1. Männer: Dämpfer zum Auftakt

Es wird kein Selbstläufer

Handball, Thüringenliga Männer, 1. Spieltag, Bericht

HSG Saalfeld/Könitz – Sonneberger HV 32:30 (16:18)

Sonneberg/Saalfeld. Nach einer Lehrstunde in Sachen Leidenschaft und Einsatzbereitschaft fahren Sonnebergs Thüringenligahandballer mit leeren Händen aus Saalfeld vom ersten Punktspiel nach Hause. Die 30:32-Niederlage für die ambitionierte erste Männermannschaft des Sonneberger Handballvereins (SHV) dürfte somit als Warnung zur rechten Zeit gekommen sein. Der Wunsch nach dem Meistertitel und dem damit verbundenen Aufstieg ist zwar groß, doch muss dafür auch die Leistung des Teams stimmen. Ein Selbstläufer wird es keinesfalls, das sollte jetzt auch dem letzten klar sein. In Saalfeld jedenfalls war der Gegenwind so groß, dass die Spielzeugstädter am Ende einknickten.

Der Gastgeber trat mit neuem Namen und einigen neuen Gesichtern an. Das biedere  Auftreten gehört jedenfalls der Vergangenheit an. Vor allem spielerisch präsentierten sich die Hausherren wesentlich verbessert und hatten auch in punkto Leidenschaft ein deutliches Übergewicht.

Die ersten Minuten der neuen Saison begannen dabei ohne großes Abtasten. Nach nicht einmal elf Minuten stand es bereits 8:8. In der Folgezeit waren die Spielzeugstädter am Drücker und gingen gar mit vier Toren in Führung (14:10). Doch Ruhe kehrte bei den Südthüringern nicht ein. Bis zum Pausenpfiff kamen die Gastgeber wieder heran und beim Stande von 18:16 aus Sicht der Spielzeugstädter ging es zum Pausentee. Von dort zurück erhöhte Moritz Weitz gar auf 19:16, doch keine zehn Minuten später egalisierte Saalfeld wieder (21:21). Sonneberg blieb zwar am Drücker, legte immer wieder vor, konnte sich aber nicht mehr entscheidend absetzen.  Nach dem 26:24 folgte dann eine Schwächephase, die zur Unzeit kam. Saalfeld drehte die Partie, ging selbst mit 27:26 in Führung. Anschließend waren es die Gastgeber die stets vorlegten und die Sonneberger konnten kaum noch Schritt halten. Die Schlussphase ging dann eindeutig an die Hausherren, die sich dementsprechend auch zu Recht beide Punkte sicherten. Beim 29:29 in der 54. Minute egalisierten die Spielzeugstädter letztmals und brachten es in der Folgezeit im Angriff einfach nicht mehr fertig, erfolgreich abzuschließen. Das letzte eigene Tor fiel über drei Minuten vor Schluss. Da stand es 30:31 und es wäre noch genügend Zeit gewesen. Doch Saalfeld erhöhte den eigenen Vorsprung auf 32:30 und brach damit den letzten Willen der Gäste.

Vielleicht machten sich dabei die fehlenden Wechselalternativen bemerkbar, doch an der Kraft lag es nicht. Viel mehr fehlten die entscheidenden Impulse. Mit den privat verhinderten Manuel Müller und Mike Weißbrodt fehlten freilich zwei Stammkräfte, doch als Ausrede kann das nicht herhalten. Ergänzt wird das Team bekanntlich auch noch durch zwei Neuzugänge, die aber eben beim ersten Punktspiel noch nicht mit auf der Platte stehen konnten. Doch auch ohne diese vier hätte der Punktspielstart anders verlaufen müssen, wenn man sich derart große Ziele setzt. Ändern kann man dies nunmehr aber nicht mehr, also heißt es Mund abputzen und sich auf das erste Heimspiel ordentlich vorbereiten. Dieses steigt in zwei Wochen, am 16. September in der heimischen SBBS-Halle. Dort dürften sich die zahlreichen Handballfans der Spielzeugstadt dann auf ein anderes Gesicht der Mannschaft einstellen.

Presse SHV

Sonneberg: Liptak, Thomas; Boseckert (1), Bondar (10/2), Schlücke (2), Weitz (3), Benak (8), Oehrl, Zimmermann (1), Rehm (5)

Strafwürfe: Saalfeld: 1/5, Sonneberg: 2/2
Zeitstrafen: Saalfeld: 3, Sonneberg: 2
Zuschauer: 120

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