1. Männer: Es geht Schlag auf Schlag - Ronneburg kommt!

Spitzenspiel folgt auf Spitzenspiel

Handball, Thüringenliga Männer, 9. Spieltag, Vorbericht

Sonneberger HV – HSV Ronneburg Sa. 19 Uhr (SBBS-Halle)

Sonneberg. Für die erste Männermannschaft des Sonneberger Handballvereins (SHV) geht es derzeit Schlag auf Schlag. Ein Duell gegen eine Spitzenmannschaft der Thüringenliga jagt das nächste. Waren es zuletzt die Partien gegen Eisenach und in Hermsdorf, steht am kommenden Samstagabend das Spiel gegen den HSV Ronneburg auf dem Programm. Die Ostthüringer zählen seit Jahren zu den besten Teams der höchsten Liga des Freistaats und spielten auch bereits höherklassig.

Apropos höherklassig: Das ist ja das erklärte Ziel der Spielzeugstädter. Mittelfristig will man bekanntlich in die Mitteldeutsche Oberliga aufsteigen und sich dort natürlich auch festigen. Der eigene Saisonstart passte dabei allerdings keineswegs zu diesem Plan. Die Niederlagen in Saalfeld und zu Hause gegen Ziegelheim sorgten erst einmal für große Ernüchterung und regten zum Nachdenken an. Mittlerweile aber hat sich die Mannschaft vom Trainergespann Konstantin Selenow und Manuel Müller gefangen und brillierte bereits phasenweise. Ein Indiz für die gesteigerte Leistung ist sicherlich auch, dass Spielertrainer Müller seit Längerem nicht mehr selbst auf dem Parkett stand. Er überlässt das Feld den jungen Wilden – oder zumindest den Jüngeren. Obwohl er auch mit seinen mittlerweile 40 Lenzen immer noch mindestens hohes Thüringenliganiveau besitzt. Dennoch macht es Sinn, dass sich die Mannschaft ohne ihn besser einspielt und so hält er sich auch in brenzligen Situationen nunmehr zurück. Andererseits hat er vor allem mit Marius Bondar auf dem Feld einen routinierten und international erfahrenen Kopf. Jener Bondar, der bereits zur letzten Saison nach Sonneberg kam, schickt sich an, unangefochtener Torschützenkönig zu werden. Doch nicht nur seine Tore zeichnen ihn aus. Generell hat er eine sehr große Spielübersicht, was man jedoch auch bereits vom jungen Krisztian Benak behaupten kann, der ebenfalls immer besser in seine Regisseurrolle hineinwächst. Neben diesen beiden, die bereits im letzten Jahr in der Spielzeugstadt ankamen, sind nunmehr auch die beiden aktuellen Neuzugänge vollends angekommen. Nicht nur bezüglich der deutschen Sprache, die sie bereits sehr gut sprechen, auch die Leistungen auf dem Parkett sind ein eindeutiger Beleg dafür. Marius Constantin Ignat und George Alexandru Cadar sind wahre Verstärkungen, das haben sie nach einem mittlerweile gespielten Drittel der Saison bereits bewiesen. Beide kamen über die Kontakte von Bondar nach Südthüringen, beide spielten in Rumänien erste Liga und beide zeigen immer deutlicher, dass sie sowohl in der Abwehr als auch im Angriff eine Bank sind. Cadar glänzte jüngst mit etlichen Toren und Torvorlagen aus dem Rückraum und Ignat ist neben Tom Rehm ein Wühler am Kreis, den die gegnerische Deckung so gut wie nicht in den Griff bekommt.

Beide sind demnach als Ergänzung nahezu perfekt. Die Spielerdichte wurde mit ihnen sowohl für die Außen- als auch vor allem für die Rückraumpositionen erhöht und macht dabei das Angriffsspiel viel variabler. Leidtragender dessen war jüngst der MHV-Absteiger aus Hermsdorf. Der 29:18-Auswärtssieg im Holzland ist schon eine kräftige Duftmarke, die die Spielzeugstädter da gesetzt haben. Schließt man rückblickend noch den 35:30-Heimerfolg gegen Eisenach und den 23:22-Auswärtssieg gegen Jena in die Betrachtung mit ein, klingt die bisherige Bilanz gegen die Spitzenteams der Thüringenliga durchaus positiv und auch vielversprechend für den kommenden Samstag. Auf Seiten der Sonneberger jedenfalls hofft darauf, den eingeschlagenen und auch erfolgreichen Weg fortsetzen zu können. Coach Müller ergänzt: „Erinnern wir uns an die zurückliegende Saison, haben wir auch noch etwas gut zu machen gegen Ronneburg.“ Zur Erinnerung: In der Rückrunde verlor man das entscheidende Heimspiel gegen Ronneburg und musste unter anderem deshalb den Meistertitel den Ostthüringern überlassen.

Für die sieht es derzeit nicht ganz so rosig aus. Bereits sieben Minuspunkte zieren das Konto des Teams von Trainer Stefan Koska, wodurch es mit der Titelverteidigung wohl schwer werden dürfte. Andererseits resultieren die Verlustpunkte auch allesamt aus Spitzenspielen. Zu Hause gegen Jena trennte man sich zu Saisonbeginn 29:29, in Eisenach verlor man 39:41, anschließend setzte es eine seltene Heimpleite (26:28 gegen Hermsdorf) und später verlor man auch noch im Werratal (24:27). Einen Bigpoint dagegen landeten die Ronneburger im Heimspiel gegen Mühlhausen, als sie mit 30:29 gewannen.

Doch eigentlich ist es auch egal, wie die Spiele der Vergangenheit waren. Ronneburg ist und bleibt eine Spitzenmannschaft, die stets für leidenschaftlichen Handball stand und allein deshalb für einen fulminanten Handballabend garantiert. Los geht’s wie gewohnt um 19 Uhr in der Steinbacher Dreifelderhalle und die Sonneberger Verantwortlichen freuen sich auf eine volle Halle, damit es auch auf den Rängen zu seinem wahren Spitzenspiel wird.

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