1. Männer: Vorbericht zum Final Four

Handballer erstmals beim Final Four

Handball, Thüringer Amateurpokal, Final Four

Sonneberg. Erstmals wird in der noch jungen Geschichte des Thüringer Amateurpokals der Titel in einem Final Four Turnier ausgespielt. Dem Modus nach finden dabei die beiden Halbfinalspiele hintereinander statt und die jeweiligen Sieger duellieren sich dann um den Titel. Wurde das Turnier im früheren Pokalwettbewerb noch auf zwei Tage ausgedehnt, sodass die Halbfinals am Samstag und das Pokalendspiel dann am Sonntag stattfand, lässt es der Thüringer Handballverband diesmal krachen. Alle drei Spiele sind für den Samstag angesetzt – hintereinanderweg. So treffen um 16 die HSG Werratal und der SV Hermsdorf aufeinander. Anschließend kommt es um 18 Uhr zum Südthüringenderby zwischen der SG Suhl/Goldlauter und dem Sonneberger Handballverein (SHV). Die beiden jeweiligen Sieger bestreiten dann um 20 Uhr das Finale. Ein straffes Programm, welches man sich von Seiten des Verbandes da ausgedacht hat. Für die Spielzeugstädter heißt es zudem die Auswärtsfahrt der letzten Woche zu wiederholen, denn es geht erneut nach Breitungen. Im dortigen Sportzentrum finden alle drei Partien statt.

Dabei könnte man auf Seiten des SHV eine ordentliche Hinrunde mit einem Pokalerfolg krönen, wobei der Fokus ganz klar auf den Punktspielen liegt. Spielertrainer Manuel Müller erklärt deshalb eher zurückhaltend: „Freilich fahren wir auch dorthin, um zu gewinnen. Aber wir werden kein weiteres Risiko eingehen.“ Er selbst muss wahrscheinlich auch die Handballschuhe wieder etwas fester schnüren. Konnte er sich in dieser Saison bisher nahezu gänzlich aus dem reinen Spielgeschehen heraushalten, wird ein Einsatz nicht zu vermeiden sein. Mit Marius Bondar fällt der Haupttorschütze der aktuellen Saison definitiv aus. Er zog sich beim letztwöchigen Duell im Werratal eine Fraktur des Mittelfingers zu und fällt vier bis sechs Wochen aus. Ebenso steht hinter dem Einsatz von George Cadar aufgrund seiner Rippenprellung auch noch ein dickes Fragezeichen. In Anbetracht der ambitionierten Sonneberger Pläne im Ligaspielbetrieb versteht man natürlich auch die Zurückhaltung bei Müller. Im gemeinsamen Gespräch mit Bondar legte der Rumäne noch kämpferisch nach, dass er so schnell wie möglich auf die Platte zurückkehren will, denn „wir wollen Meister werden.“ Eine klare Ansage des Mannes, der mittlerweile anderthalb Jahre in Sonneberg wohnt, heimisch geworden ist, eine Familie gegründet und einen ambitionierten Job gefunden hat. „Ich fühle mich hier sehr wohl. Meiner Frau und meinem Sohn, der jetzt ein halbes Jahr alt wird, geht es sehr gut. Ich habe über den Handball Freunde gefunden und bin einfach nur glücklich“, fügt er mit einem Lächeln trotz eingegipster Hand hinzu. Er wird am Samstag aber definitiv zum Zuschauen verdammt sein.

Für Müller und seine verbliebenen Schützlinge geht es neben dem Pokalerfolg dennoch auch in gewisser Weise ums Prestige. Acht Punktspielerfolge in Serie sprechen dabei eine deutliche Sprache. Das Selbstvertrauen jedenfalls ist groß genug. Außerdem will man sich in einem Turnier mit drei Südthüringer Vertretern auch nicht die Blöße geben – unabhängig von aktueller Zurückhaltung. So können sich die Handballfans sicherlich auf einen kurzweiligen Handballnachmittag und -abend einstellen, der zugleich die Weihnachtspause einläutet.

Presse SHV

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