1. Männer: Aus im Halbfinale des Final Four

Pokal-Aus im Halbfinale gegen späteren Sieger

Handball, Thüringer Amateurpokal, 3. Runde, Bericht

SG Suhl/Goldlauter – Sonneberger HV 23:22 (14:9)

Sonneberg/Breitungen. Das erste Final Four um den Thüringer Amateurpokal fand am zurückliegenden Samstag im Werratal statt. Beim bestens organisierten Turnier dabei waren neben den Gastgebern auch der SV Hermsdorf, die SG Suhl/Goldlauter und der Sonneberger Handballverein (SHV). Im ersten Halbfinalspiel um 16 Uhr trafen die Gastgeber auf Hermsdorf. Nach einer nervenaufreibenden Partie und Verlängerung siegten am Ende die Gäste aus dem Holzland mit 23:20 und zogen damit ins Pokalendspiel ein.

Das anschließende zweite Halbfinale zwischen Suhl und Sonneberg gewannen die Waffenstädter hauchdünn mit 23:22 und waren damit der Finalgegner der Hermsdorfer. Diese beiden Spiele wurden im Modus 2x20 Minuten ausgetragen. Das Finale dann im Anschluss um 20 Uhr ging über die normale Distanz von 2x30 Spielminuten. Dabei setzten sich am Ende die Waffenstädter mit 30:27 gegen Hermsdorf durch und feierten damit den ersten Pokalerfolg der Vereinsgeschichte im noch jungen Amateurpokalwettbewerb. Damit qualifizierten sie sich für die folgenden Runden und haben jetzt die Möglichkeit bis zum Endspiel um den Amateurpokal Deutschlands in Hamburg zu kommen. Dazu bedarf es jedoch noch dreier Siege gegen mindestens gleichwertige oder höherklassige Gegner aus Mittel- und später Gesamtdeutschland. Und ob die allerdings gelingen können, wenn man keine vermeintlichen Heimschiedsrichter hat, darf bezweifelt werden. Dennoch wünscht man aus dem südlichsten Thüringen natürlich alles Gute, denn ein Auftritt vor dem eigentlichen Final Four Endspiel um den DHB-Pokal in der Hansestadt wäre mit Sicherheit ein Highlight für die Ewigkeit.

„Ich werde mich nicht über die Schiedsrichterentscheidungen äußern. Wir hatten selbst nicht unseren besten Tag und haben deshalb vielleicht auch zu Recht verloren“, bemühte sich Sonnebergs Spielertrainer Manuel Müller um eine sachliche Einschätzung. Sein Kollege auf der Bank, Konstantin Selenow, schob noch hinterher, dass es „wahrscheinlich zur richtigen Zeit ein Dämpfer war, denn bisher lief es einfach zu glatt. Und da die Mannschaft andere Ziele für die Punktspielsaison hat, wird man dem Ausscheiden im Pokal nicht allzu lange hinterher trauern.“ Und auch wenn sich die beiden zurückhaltend äußerten, selbst aus dem Lager der Werrataler und Hermsdorfer hörte man Stimmen, die das zweite Halbfinalspiel als verpfiffen betrachteten. Doch das hilft den Spielzeugstädtern nicht mehr weiter. Außerdem ging man dezimiert ins Pokalrennen. Neben dem Verletzten Marius Bondar (Fingerbruch), konnte auch George Cadar nach seiner Rippenprellung keine Hilfe sein. Dazu kam die Sperre nach einer blauen Karte gegen Thorsten Zimmermann. Die Alternativen waren also äußerst überschaubar. Zu allem Übel verletzte sich auch noch Torhüter Mate Liptak, der umknickte. Seine Bänderdehnung sollte aber zumindest über die Weihnachtsfeiertage abklingen – so zumindest hofft man im Lager der Sonneberger, denn bereits am 6. Januar 2018 kommt es bekanntlich im Ligaalltag zum nächsten Kracher gegen Mühlhausen.

Doch zurück zum Halbfinale des Amateurpokals. Die Sonneberger verschliefen die erste Hälfte, agierten phasenweise zu nachlässig und lagen nach 20 gespielten Minuten mit 9:14 zurück. Bei der verkürzten Spielzeit war das schon ein immenses Polster der stark auftretenden Suhler. Nach dem Seitenwechsel ließen diese auch nicht locker und erhöhten gar auf 21:14. Da waren keine acht Minuten mehr zu spielen. Die Partie schien entschieden. Doch dann packte auch die Spielzeugstädter endlich der Ehrgeiz. Sie kämpften sich in die Partie zurück, verkürzten Tor um Tor und waren beim 18:21 wieder in Schlagdistanz, um anschließend beim 22:22 gar auszugleichen. Da waren noch 20 Sekunden zu spielen. Den in der Folgezeit zugesprochenen Strafwurf, der die Gemüter so erhitzte, versenkte Suhls Michael Frank  zum 23:22-Siegtreffer – mehr wollte man von Seiten der Spielzeugstädter im Nachgang aber nicht mehr dazu sagen und verabschiedete sich in die Weihnachtsferien.

Presse SHV

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