1. Männer: Nächste schwere Aufgabe wartet auswärts

Nächster Kracher: MHV-Absteiger wartet

Handball, Thüringenliga Männer, 8. Spieltag, Vorbericht

SV Hermsdorf – Sonneberger HV Sa. 19.30 Uhr

Sonneberg. Die Thüringenligamänner des Sonneberger Handballvereins (SHV) befinden sich derzeit regelrecht im Spitzenspiel-Stress – und dabei haben die Wochen der Wahrheit erst begonnen. Am zurückliegenden Wochenende jedenfalls erfolgte der Start und dieser fiel äußerst positiv aus. Mit dem 35:30-Heimerfolg gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer aus Eisenach konnte man einen beeindruckenden Erfolg feiern. Zugleich war es der Fünfte in Serie, sodass das eigene Selbstvertrauen für die anstehenden Wochen groß genug sein sollte. Nach der Partie in Hermsdorf am kommenden Samstagabend empfängt man eine Woche später Ronneburg in eigener Halle, ehe es noch vor Weihnachten ins Werratal geht. Das neue Jahr beginnt dann gleich mit dem Kracher gegen Mühlhausen und spätestens dann dürfte sich die Spreu vom Weizen hinsichtlich der Meisterschaftsentscheidung getrennt haben. Für die Spielzeugstädter steht in den kommenden Wochen also einiges auf dem Spiel. Nach dem Duell mit den Westthüringern aus der Wartburgstadt, geht es am Samstag nach Ostthüringen zu den Kreuzrittern – dem MHV-Absteiger aus Hermsdorf.

Die Holzländer gehörten vor zehn Jahren zu den Gründungsmitgliedern der Mitteldeutschen Oberliga (MHV) und waren seither auch immer dort vertreten. In der MHV spielen die besten Mannschaften aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt und bilden somit einen Zwischenschritt zwischen den höchsten Ligen der jeweiligen Bundesländer und der zwischenzeitlich eingeführten 3. Bundesliga. Der Sprung beispielweise aus der Thüringenliga in die 3. Bundesliga wäre ansonsten viel zu groß. Wie das früher schon zu Regionalligazeiten schon war. Dort aber hielten sich die Hermsdorfer auch länger auf und können damit auf eine langjährige, höherklassige Handballtradition zurückblicken. In der zurückliegenden Saison gipfelten Fehlentscheidungen, aber auch wirtschaftliche Zwänge allerdings im Abstieg aus der MHV-Oberliga. Für das stolze Holzländer-Herz sicherlich eine sehr schmerzhafte Erfahrung, die sich allerdings bereits im Saisonverlauf andeutete. Mit Trainerwechseln wollte man zwar noch entgegenwirken, doch das Fehlen wichtiger Spieler, auch aufgrund von Verletzungsproblemen, war nicht zu kompensieren. Mittlerweile haben sich die Wogen wieder geglättet. Mit Pierre Liebelt fand man einen Trainer, der zwar noch relativ jung für das Fach ist, aber über langjährige Handballerfahrung, vor allem auch in Hermsdorf verfügt. Der ehemalige Torhüter hat den Abstieg mit seiner Mannschaft verdaut, fiel nicht in das befürchtete „Abstiegsloch“ und ist mit 11:5 Punkten durchaus im Soll. Unterstützt wird der Coach auf dem Parkett unter anderem durch die Routiniers Petr Nedved und Stefan Riedel, die auch schon vor zehn Jahren in Sonneberg aufgelaufen sind.

Der direkte Wiederaufstieg ist zwar nicht das ultimative Ziel, einen Meistertitel mit dem verbundenen Aufstieg würde man im Holzland aber sicherlich auch nicht verwehren. Und so treffen am Samstagabend ab 19.30 Uhr in der altehrwürdigen Werner-Seelenbinder-Sporthalle in Hermsdorf zwei ambitionierte Teams aufeinander, die in der Vergangenheit bereits bewiesen haben, dass sie hochklassigen Handball spielen können. Und darauf dürfen sich die Fans beider Lager sicherlich auch am Wochenende freuen.

Presse SHV

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