1. Männer: Spitzenspiel gegen Tabellenführer Eisenach

Handballer empfangen furiose Eisenacher

Handball, Thüringenliga Männer, 7. Spieltag, Vorbericht

Sonneberger HV – ThSV Eisenach II Sa. 19 Uhr (SBBS-Halle)

Sonneberg. Sonnebergs Spielertrainer Manuel Müller wünschte sich nach dem letzten Auswärtserfolg in Altenburg (28:23) vor allem, dass man sich in dieser Woche voll und ganz auf den nächsten Gegner konzentrieren würde. Insgeheim wird er sich aber sicherlich noch so einiges mehr für das nächste Heimspiel erhoffen. Angefangen von einer vollen Halle. Wenn der bis dato ungeschlagene Tabellenführer in der Spielzeugstadt residiert, kann man bestimmt mit deutlich mehr Zuschauern rechnen, als in den vergangenen Heimspielen.

Denn eine weitere Hoffnung wird sein, dass die Siegesserie von vier Erfolgen am Stück weiter ausgebaut werden kann. Auch das dürfte noch den einen oder anderen Fan mehr in die Steinbacher Dreifelderhalle locken. Das Wetter zumindest scheint für beste Handballstimmung zu garantieren, denn im Garten will aktuell keiner mehr etwas machen! Ganz am Rande dürfte für das Trainergespann bestehend aus Spielertrainer Müller und Co-Trainer Konstantin Selenow auch noch wichtig sein, dass alle verbleibenden Spieler fit bleiben. Thorsten Zimmermann wird die Partie auf alle Fälle von der Bank aus verfolgen. Mit seinem Bänderriss im Knöchel fällt er noch mindestens eine Woche aus. Doch die Mannschaft hat in den zurückliegenden Spielen bewiesen, dass sie zusammen gewachsen ist. Dass es mehrere Spieler gibt, die Verantwortung übernehmen können. Ein Marius Bondar allein wird gegen Eisenach am Samstagabend jedenfalls nicht reichen, zumal sich seine Qualitäten nicht erst seit dem letzten 17-Tore-Spektakel herumgesprochen haben dürften. Doch neben ihm und den anderen beiden Neuzugängen haben auch die arrivierten Kräfte in die Saison gefunden. So dürfte ein Moritz Weitz im Angriff ein genauso wichtiger Faktor werden, wie ein Andreas Schlücke in der Abwehr. Doch was sich bei den letzten vier Siegen immer wieder bewahrheitete und auch deutlich wurde: Vor allem als Mannschaft müssen die Spielzeugstädter funktionieren, dann können sie sicher jeden Gegner in  dieser Thüringenliga schlagen. Und die höchste Liga des Freistaats hat am kommenden Samstag ab 19 Uhr keinen geringeren Gegner parat, als den aktuellen und ungeschlagenen Tabellenführer aus Eisenach – die Bundesligareserve des ThSV.

Einst als Wundertüte der Liga und teilweise Kanonenfutter verschrien, haben sich die Westthüringer in den letzten Jahren zu einer festen Größe gemausert, die in dieser Spielzeit ernsthafte Ambitionen auf den Meistertitel hegen darf. Nicht zu Unrecht stehen sie aktuell auf dem Spitzenplatz, haben nach acht Spielen erst einen Minuspunkt und dabei schon einige weitere Spitzenmannschaften geschlagen. Aus dem Jäger ist der Gejagte geworden. Doch wer in Hermsdorf remis gespielt (24:24) und ansonsten Ronneburg (41:39) und Mühlhausen (29:28) zu Hause schlägt und im Werratal gar einen 33:24-Auswärtssieg feiert, der ist zwangsläufig einer der heißesten Titelanwärter.

Das Team, das einst vom aktuellen Eisenacher Bundesligatrainer Christopher Jauernik trainiert wurde, steht mittlerweile unter der Verantwortung der Kühr-Brüder, die nicht weniger Erfahrung haben. Arne Kühr ist zum Beispiel aktuell „nebenbei“ Co-Trainer der slowenischen Nationalmannschaft. Doch nicht nur auf der Bank, auch auf dem Feld hat neben der Jugend auch die Routine ihren Platz gefunden. Und so hat man in Eisenach scheinbar eine perfekte Mischung gefunden, die von den bundesligaerfahrenen Routiniers Benjamin Trautvetter und Philipp Emmelmann angeführt wird.

Für die Spielzeugstädter ist dies nach dem Spiel in Jena die bisher größte Herausforderung und so wird es darauf ankommen, alles in die Waagschale zu werfen und auf den Punkt topfit zu sein. Möglich ist vieles, doch dazu muss auch möglichst vieles zusammen passen. Los geht’s wie gewohnt um 19 Uhr in der Steinbacher Dreifelderhalle der SBBS.

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