Mit Fanbus zum ersten Kracher

Handball, Thüringenliga Männer, 4. Spieltag, Vorbericht

HBV Jena – Sonneberger HV Sa. 19 Uhr (Busabfahrt: 15.30 Uhr)

Sonneberg. Am kommenden Samstagabend kommt es zum ersten richtigen Kracher für die erste Männermannschaft des Sonneberger Handballvereins (SHV) – sie werden in Jena erwartet. Die Universitätsstädter zählen zum engeren Favoritenkreis der Thüringenliga auf den Meistertitel und deshalb hat man sich im Lager der Südthüringer etwas Besonderes überlegt. Damit die Unterstützung von den Rängen möglichst groß ist, fährt seit langem mal wieder ein gemeinsamer Mannschafts- und Fanbus. Wer Lust und Zeit hat, ist also gerne eingeladen die Reise mit anzutreten. Los geht’s am Samstagnachmittag um 15.30 Uhr auf dem Lidl-Parkplatz in Sonneberg. Wer für einen kleinen Unkostenbeitrag von 5€ mitfahren möchte, meldet sich bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Auch wenn der Saisonstart für die Spielzeugstädter eher dürftig ausgefallen ist, ein richtiges Kracherspiel war noch gar nicht dabei. Ohne Saalfeld, Ziegelheim und Apolda zu nahe zu treten, um die Meisterschaft wollen diese Teams nicht mitspielen. Die Sonneberger schon – auch wenn man das bisher noch nicht erkennen konnte. Die jüngste Entwicklung zumindest stimmt positiv, denn die letzten beiden Pflichtspiele konnten gewonnen werden. Erst das Pokalspiel gegen Ziegelheim (35:32) und dann das letzte Heimspiel gegen Apolda II (33:20). Ebenso steht dem Trainerduo Manuel Müller und Konstantin Selenow der komplette Kader zur Verfügung, sodass beide aus dem Vollen schöpfen können. Und das wird in Anbetracht des Gegners auch vermutlich von Nöten sein. Mit Jena wartet eines der komplettesten Teams der Liga auf die Spielzeugstädter.

Die Saalestädter hatten sich vor nicht allzu langer Zeit das Ziel Bundesligahandball auf die Fahnen geschrieben. Ob ihres Zeitplans wurden sie damals zwar etwas belächelt. Doch mittlerweile muss man ganz klar quittieren, dass es strukturell stark vorwärts ging und sie einer der am besten organisierten Thüringenligisten sind. Einen großen Anteil daran hat sicherlich der ehemalige Eisenacher Bundesligaspieler Sergio Casanova, der im Umfeld stark aktiv ist. Aber auch Trainerfuchs Ralph Börmel weiß natürlich, was er tut. Und die Truppe, die man in Jena Stück für Stück zusammen gestellt hat, kann sich in der Thüringenliga durchaus sehen lassen. Handballkenner aus der Szene wissen mit den Namen Juraj Petko, Sebastian Triller, Hagen Rosen oder Florian Dejmek ohne Zweifel etwas anzufangen. Aber auch Stefan Langer, Kevin Elsässer oder Malte Hansemann gilt es nicht unerwähnt zu lassen. Und diese Liste könnte noch fortgeführt werden. Soll heißen, personell ist man in Jena bestens bestückt. An der Ausgeglichenheit und vielleicht auch an der mannschaftlichen Geschlossenheit fehlte es in den zurückliegenden Jahren noch etwas. Doch auch daran wurde hart gearbeitet, was die bisherigen Saisonergebnisse eindrucksvoll untermauern. Denn Jena musste schon zu mehreren Krachern antreten und verlor dabei bisher kein einziges Spiel. Lediglich zwei Unentschieden stehen den weiteren drei Siegen gegenüber. Das man dabei aber sowohl in Ronneburg (29:29) als auch in Mühlhausen (30:30) jeweils einen Punkt holte, ist schon aller Ehren wert. Außerdem deklassierte man in eigener Halle einen weiteren Meisterschaftsanwärter - Werratal wurde mit 41:26 aus der Halle geschossen. Die weiteren beiden Siege gegen Saalfeld (40:20) und in Goldbach (30:23) gehören der Ordnung halber noch zur Aufzählung dazu.

Die Spielzeugstädter erwartet also der bisher schwerste Tanz der Saison, der zugleich auch ein Fingerzeig auf den weiteren Saisonverlauf sein wird. Da die Südthüringer bereits zwei Partien verloren haben, kann man sich weitere Ausrutscher kaum mehr erlauben. Eine Niederlage in Jena wäre zwar keineswegs ein Ausrutscher, aber sie würde den Rückstand auf die Spitze dennoch erhöhen. Und mit neun Punkten Rückstand dürfte das Wort Meisterschaft nur noch als Wunschtraum über die Lippen gehen. Deshalb gilt es am Samstag alles zu geben und den hoffentlich zahlreich mitreisenden Fans einen aufopferungsvollen Kampf zu bieten, der am Ende im Idealfall sogar noch mit zwei Punkten belohnt wird.

Presse SHV