Zehnter Sieg in Serie bringt Tabellenführung

Handball, Thüringenliga Männer, 12. Spieltag, Bericht

Sonneberger HV – HSG Saalfeld/Könitz 27:19 (13:9)

Sonneberg. Will man die positiven Aspekte des zurückliegenden Heimspiels der ersten Männermannschaft des Sonneberger Handballvereins (SHV) gegen die Spielgemeinschaft aus Saalfeld und Könitz kurz und knapp zusammenfassen, bleiben zwei wesentliche Aspekte übrig: Nach dem fulminanten Erfolg der Vorwoche gegen Mühlhausen konnte die Siegesserie auch gegen Saalfeld/Könitz fortgesetzt und damit der zehnte Sieg in Serie eingefahren werden. Weiterhin schoben sich die Spielzeugstädter zumindest kurzzeitig auf den Spitzenplatz der Thüringenliga.

Bei absoluter Punktgleichheit zählt bekanntlich der direkte Vergleich gegeneinander und der spricht im Verhältnis zwischen Jena und Sonneberg aktuell für die Südthüringer. Das war es dann eigentlich aber auch schon, was es Positives zu berichten gibt. Mehr als diese Momentaufnahme kann man eh nicht mitnehmen und so fasste es Coach Manuel Müller am Tag nach dem Spiel auch kurz und knapp zusammen: „Leider hatte ich befürchtet, dass wir uns nach dem Mühlhausen-Erfolg von letzter Woche diesmal schwertun würden. Saalfeld war nicht gut, wir aber auch nicht! Wir fanden nie die richtige Einstellung in der Abwehr und ließen vorne viel zu viele Bälle weg. Aber auch solche Spiele gehören dazu und wir sind glücklich, die nächsten zwei Punkte eingefahren zu haben.“

Für die knapp 300 Zuschauer war es diesmal wahrlich nicht schön anzuschauen, wenn man bedenkt, welche Handballschlachten die Fans in der Steinbacher Dreifelderhalle schon erleben durften. Doch enttäuscht ging deshalb keiner nach Hause. Man kann nicht in jedem Spiel 120% erwarten. Positiv formuliert könnte man meinen, ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss. Und so freuten sich am Ende doch alle über den 27:19-Heimsieg – übrigens der sechste in dieser Spielzeit.

Den ersten Durchgang konnten die Gäste bis zur 21. Minute auch ausgeglichen gestalten. Da stand es 9:9. Anschließend zogen die Hausherren das Tempo erstmals an und verschafften sich bis zum Pausenpfiff etwas Luft. Einmal Cadar, zweimal Bondar und noch einmal Weitz hießen die Torschützen, die den 13:9-Halbzeitstand herstellten. Die beiden Letztgenannten zeigten sich auch für einen Großteil der gesamten Tore verantwortlich. Marius Bondar traf insgesamt achtmal und Moritz Weitz war siebenmal erfolgreich. Dabei war er auch der einzige, der bei allen vier Versuchen vom Strafwurfpunkt die Ruhe bewahrte. Ansonsten versemmelten seine Kollegen doch etliche freie Würfe. Da man in der Abwehr auch nicht so energisch wie gewohnt zupackte, hatten die beiden Torhüter Nils Thomas und Mate Liptak auch einen schweren Stand. Doch danach fragt in der Saisonendabrechnung keiner mehr, vor allem deshalb nicht, weil man im zweiten Durchgang noch eine Schippe drauflegte. Als es darauf ankam jedenfalls, zeigten die Spielzeugstädter kurz ihre Klasse.

Zum Beispiel sorgte man gleich nach dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse. Nach knapp 42 gespielten Minuten leuchtete ein 19:11 von der Anzeigetafel und die Messen waren an sich gelesen. Die restliche zweite Hälfte der zweiten Hälfte plätscherte das Spielgeschehen ohne besondere Vorkommnisse vor sich hin und die Gastgeber jubelten am Ende über einen standesgemäßen Heimsieg.

Gefühlt mehr Jubel als nach dem eigenen Sieg brandete später noch einmal auf, als das Endergebnis aus Suhl durchsickerte. Dort war Mühlhausen gefordert und kassierte prompt die zweite Pleite in Serie. Der Kampf um den diesjährigen Thüringenmeistertitel scheint sich also auf ein Duell zwischen Jena und Sonneberg zuzuspitzen.

Presse SHV

Sonneberg: Liptak, Thomas, Boseckert (2), Müller, Bondar (8/1), Schlücke, Weitz (7/4), Benak (2), Cadar (3), Oehrl (1), Ignat (4), Rehm

Strafwürfe: Sonneberg: 5/8; Saalfeld/Könitz: 4/4 Zeitstrafen: Sonneberg: 3; Saalfeld/Könitz: 5 Zuschauer: 300