1. Männer: 37:26 - auch auswärts souverän

Johnny vernagelt die Kiste

Handball, Thüringenliga Männer, 10. Spieltag, Bericht

SG Motor Arnstadt/Plaue – Sonneberger HV 26:37 (11:18)

Sonneberg/Arnstadt. Am vergangenen Samstagabend gewannen die Thüringenligamänner des Sonneberger Handballvereins (SHV) beim Tabellenletzten, der SG Motor Arnstadt/Plaue mit 37:26. So leicht und locker wie das Ergebnis dabei auch klingen mag, die Südthüringer mussten sich phasenweise gehörig strecken. Dies lag aber vor allem an der angespannten Personalsituation. Lediglich neun Feldspieler standen Coach Manuel Müller zur Verfügung – ihn mitgezählt.

Sein Trainerkollege Konstantin Selenow war ebenfalls nicht an Bord, da er kurzfristig in seine ukrainische Heimat reisen musste. Die Reise nach Arnstadt gar nicht erst angetreten haben Paul Dietrich (Knöchel), Martin Schleuchardt (Vaterfreuden) und Krisztian Benak (Magen-Darm-Infekt). Außerdem gingen einige Akteure stark angeschlagen in die Partie und hielten nur teilweise durch. Dazu zählen unter anderem George Cadar und Anatoli Bulov, der in seinen 30 Einsatzminuten dennoch zehn Treffer erzielte. Ebenfalls nur zehn Minuten konnte Cosmin Chirila mit seiner bereits in der Vorwoche erlittenen Rippenprellung durchhalten. Es blieben als nur wenige übrig und man konnte diesmal wirklich von Glück reden, dass sich zum Beispiel Routinier Martin Schmidt weiter in den Dienst der Mannschaft stellt. Mit seiner Erfahrung begleitete er im Laufe des Spiels einige Positionen und sorgte so immer wieder für notwendige Ruhezeiten seiner Mannschaftskollegen. Und bei zwei anderen musste sich das Team im Anschluss an die Partie besonders bedanken – die Torhüter. Konnten sie im bisherigen Saisonverlauf noch nicht überzeugen, waren sie diesmal die Sieggaranten. Im ersten Durchgang hielt George Alin Plesca schon sehr gut, um in der zweiten Hälfte für den noch stärker auftrumpfenden Sandu-Lulian Lonica Platz zu machen. Der 21-jährige mit dem Spitznamen Johnny vernagelte phasenweise seine Kiste, hielt die eigentlich Unhaltbaren und sorgte so für die nötige Rückendeckung in einer sehr schwierigen Phase.

Nachdem man den ersten Durchgang bereits dominierte und nach zehn Minuten mit 5:2, nach 21 Minuten mit 13:6 und zum Pausenpfiff mit 18:11 führte, war die Partie wahrscheinlich nicht nur für den einen oder anderen Fan erledigt. Auch auf dem Parkett leistete man sich zu Beginn der zweiten Hälfte eine Auszeit bzw. verlängerte die Pause einfach um zehn Minuten – gedanklich. Diese Schwächephase jedenfalls kann nicht nur mit der Personalsituation oder einem Kräfteverschleiß erklärt werden. Spielertrainer Manuel Müller jedenfalls zückte bereits nach vier gespielten Minuten den grünen Karton und bat seine Mannen zur Besprechungsauszeit. Diese wachten zwar anschließend endlich wieder auf, doch die Hausherren waren nach weiteren vier Minuten bedrohlich nahegekommen und drauf und dran, die Partie zu drehen. Als Kapitän Marius Bondar den ersten Treffer nach dem Seitenwechsel für die Spielzeugstädter erzielte, hatten die Gastgeber bereits sechsmal getroffen und waren kurzzeitig wieder dran (17:18). Doch dem Tor von Marius Bondar folgten weitere vier und nach dem 18. Arnstädter Treffer entschieden die Gäste die Partie. Zwischen der 42. und der 48. Minute hielt Johnny alles und vorne lief es wie am Schnürchen. Plötzlich leuchtete ein 27:18 von der Anzeigetafel und der Willen der Gastgeber war gebrochen. Die SHV-Mannen überstanden kurz vorher sogar die Hinausstellung von drei Spielern gleichzeitig schadlos und erzwangen anschließend energisch die Entscheidung.

In den letzten zehn Minuten brannte dann nichts mehr an. Die Angriffsmaschinerie funktionierte wie in dieser Saison gewohnt gut und auch hinten präsentierte man sich wieder (leider) wie gewohnt. Die Abwehrleistung lies jedenfalls zu wünschen übrig, doch diesmal konnte man es dann wirklich auf den Kräfteverschleiß schieben. Die Partie jedenfalls plätscherte entspannt dem Ende entgegen und die Südthüringer gewannen sicher, souverän und auch in der Höhe verdient mit 37:26. Die nun folgende fast dreiwöchige Punktspielpause kommt daher wie gelegen, denn es gilt sich auszukurieren, um den Jahresabschluss am 15. Dezember in eigener Halle mit dem Südthüringenderby gegen Werratal erfolgreich zu bestreiten.

Presse SHV

Sonneberg: Plesca, Lonica; Schmidt (2), Bursuc (1), Müller, Bondar (7/2), Cadar (4), Chirila (2), Ignat (8), Deli (3), Bulov (10)

Strafwürfe: Arnstadt/Plaue: 3/5; Sonneberg: 2/2;

Zeitstrafen: Arnstadt/Plaue: 4; Sonneberg: 6

 

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