1. Männer: Vorbericht zum Knüller-Heimspiel gegen Jena

Das Spiel der Spiele

Handball, Thüringenliga Männer, 16. Spieltag, Vorbericht

Sonneberger HV – HBV Jena Sa. 19 Uhr (SBBS-Halle)

Sonneberg. Es könnte einer kleinen Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen gleichkommen. Es könnte die Entscheidung um den ersten Platz in Thüringens höchster Spielklasse aber auch wieder spannender denn je machen. Der Ausgang des ultimativen Spitzenspiels am kommenden Samstagabend in der Steinbacher Dreifelderhalle in Sonneberg um 19 Uhr birgt einige Eventualitäten. Das Spiel verspricht allerdings vor allem eines: Handball auf dem höchsten Niveau der fünften Liga. Beide Mannschaften wollen erklärterweise den Meistertitel und den damit verbundenen Aufstieg in die vierthöchste Spielklasse Deutschlands. Daran mussten sie sich in der Vergangenheit bereits messen lassen. Beide haben in der bisherigen Saison die wenigsten Spiele verloren. Beide gehören unabhängig davon seit einigen Jahren zu den stärksten Teams der Liga. Und beide haben in unterschiedlichen, aber entscheidenden Statistiken aktuell den Spitzenwert der Liga. Die Rede ist von den bevorstehenden Gastgebern aus Sonneberg und den Gästen aus Jena. Die Südthüringer haben aktuell die beste Abwehr (durchschnittlich 24,67 Gegentore) und die Universitätsstädter haben aktuell den besten Angriff (durchschnittlich 31,82 geworfene Tore). Braucht es mehr Argumente für ein Spitzenspiel – für das ultimative Spiel der Saison?!

Wahrscheinlich nicht.

Besondere Bedeutung hat die Partie vor allem für die Spielzeugstädter. Auch wenn sie in der Tabelle einige Spiele Rückstand haben, ist die Anzahl der bisherigen Minuspunkte alleiniger Spitzenwert. Sonneberg hat nach drei Niederlagen sechs Minuspunkte. Jena hat ebenso viele Niederlagen, aber eben auch noch zwei Unentschieden dazu und weißt deshalb bereits acht Minuspunkte auf. Nächster Verfolger ist Mühlhausen mit neun Minuspunkten. Die folgenden Kontrahenten aus Werratal und Eisenach haben bereits zwölf Minuspunkte. (aktuelle Tabelle) Warum diese vielen Zahlen? Ganz einfach. Bei Punktgleichheit am Ende der Saison entscheiden die Spiele gegeneinander. Gewinnt Sonneberg am Wochenende gegen Jena, hat man das direkte Duell eindeutig gewonnen, denn die Spielzeugstädter gewannen bereits das Hinspiel. Rein rechnerisch ist dies mindestens einen zusätzlichen Punkt wert. Außerdem hätte man nach einem möglichen Sieg dann schon drei tatsächliche Punkte und den rechnerischen aufgrund des gewonnen direkten Vergleichs Vorsprung. Einfach ausgedrückt bedeutet dies, man könnte sich zwei weitere Niederlagen leisten und wäre immer noch Tabellenführer.

Doch was nützt diese ganze Rechnerei, wenn man das Heimspiel verliert. Dann ist das direkte Duell ausgeglichen und der Vorsprung auf die Konkurrenz dahin. Für die Spielzeugstädter um Spielertrainer Manuel Müller zählt im Vorfeld also keinerlei Mathematik. Das einfache Endergebnis des Heimspiels gegen Jena am Samstagabend muss passen. Die Zielstellung dafür ist zweifelsohne klar: Ein Doppelpunktgewinn soll her – mit all den beschriebenen positiven Auswirkungen.

Doch genauso klar wie die Zielstellung ist auch, dass es gegen Jena keinesfalls leicht wird. Die Saalestädter stehen nicht umsonst so weit oben in der Tabelle, haben sich in den zurückliegenden Jahren Stück für Stück zum Titelaspiranten gemausert. Einst schmunzelten viele noch über die Zielstellung Bundesliga in absehbarer Zeit. Mittlerweile kann man klare Strukturen erkennen und traut den Jenensern zumindest kurzfristig den Sprung in die Mitteldeutsche Oberliga zweifelsfrei zu. Das es im Umfeld auch positive Veränderungen gibt, zeigte jüngst das Heimspiel gegen Hermsdorf. Im Rahmen eines Handball-Events, mit dem Spiel zwischen den tatsächlichen Bundesligisten aus Leipzig und Berlin, schauten die Thüringenligapartie vorher ebenfalls bereits knapp 2000 Zuschauer. Mit Abstand ein Spitzenwert für diese Liga, der zeigt, dass Handball in Jena deutlich an Stellenwert dazu gewinnt.

Doch dies bleibt sicherlich eine Randnotiz, vor allem im Hinblick auf das Spitzenspiel am Samstagabend. Einen Favoriten kann man im Vorfeld gewiss nicht benennen. Es wird auf die berühmte Tagesform ankommen. Von Seiten des Thüringer Handballverbandes ist man sich der Bedeutung dieser Partie sicher auch bewusst und schickt deshalb mit dem Schiedsrichterpaar Klich/Pfefferkorn eines der erfahrensten in die Spielzeugstadt. Einem heißen Handballabend steht also nichts mehr im Wege und im Lager der Südthüringer hofft man natürlich darauf, dass es zumindest auf den Rängen eine klare Rollenverteilung gibt und die Stimmungslage eindeutig auf Seiten der Gastgeber überwiegt. Los geht’s wie gewohnt am Samstagabend um 19 Uhr in der SBBS-Halle in Steinbach.

Presse SHV

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