1. Männer: Bericht zum Remis in Eisenach

Unbefriedigendes Remis

Handball, Thüringenliga Männer, 2. Spieltag, Bericht

ThSV Eisenach II – Sonneberger HV 35:35

Eisenach/Sonneberg. Mit einem 35:35-Unentschieden kehrten die Thüringenligamänner des Sonneberger Handballvereins (SHV) am vergangenen Sonntagabend aus der Wartburgstadt Eisenach in die Spielzeugstadt zurück. In Anbetracht dessen, dass die Eisenacher Reserve des nunmehrigen Drittligisten aus Westthüringen in der Vorsaison doch etwas überraschend, am Ende aber verdient auf dem Vizerang der Abschlusstabelle einkam, könnte man durchaus von einem erfolgreichen ersten Auswärtsritt sprechen. Doch Spielertrainer Manuel Müller, der wieder einmal in der Abwehr durchackerte, sprach nach dem Spiel von einem verlorenen Punkt. „Wir haben gefühlt über die gesamte Spielzeit geführt. Liegen kurz vor Schluss gar mit 33:30 vorn, retten am Ende aber gerade noch einen Pluszähler“, bringt er es kurz und knapp auf den Punkt.

Das Spiel an sich begann mit Verspätung, da es bei den Eisenacher Offiziellen technische Probleme gab. Das Kampfgericht muss seit zwei Jahren mit Laptop den Spielberichtsbogen sozusagen live ausfüllen und diesen auch an den Thüringer Handballverband kommunizieren. Nachdem die Technik lief, konnte auch die Partie durch die beiden umsichtigen Schiedsrichter Hanse/Leinhos angepfiffen werden. Bei den Südthüringern wurden dabei zwei Spieler schmerzlich vermisst. Zum einen wird man nach seinem Meniskusriss wohl bis Ende Oktober auf George Cadar verzichten müssen und zum anderen war auch Neuzugang Anatoli Bukov auf Linksaußen nicht mit an Bord. Dies wiederum führte dazu, dass man im Sonneberger Lager im Laufe des Spiels auf eine sogenannte 4:2-Angriffsformation umstellte und mit Constantin Ignat und Routinier Martin Schmidt zwei Kreisläufer einsetzte. Diese Maßnahme zeigte Wirkung, denn vor allem Ignat lief zur Hochform auf. Über die Angriffsleistung und die erzielten 35 Tore in der altehrwürdigen Eisenacher Werner-Aßmann-Halle muss man mit Sicherheit auch nicht diskutieren, „das ist aller Ehren wert“, stellte Coach Müller fest. „Doch in der Abwehr merkte man noch größere Unstimmigkeiten. Die Abläufe passen einfach noch nicht ganz, weshalb wir zu viele einfache Gegentore kassierten“, kritisierte Müller sich und seine Mitstreiter.

Doch das allein war auch nicht der Grund, weshalb man in den letzten Minuten den Faden verlor und sich die erhofften beiden Punkte eben nicht mit einpacken konnte. Dazu merkte der routinierte Spielertrainer nur an, dass mit individuellen, vermeidbaren Fehlern die Bälle zu schnell verloren wurden und sich die Eisenacher Reserve damit sogar in Unterzahl bis zum 35:34 selbst in Front warf. Man konnte in der Endabrechnung also noch glücklich sein, kurz vor Schluss wenigstens den 35:35-Ausgleichstreffer erzielt zu haben.

„Aber was mich trotz der ersten Enttäuschung positiv stimmt, ist die Tatsache, dass sowohl in der Kabine als auch auf der Heimfahrt bereits konstruktiv und kritisch diskutiert wurde. Das zeigt, dass die Mannschaft auf einem guten Weg ist“, schließt Müller seine Einschätzung ab. Am kommenden Samstagabend ab 19 Uhr können seine Mannen bereits beweisen, ob sie aus den bisherigen Fehlern gelernt haben. Dann empfängt man den LSV Ziegelheim zum zweiten Heimspiel der noch jungen Saison.

Presse SHV

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