1. Männer: 28:23-Erfolg im Südthüringenderby

Demonstration der Stärke im Derby

Handball, Thüringenliga Männer, 10. Spieltag, Bericht

HSG Werratal – Sonneberger HV 23:28 (13:10)

Sonneberg/Breitungen. Trotz Schneegestöber und widriger Bedingungen fanden knapp 30 Sonneberger Schlachtenbummler den Weg nach Breitungen, um die eigene Mannschaft im Südthüringenderby gegen die HSG Werratal zu unterstützen. Unabhängig vom Wetter, welches im Verlauf des Nachmittags immer schlechter wurde, bereute aber keiner der Mitreisenden diese Fahrt. Es war ein Spitzenspiel. Eine Handballschlacht,  wie es sich jeder Fan nur vorstellen mag und zu guter Letzt siegten auch die eigenen Farben aus Sicht der Spielzeugstädter. Eine rundum gelungene Veranstaltung. Doch der Weg zum 28:23-Auswärtssieg und damit dem achten Erfolg in Serie war ein steiniger und beschwerlicher. Doch die Sonneberger demonstrierten an diesem Sonntagnachmittag Stärke, ließen sich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen und gewannen am Ende zweifellos verdient. Beim Halbzeitstand von 13:10 aus Sicht der Gastgeber, war daran allerdings noch nicht zu denken.

Die Punktspielpause letzte Woche tat den Mannen um Spielertrainer Manuel Müller und Coach Konstantin Selenow sichtlich nicht gut. In der ersten Hälfte leistete man sich ungewohnt viele Fehler und brauchte im Prinzip den kompletten ersten Durchgang, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Erschwerend kam hinzu, dass die Werrataler Abwehr ihre Sache ebenfalls sehr ernst nahm und rigoros zu Werke ging. Leidtragende davon waren unter anderem George Cadar, der sich bereits nach wenigen Minuten mit einer Rippenprellung über das Parkett schleppte und Marius Bondar, bei dem es möglicherweise gar einen Fingerbruch zur Folge hatte. Doch beide bissen auf die Zähne und symbolisierten damit die Willensstärke der Spielzeugstädter an diesem Abend. Dennoch verlor man nach der eigenen 7:5-Führung etwas den Faden und geriet ins Hintertreffen. Der 10:13-Rückstand zum Seitenwechsel war da dann doch ein ungewohntes Bild. In den zurückliegenden Spitzenspielen waren die Sonneberger stets von Beginn an dominant. Dieses Mal aber brauchte man gut 35 Minuten.

Vom Pausentee zurück legten die Sonneberger, angeführt vom starken Krisztian Benak, los. Er selbst steuerte in dieser Phase vier Treffer zur eigenen 18:14-Führung bei. Den Anfang aber machte Moritz Weitz, ehe Philipp Oehrl gar in Unterzahl traf und damit die stärkste Sonneberger Phase einläutete. Von diesem kleinen, aber feinen und im Endeffekt entscheidenden Rückstand erholten sich die Hausherren nicht mehr. Vor allem auch deshalb, weil die Spielzeugstädter äußerst souverän auftraten. Die rote Karte gegen Tom Rehm nach der dritten Zeitstrafe nach bereits 37 Minuten verkrafteten sie dabei genauso, wie die Disqualifikation für Thorsten Zimmermann. Er wurde von den beiden Unparteiischen nach einem Gesichtstreffer gegen seinen Gegner mit einer sogenannten blauen Karte vom Feld geschickt. Dies bedeutete nicht nur sein Ausscheiden für diese Partie, es folgen auch mindestens zwei Spiele Sperre. Die Gemüter jedenfalls waren spätestens ab da überhitzt und die Meinungen gingen natürlich weit auseinander (45. Spielminute). Doch es war nicht die einzige unglückliche Entscheidung der beiden Schiedsrichter aus Sachsen. Die ebenso keinesfalls zimperlich zu Werke gehenden Werrataler mussten zum Beispiel nur insgesamt sieben Zeitstrafen verkraften (drei davon wegen Meckerns). Die Spielzeugstädter erhielten dagegen zwölf progressive Bestrafungen.

Doch nachdem im ersten Durchgang die Säge im Angriff noch etwas klemmte, lief der Sonneberger Motor im zweiten Durchgang auf Hochtouren. Insgesamt 18 Tore im zweiten Spielabschnitt sind dafür der beste Beleg. Und so verkraftete man eben auch Rückschläge und konnte sich zudem auf eine stabile Abwehrleistung samt sicher haltendem Nils Thomas dahinter im Kasten verlassen. Nach 53 Minuten erhöhten die Gäste erstmals auf fünf Tore (23:18) und bogen spätestens damit in den Siegerhafen ein. In den letzten Minuten brannte jedenfalls nichts mehr an so konnte der Punktspielabschluss in 2017 mit einem souveränen Derbysieg gefeiert werden. In der kommenden Woche geht es an gleicher Wirkungsstätte noch einmal rund, dann um den Thüringer Amateurpokal. (Bericht folgt)

Presse SHV

Sonneberg: Liptak, Thomas; Boseckert (1), Müller, Bondar (8/5), Schlücke, Weitz (2), Benak (7), Cadar (2), Oehrl (3), Zimmermann, Ignat (5), Rehm

Strafwürfe: Werratal: 2/3; Sonneberg: 5/5
Zeitstrafen: Werratal: 7+1RK; Sonneberg: 10+2RK
Disqual.: Rehm (Sbg., 37. Min, 3x2min), Zimmermann (Sbg., 46. Min., Tätlichkeit), Vukasinovic (Werr., 58. Min., 3x2min)

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