1. Männer: 34:24-Auftaktsieg im Pokal

Saisonauftakt gelungen

Handball, Thüringer Amateurpokal, 1. Runde, Bericht

SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim – Sonneberger HV 24:34 (9:17)

Sonneberg/Goldbach. Mit einem souveränen, nie gefährdeten und auch in der Höhe verdienten 34:24-Auswärtserfolg kehrten Sonnebergs Thüringenligamänner am vergangenen Samstagabend aus Goldbach/Hochheim zurück. Dabei ging es für die erste Männermannschaft des Sonneberger Handballvereins (SHV) im ersten Pflichtspiel allerdings noch nicht um Ligapunkte, sondern sie traten im Thüringer Amateurpokal an. Dieser wird unter den Thüringer Mannschaften der Thüringen- und MHV-Oberliga ausgetragen.

Mit diesem Sieg qualifizierten sich die Männer um Spielertrainer Manuel Müller, der erneut gut 50 Minuten auf der Platte stand, für die nächste Runde. Die wird dann Anfang Oktober ausgetragen. Ebenfalls in der zweiten Runde stehen folgende, weitere Teams: Saalfeld/Könitz, Ziegelheim, Hermsdorf, Apolda, Werratal und Suhl. Kleine Achtungszeichen setzen dabei der MHV-Absteiger aus Hermsdorf, der die an sich hoch gehandelte Eisenacher Bundesligareserve mit 28:20 bezwang. Ebenso beachtlich war der Heimerfolg der Werrataler gegen Ronneburg (34:26) und der wohl größte Kracher war der 30:26-Heimsieg der SG Suhl/Goldlauter gegen Mühlhausen. Doch wie das mit dem Pokal so ist, er hat seine eigenen Gesetze und er wird in Thüringen noch immer nicht von allen ernst genommen. Die Aussagekraft dieser Ergebnisse ist also durchaus kritisch zu sehen.

Für die Spielzeugstädter aber war es ein willkommener letzter Härtetest vor dem Punktspielstart am kommenden Wochenende. Erstmals nahm dabei auch Konstantin Zelenow mit auf der Bank Platz. Er durfte bzw. musste ab der 12. Minute dann die Geschicke auf der Trainerbank auch alleine in die Hand nehmen, denn Spielertrainer Müller ersetzte den verletzt ausgefallenen Andreas Schlücke. Weitere Wechselmöglichkeiten waren bei den Südthüringern aus verschiedensten Gründen diesmal nicht vorhanden. Und trotzdem regelten die verbliebenen sechs Feldspieler das Geschehen souverän und nach Belieben. Innerhalb kürzester Zeit kehrte bei den wenigen Goldbacher Fans bereits Ruhe ein, denn die Gäste führten schnell mit 8:2. In der Folgezeit wurde der Vorsprung auf 10:3 und später 17:8 ausgebaut. Vom Strafwurfpunkt traf Goldbachs Bester, Daniel Fekete zum 9:17-Halbzeitstand aus deren Sicht. Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild. Sonneberg dominierte und ließ sich auch nicht durch die aufkommende, unnötige Härte der Gastgeber aus dem Konzept bringen. Beim 24:14 war die Messe dann im Prinzip gelesen und die Gäste aus Südthüringen wollten die Partie nur noch heil überstehen. Fast hätte es Trainersohn Julian Rothämel dann aber doch noch geschafft, die Sonneberger personell zu dezimieren. Sein unmotivierter, direkter und falsch ausgeführter Freiwurf landete frei weg im Gesicht von Sonnebergs Krisztian Benak. Dieser konnte anschließend aber Gott sei Dank weiterspielen. Für Rothämel dagegen war die Partie nach einer direkten roten Karte beendet. Das war im Prinzip auch schon mehr oder weniger der einzige Aufreger in einer zweiten Hälfte, die die Spielzeugstädter gegen schwache Gastgeber locker herunterspielten.

Nach diesem anfänglichen Auswärtserfolg dürfte das Selbstvertrauen in den Sonneberger Reihen für die kommende Woche groß genug sein. Beachtlich war sicherlich auch das flüssige Angriffsspiel, welches Coach Müller im Nachgang lobte und so auch optimistisch auf den bevorstehenden Saisonauftakt blickt. Dieser steigt am nächsten Samstag um 17 Uhr mit dem Auswärtsspiel in Könitz/Saalfeld.

Presse SHV

Sonneberg: Liptak, Thomas; Boseckert (7), Müller, Schlücke, Weitz (10/4), Benak (8/1), Zimmermann (3), Rehm (6)

Strafwürfe: Goldbach/Hochheim: 9/9; Sonneberg: 5/9
Zeitstrafen: Goldbach/Hochheim: 6+1 RK; Sonneberg: 5
Disqual.: Rothämel (49. Min, grobes Foulspiel)
Zuschauer: 60

SHV intern

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