1. Männer: Letztes Punktspiel, erstes Derby 2017

Auf geht’s in die Werratal-Wochen

Handball, Thüringenliga Männer, 10. Spieltag, Vorbericht

HSG Werratal – Sonneberger HV So., 16 Uhr

Sonneberg. An den kommenden beiden Wochenenden muss die erste Männermannschaft des Sonneberger Handballvereins (SHV) ins Werratal reisen. Erst steht am nahenden Sonntag das Punktspiel an, ehe es eine Woche später zum Final Four des Thüringer Amateurpokals erneut nach Breitungen geht. Dann allerdings ist ein Aufeinandertreffen der beiden südthüringischen Vertreter noch nicht gewiss, denn nur wenn beide ihre Halbfinalspiele gewinnen, würden sie sich im Finale duellieren. Dazu bedarf es eines Sonneberger Sieges gegen Suhl und eines Werrataler Sieges gegen Hermsdorf. Doch das ist noch Zukunftsmusik, dass wahrscheinlich wichtigere Duell steht bereits am kommenden Sonntag auf dem Programm. Zur ungewohnten Anwurfzeit um 16 Uhr treffen dabei zwei Südthüringer Vereine im Derby aufeinander, die viele Gemeinsamkeiten haben.

Nicht nur, dass man in der Tabelle direkt nebeneinanderliegt, auch sonst gleicht sich einiges. Werratal ist derzeit Vierter mit 16:6 Punkten und Sonneberg Fünfter mit 14:4 Punkten. Die Gastgeber vom Sonntag haben bereits zwei Spiele mehr absolviert und dabei auch schon eins mehr verloren. Die Niederlagen setzte es in Jena (26:41), zu Hause gegen Eisenach (24:33) und in Mühlhausen (23:27). Der Weg an die Tabellenspitze ist für die Breitunger also mittlerweile noch weiter, als für die Spielzeugstädter. Doch das ist zumindest auch deren erklärtes Ziel. Mit der Unterstützung von Hans-Joachim Ursinus als Sportlicher Leiter will man kontinuierlich den Weg in die Mitteldeutsche Oberliga finden. Dazu hat man sich einige neue Spieler aus dem Ausland geholt, um die eigenen Versäumnisse in der Jugendarbeit in den zurückliegenden Jahren zu kaschieren. In der Spielzeugstadt sieht das im Prinzip genauso aus. Erst mit Ursinus, dann wieder ohne, holte man einige Spieler aus Ungarn und Rumänien nach Sonneberg, da aus dem eigenen Nachwuchs keine Spieler nachrücken können, weil es diesen schlichtweg nicht gab. Dies ist wahrscheinlich auch eine der wesentlichen (negativen) Gemeinsamkeiten. Sportlich erfolgreich ist man beiderseits damit aktuell ohne Frage, doch nachhaltig ist das nicht. Und so hat man in beiden Vereinen erkannt, dass es ohne vernünftige Nachwuchsarbeit nicht geht und baut diese jetzt Stück für Stück wieder auf. Es ist ein langer Weg, den beide Vereine zwar nicht gemeinsam, aber doch im gleichen Sinne gehen werden müssen.

Und damit soll es an Gemeinsamkeiten auch genug sein, denn aus Sonneberger Sicht sollte es am Sonntag nicht allzu viele davon geben. Ein Doppelpunktgewinn wird angepeilt, auch wenn dies in den stets heiß umkämpften Südthüringenderbys natürlich immer doppelt schwer ist. Die Spielzeugstädter jedenfalls fühlen sich gerüstet, konnten das spielfreie Wochenende zum Verschnaufen und Regenerieren nutzen und fahren voller Tatendrang ins Werratal. Mit dabei ist auch der wieder genesene Thorsten Zimmermann, der im jüngsten Spiel gegen Ronneburg nach einem Sturz aufs Gesicht nicht mehr mitwirken konnte. Der Punktspielabschluss im Jahr 2017 soll also positiv ausfallen, ehe dann im Pokal die Krönung folgen könnte. Ein Sieg am Sonntag wäre der achte Erfolg in Serie und man hätte zugleich auch die rechnerische Möglichkeit, erstmals in dieser Saison die Tabellenführung zu übernehmen - Sollte Jena beim Duell in Eisenach verlieren und Sonneberg eben gewinnen. Auch wenn das nur eine Randnotiz ist, ein ordentlicher Jahresabschluss wäre es allemal.

Presse SHV

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