1. Männer: Nächster Anlauf zum Suhl-Derby

Heißes Derby gegen Suhl

Handball, Thüringenliga Männer, 15. Spieltag, Vorbericht

SG Suhl/Goldlauter - Sonneberger HV Sa. 19.30 Uhr

Sonneberg. Nachdem das eigentlich erste Punktspiel-Derby gegen die Spielgemeinschaft aus Suhl und Goldlauter vor Wochenfrist aufgrund von technischen Problemen in Sonnebergs SBBS-Halle abgesagt werden musste, kommt es bereits am kommenden Wochenende zur Neuauflage – dann allerdings in Suhl, denn es ist ein planmäßiges Punktspiel und damit das zweite Südthüringenderby in der Fremde.

Gegen Werratal musste man bereits auswärts ran – gewann damals in Breitungen mit 28:23 – und gegen Suhl gab es zumindest ein Aufeinandertreffen im Thüringer Amateurpokal. Unbekannt sind die Gäste aus der Waffenstadt also nicht und genau im Pokalduell liegt auch eine zusätzliche Brisanz, denn das gewannen kurz vor Weihnachten die Suhler. Zur Erinnerung: Beim Final-Four-Turnier in Breitungen trafen beide Teams im Halbfinale aufeinander. Suhl gewann nach zwischenzeitlich hoher Führung am Ende hauchdünn mit 23:22. Die Spielzeugstädter indes fühlten sich bei diesem Spiel am Ende von den Unparteiischen verschaukelt. Sonneberg schied also unglücklich aus – Suhl gewann am Ende den Thüringer Amateurpokal im Finale gegen Hermsdorf dank eines 30:27-Sieges. Die Leistung der Schiedsrichter in der entscheidenden Spielphase ist sicherlich strittig, aber kann nicht mehr geändert werden. Im Gegensatz dazu ist die über einen Großteil des damaligen Halbfinals gezeigte Leistung keinesfalls strittig und muss dringend korrigiert werden. Die Spielzeugstädter spielten damals einen „Schlafwagen-Handball“ und ließen sich von den Suhlern regelrecht überrollen und auskontern. Das darf nicht noch einmal passieren und so sollte die Pokalbegegnung Warnung genug sein. Suhl spielte übrigens vergangene Woche die folgende Pokalrunde, schied aber nach einer 18:31-Pleite bei der HSG Kleenheim in Hessen aus.

Waren die Waffenstädter in der Vergangenheit sicherlich nicht so stark einzuordnen wie Sonneberg, hat sich dieses Blatt seit zwei Jahren vollends geändert. Ebenfalls wie bei den Spielzeugstädtern hat man auch in Suhl auf die Hilfe ausländischer Spieler zurückgreifen müssen, um leistungsfähig zu bleiben. Und diese Hilfe fruchtet ungemein, wie die Mannen um das Trainerduo Manuel Müller und Konstantin Selenow im Pokalspiel leidvoll feststellen mussten. Im bisherigen Saisonverlauf leistete man sich zwar einige Ausrutscher und liegt deshalb mit 16:12 Punkten „nur“ auf dem achten Platz einer sehr ausgeglichenen Thüringenliga. Doch Siege in Eisenach (34:31) oder erst jüngst zu Hause gegen Mühlhausen (28:25) lassen schon aufhorchen. Auf die Spielzeugstädter um Kapitän Philipp Oehrl kommt also eine enorm schwierige Aufgabe zu.

Und diese Aufgabe wird noch dadurch erschwert, dass man in der Spielzeugstadt einige gesundheitlich angeschlagene Spieler kompensieren muss. Sicherlich ist der Rest der Mannschaft an sich stark genug, doch muss eben alles passen und alle müssen ihre Leistung bringen. Beim letzten Punktspiel in Ziegelheim hat das bestens funktioniert und es sprang ein souveräner 34:25-Auswärtssieg heraus. Bleibt nun also zu hoffen, dass man im ersten Südthüringenderby in Suhl eine ebenfalls souveräne Leistung abrufen kann. An Selbstbewusstsein wird es dem bevorstehenden Gastgeber und Pokalsieger sicherlich genauso wenig mangeln, wie an Unterstützung von den Rängen. Und deshalb hofft man natürlich auch im Sonneberger Lager auf die gewohnt lautstarke Unterstützung der eigenen Fans. Für die besteht wieder einmal eine Mitfahrgelegenheit im Fanbus. Traditionell haben zur Fahrt in die Waffenstadt die Jungs um das Brüderpaar Domhardt vom „Projekt 801“ sich und ihren alten Ikarus-Bus fit gemacht. Einzelne Tickets sind noch zu haben. Abfahrt ist am Samstag um 16 Uhr auf dem Lidl-Parkplatz in Sonneberg (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

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