Handballer starten in Punktspielbetrieb

Handball, Thüringenliga Männer, 1. Spieltag, Vorbericht

HSG Saalfeld/Könitz – Sonneberger HV Sa. 17 Uhr

Sonneberg. Mit einem Auswärtsspiel starten die Thüringenligamänner des Sonneberger Handballvereins (SHV) in die neue Punktspielsaison 2017/2018. Die von Konstantin Zelenow und Manuel Müller trainierten Männer sind dabei das erste SHV-Team, welches in die neue Spielzeit startet. In der kommenden Woche folgen dann weitere. Spielertrainer Müller wird dabei zum Saisonauftakt aus privaten Gründen genauso fehlen, wie die beiden Neuzugänge. Die Leistung der Vorwoche stimmt die Verantwortlichen aber optimistisch, dass auch mit einem dezimierten Kader ein Auftakterfolg gelingen kann. Der Pokalsieg in Goldbach (34:24) jedenfalls sorgte noch einmal für eine extra Portion Selbstvertrauen.

Gegner wird die neuformierte HSG Saalfeld/Könitz sein, die aus der vormaligen SG Könitz/Saalfeld hervorging. Die Namensänderung hat vor allem eine Strukturänderung im Hintergrund als Anlass. Vor allem im Bereich der ersten Männermannschaft hat sich aber wenig verändert. Das Team ist nahezu unverändert zusammengeblieben und hat das Ziel, sich in Thüringens Handballoberhaus zu etablieren. Nach Jahren als sogenannte Fahrstuhlmannschaft, die immer wieder in die Thüringenliga auf- und von dort wieder abgestiegen ist, gelang es den Saalfeldern im vergangenen Jahr doch recht souverän den Klassenerhalt frühzeitig zu sichern. Mit 18:30-Punkten landete man am Ende auf dem 10. Tabellenrang und hatte dabei auch stets Kontakt in die höheren Tabellenregionen. Im Vergleich dazu hatten die beiden Letztplatzierten aus Weimar und Apolda lediglich 5:43 Punkte. Aufgrund des Aufstiegsverzichts unterklassiger Mannschaften und des freiwilligen Rückzugs Weimars aus der Thüringenliga, blieb Apoldas MHV-Reserve dennoch in der höchsten Spielklasse des Freistaats. Die HSG Saalfeld/Könitz konnte in der vergangenen Woche auch gleich gegen Apolda 2 im Pokal testen. Das Heimspiel gewann man am Ende locker mit 29:22. Durch den Verbleib Apoldas und den Nichtaufstieg Sonnebergs, Ronneburgs und Mühlhausens (wie berichtet) stoßen lediglich noch zwei weitere Mannschaften in der Thüringenliga dazu. Aus der Landesliga versucht Aufbau Altenburg erneut sein Glück und aus der MHV-Oberliga konnte mit dem SV Hermsdorf eines der Gründungsmitglieder dieser Liga nach mehr als 10 Jahren den Abstieg nicht verhindern. Wie die einstige Handballhochburg in Ostthüringen den Abstieg verkraftet hat, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Zu den Titelanwärtern zählen sie vor der Saison als Absteiger aber alle mal. Neben Hermsdorf wollen natürlich auch die Sonneberger ein Wörtchen bei der Meisterfrage mitreden. Doch die Konkurrenz ist in diesem Jahr wahrscheinlich noch größer. Zur Erinnerung: Im Abschlussklassement der zurückliegenden Spielzeit rangierten gleich drei Teams punktgleich auf den ersten drei Plätzen – neben Sonneberg noch Meister Ronneburg und Mühlhausen. Mit diesen beiden wird also genauso zu rechnen sein, wie mit den Werratalern, die sich unter Federführung von Hans-Joachim Ursinus erheblich verstärkt haben. Dieses „Favoriten-Quintett“ wird erweitert durch die unberechenbare Bundesligareserve der Eisenacher und einige Geheimtipps. Darunter könnte man zum Beispiel auch die Waffenstädter aus Suhl aufführen. Still und heimlich haben sie sich nach einigen Jahren der Flaute wieder stabilisiert, gezielt verstärkt und dürften in der bevorstehenden Spielzeit bei der Medaillenvergabe wieder echt konkurrenzfähig sein.

Alle Spieler, Verantwortliche und auch Handballfans erwartet also eine äußerst spannende Saison in Thüringens höchster Spielklasse und die Spielzeugstädter wollen dabei mittendrin agieren. Dafür hat man die Mannschaft, die komplett zusammengeblieben ist, noch einmal gezielt verstärkt. Beide Neuzugänge sind aus unterschiedlichen Gründen am ersten Spielwochenende aber wahrscheinlich noch nicht dabei. Da das anschließende Heimspiel vom 9. September gegen Goldbach/Hochheim auf nächstes Jahr verschoben wurde und der Heimauftakt so erst am 16. September gegen Ziegelheim erfolgt, dürften bis dahin alle Formalitäten geklärt sein und zum Heimspielauftakt auch die komplette neue Mannschaft auf dem SBBS-Parkett stehen. Vorab steht mit dem Startduell in Saalfeld aber erst einmal eine Aufgabe auf dem Programm, die leichter klingt als sie sein mag. In Saalfeld hat man sich, wie bereits beschrieben, in den letzten Jahren gesteigert und die Spielzeugstädter taten sich dort auch zumeist lange schwer. Es gilt also die volle Konzentration auf das erste Punktspiel zu legen und den Saisonstart ordentlich zu meistern.

Presse SHV