1. Männer: "Nur" ein glücklicher Punkt in Behringen

Ein ärgerlicher, gewonnener Punkt

Handball, Thüringenliga Männer, 17. Spieltag, Bericht

SV Town & Country Behringen/Sonneborn – Sonneberger HV 30:30 (16:16)

Sonneberg/Behringen. Mit viel Glück retten Sonnebergs Thüringenligahandballer in Behringen einen Punkt und stehen nach dem 30:30-Remis zumindest nicht mit leeren Händen da. Dem Spielverlauf nach war es schon ein gewonnener Punkt. Doch gerade nach der letztwöchigen 26:31-Pleite im Spitzenspiel gegen Jena hatten sich viele eine entsprechende Reaktion und den damit verbundenen Doppelpunktgewinn erhofft. Es kam anders und das war ärgerlich, denn die Bedeutung des Spiels war allen Akteuren bekannt. Einen wirklichen Vorwurf konnte und wollte Trainer Konstantin Selenow seiner Mannschaft aber gar nicht machen. Sie versuchten vieles, kämpften bis zum Ende und belohnten sich deshalb auch noch zumindest mit dem einen Punkt. Alles in allem war die Leistung aber erneut nicht eines Meisters würdig.

Mit dem Klebemittelproblem, in Behringen wird seit Jahren ohne das bei Handballern beliebte Harz gespielt, mussten beide Seiten klarkommen. Freilich haben die Hausherren da entscheidende Vorteile, weil sie es gewohnt sind. Doch darauf allein sollte man es auch nicht beschränken. Die Wurfeffektivität an diesem Tag war zwar miserabel, aber „wenn wir den Ball nicht einmal über drei Meter fehlerfrei zum eigenen Mitspieler bringen, hat das mit dem Harz auch nichts zu tun“, kritisierte Selenow dann doch etwas seine Mannen. Er und sein spielender Trainerkollege Manuel Müller, der selbst trotz Erkältung mit auf der Platte stand, versuchten vieles, hatten aber eben diesmal nicht das entscheidende Glück bzw. das richtige Händchen. Dazu kam, dass von der Torhüterposition kaum Unterstützung kam. Und so verlief die Partie genau so, wie man es sich eben nicht vorgestellt hatte. Die Spielgemeinschaft aus Behringen und Sonneborn präsentierte sich in eigener Halle als starker Gegner, der über alle Positionen Gefahr ausstrahlte und in Tim Rodrian (9 Treffer) und Mikro Brachmann (7) seine stärksten Werfer hatte. Bei den Spielzeugstädtern war einmal mehr Marius Bondar mit elf Treffern, darunter 4 Strafwürfe, bester Torschütze. Als bester Feldtorschütze kann diesmal allerdings der andere rumänische Marius hervorgehoben werden. Marius Ignat traf in seiner unnachahmlichen Manier insgesamt zehnmal aus dem Spiel heraus. Weiterhin traf Moritz Weitz viermal, wobei besonders er unter fehlenden bzw. fehlerhaften Anspielen leiden musste.

Und so kam es eben auch, dass die Südthüringer im ersten Durchgang zwar nach der eigenen 3:1-Führung weiter immer wieder vorlegten, sich aber nicht entscheidend absetzen konnten (9:6, 10:9, 12:9, 14:12, 16:14). In der letzten Spielminute vor der Pause egalisierten die Gastgeber dann sogar noch das Spiel und es ging mit einem 16:16 in die Kabinen.

Den besseren Schwung von dort zurück brachten die Hausherren mit auf das Parkett. Nach dem zwischenzeitlichen 19:19-Unentschieden, führten sie in der 44. Minute auf einmal mit 23:20 und waren zehn Minuten später gar mit fünf Toren davongezogen. Da waren noch gut sechs Minuten zu spielen und auf der Anzeigetafel leuchtete ein 25:30 aus Sicht der Spielzeugstädter. Die entdeckten zum Glück in den letzten Minuten ihren Kampfgeist und hatten dann wohl auch das Glück des Tüchtigen. In der entscheidenden Spielphase gelang den Gastgebern jedenfalls nicht mehr viel. Den Gästen aus Südthüringen dafür umso mehr. Philipp Oehrl, Moritz Weitz, Marius Bondar und zweimal Marius Ignat zeigten sich für die wichtigen Treffer in der Schlusssequenz verantwortlich und so jubelten die Spielzeugstädter nach dem 30:30-Ausgleich 14 Sekunden vor dem Ende dann doch über einen Punktgewinn. Ein bitterer Beigeschmack bleibt trotzdem, denn eigentlich wollte man mit zwei Punkten auf die Heimreise gehen, um für den Saisonendspurt besser aufgestellt zu sein.

Zumal einer der beiden ärgsten Konkurrenten um den Thüringer Meistertitel ebenfalls Federn ließ. Mühlhausen verlor in Hermsdorf einen wahren Handballkrimi mit 20:21. Jena dagegen hielt sich mit einem souveränen 32:27-Heimerfolg gegen Suhl schadlos.

Sonneberg: Liptak, Thomas; Boseckert, Müller, Bondar (11/4), Schlücke, Weitz (4), Benak (2), Cadar, Oehrl (3), Zimmermann, Ignat (10)

Strafwürfe: Behringen/Sonneborn: 1/1; Sonneberg: 4/4

Zeitstrafen: Behringen/Sonneborn: 1; Sonneberg: 2

Zuschauer: 80

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