite Vorsitzende des Vereins Uwe Scheler, „doch sehen wir uns mit unserer Argumentation im Recht und gehen deshalb davon aus, dass wir im kommenden Jahr in der vierthöchsten Spielklasse Deutschlands an den Start gehen!“

Was ist aber Stein des Anstoßes? Warum haben die Südthüringer überhaupt die Möglichkeit aufzusteigen und wie geht es jetzt weiter? Viele unklare Fragen, die der Vorstand des SHV nunmehr zu beantworten versucht.

Das Aufstiegsrecht ergibt sich aus der Tatsache heraus, dass der Staffelsieger der Thüringenliga, der HSV Ronneburg, sein Aufstiegsrecht nicht wahrnimmt. Die Ostthüringer hatten bereits im Vorfeld darauf verzichtet. Im Gegenteil dazu hatten die im Abschlussklassement zweitplatzierten Mühlhäuser eine Meldung für die MHV-Oberliga abgegeben. Nach dem letzten Spieltag aber, der sie aufgrund der unerwarteten Niederlage Ronneburgs auf den zweiten Tabellenplatz vorspülte, zogen die Nordthüringer ihre Meldung zurück. Eigentlich schon genug Chaos meinen viele und waren davon ausgegangen, dass nun der Drittplatzierte sein Aufstiegsrecht wahrnehmen kann. Sonneberg kann und will aufsteigen und hat dies den entsprechenden Gremien mitgeteilt. So weit so gut.

Vereinsvorstände Alexander Ebert und Uwe Scheler

„Wir haben unsere Meldung, nach vorheriger telefonischer Absprache mit dem zuständigen Staffelleiter Thüringens, Ende April eingereicht. Das ist aus unserer Sicht und den Bestimmungen Thüringens ausreichend.“ Legt Uwe Scheler dar und sein Vorstandskollege Alexander Ebert ergänzt: „Ich hatte noch mit dem zuständigen Gremium telefoniert und uns wurde versichert, dass eine Meldung zum 28. April in Thüringen ausreichend sei.“ Warum also jetzt der Ärger? Die zuständige Kommission des Mitteldeutschen Handballverbandes (AG Spieltechnik) sah die Meldung des SHV als nicht fristgerecht an und erließ demzufolge einen Ablehnungsbescheid. Beim MHV hätte bis zum 15. April gemeldet werden müssen. Bereits am 13. April erfolgte aber das Telefonat von Ebert mit dem Thüringer Handballverband in dem bestätigt wurde, dass eine Meldung bis Ende April ausreiche. „Und genau das ist das Problem. Aus unserer Sicht ist für den SHV ganz klar der Thüringer Handballverband zuständig und an diesen erfolgte die Meldung für die Teilnahme an der MHV-Oberliga form- und fristgerecht.“ Die Spielzeugstädter jedenfalls fühlen sich leicht verschaukelt, zumal auf der Internetpräsenz des MHV bereits polemisch Stimmung gegen die Südthüringer gemacht wird. Abschließend erklären Ebert und Scheler gleichlautend noch einmal deutlich: „Wir sehen uns im Recht und wollen aufsteigen – zur Not auch mit Unterstützung der entsprechenden Sportgerichte!“

Doch welche Auswirkungen hat dieser Rechtsstreit nun? Durch die unklare Verfahrensweise der Handballverbände wissen einige Mannschaften nicht, wie und wo es in der nächsten Saison weitergeht. Denn je nachdem ob Sonneberg nun aufsteigt oder nicht, könnte es zum Beispiel auch Apolda noch treffen, die dann aus der MHV absteigen müssten. Planbarkeit sieht anders aus. Und bedenkt man, dass es sich um den Amateursportbereich handelt, bei dem so gut wie alles ehrenamtlich abläuft, möchte man über die Zukunft gar nicht wirklich nachdenken. Viel Arbeit kommt auf alle Beteiligten aber zweifelsohne zu. Sobald es auf Seiten des SHV Neuigkeiten gibt, werden diese den wartenden Fans selbstverständlich mitgeteilt.

Presse SHV

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