1. Männer: Beeindruckender Heimsieg gegen Werratal

Beeindruckender Prestigeerfolg im Südthüringenderby

Handball, Thüringenliga Männer, 11. Spieltag, Bericht

Sonneberger HV- HSG Werratal 31:24 (16:11)

Sonneberg. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung sicherten sich die Spielzeugstädter Thüringenligamänner des Sonneberger Handballvereins (SHV) am vergangenen Samstagabend mit einem 31:24-Heimerfolg gegen Werratal im Südthüringenderby vor stimmungsvoller Kulisse zum Jahresabschluss noch einmal zwei wichtige Punkte. „Mit einem solchen Erfolg in die Weihnachtspause zu gehen, kann Gold wert sein“, freute sich Sonnebergs Trainer Konstantin „Kostja“ Selenow, der mit der gezeigten Leistung voll und ganz zufrieden war. „Im Angriff haben wir generell weniger Probleme, aber die Abwehr war diesmal wirklich klasse“, schwärmte er auch noch einen Tag nach dem Spiel. Den Innenblock bildeten Manuel Müller und George Cadar, auf den Halbpositionen daneben rackerten Marius Ignat und Krisztian Benak und bildeten so schon einen nur schwerlich zu knackenden Abwehrverband. Im Kasten dahinter lief diesmal George Alin Plesca zur Hochform auf. Kostjas Trainerkollege, der diesmal wieder komplett durchspielte, verteilte ebenfalls ein großes Lob an den Schlussmann: „Alin machte wahrscheinlich sein bestes Spiel in unserem Trikot“, befand Manuel Müller und wusste dabei genauso wie alle anderen, dass es am Ende eine gelungene Mannschaftsleistung war, die den Sieg so deutlich machte.

Und dieser Sieg fiel gegen den direkten Konkurrenten um die Medaillenplätze durchaus höher aus, als vorher erhofft. Doch die Spielzeugstädter zeigten sich nach der zweiwöchigen Punktspielpause hochkonzentriert. Vor dem Spiel war die Anspannung förmlich greifbar, alle waren leicht nervös, weil man eben nicht wusste, wie man diese unfreiwillige Pause im Saisonkalender verkraftet hatte. Die Antwort aber gaben die SHV-Mannen auf dem Parkett. Eine beeindruckende Vorstellung, vorne wie hinten, zwei vollkommen verdiente Punkte und ein zusätzlicher, unplanmäßiger Lohn in der Tagesendabrechnung. Nahezu zeitgleich fand nämlich die Partie zwischen Suhl und Mühlhausen statt. Dort siegten die Waffenstädter in einem hoch emotionalen Spiel am Ende mit 32:30 und leisteten so entscheidende Schützenhilfe. Die Spielzeugstädter jedenfalls überwintern auf dem zweiten Tabellenrang, von diesem sind sie aktuell nicht mehr zu verdrängen. „Nach der durchwachsenen Hinrunde ist dies sicherlich ein versöhnlicher Abschluss, auch wenn wir natürlich wissen, wie weit Tabellenführer Bad Blankenburg weg ist“, stelle Selenow weiter fest, „doch wir wollen bereit sein, wenn sie sich einen Fehler erlauben“, zeigte er sich abschließend kämpferisch. Und genau mit dieser Einstellung sind auch seine Mannen in die Partie.

Anfänglich noch zaghaft, denn Anatoli Bulov erzielte erst nach 3 Minuten und 33 Sekunden den ersten Sonneberger Treffer. Da hatte Werratal schon zweimal eingenetzt. Doch in der Folgezeit zeigten die Hausherren, dass sie diesmal gewillt waren, einen Doppelpunktgewinn einzufahren. Angeführt vom erneut besten Torschützen Marius Bondar (9/3 Treffer) und den beiden quirligen Marius Ignat und Peter Deli (je 5 Treffer) rissen die Gastgeber die Partie an sich. Nach dem 3:3-Ausgleich erhöhten die Spielzeugstädter auf 6:3 und blieben auch in der Folge vorne (10:6, 12:7, 14:8, 16:11 HZ). Nach dem Seitenwechsel wurde es kurzzeitig sehr übersichtlich, denn das umsichtig leitende Schiedsrichterpaar Hanse/Leinhos schickte einen Sonneberger und kurz hintereinander drei Werrataler auf die Strafbank, um für die nötige Ruhe auf dem Parkett zu sorgen. Werratals Ivo Katic verstand die Maßnahme allerdings nicht wirklich, und leistete sich kurz darauf ein weiteres grobes Foulspiel und durfte folgerichtig direkt zum Duschen. Danach aber beruhigten sich die Gemüter wieder und alle besannen sich auf das Handballspielen. In der 38. Minute besorgte Krisztian Benak vom Strafwurfpunkt den 19:13-Führungstreffer. Als die Gäste aus dem Werratal drei Minuten später auf 17:20 verkürzten, sah sich die Sonneberger Bank zu einer Auszeit genötigt. Ein vierfacher Marius im Anschluss erstickte allerdings aufkommende Hoffnung der Gäste. Erst traf zweimal Marius Bondar und dann jagte auch noch Marius Ignat zweimal den Ball in die Maschen. Der Wille der Werrataler war beim 24:17 in der 52. Spielminute endgültig gebrochen. In den letzten Minuten jedenfalls brannte nichts mehr an, das Spiel verlief ruhig und ausgeglichen bis zum Schlusspfiff. Den Schlusspunkt setzte dann einer, der sowohl im Werratal als auch in Sonneberg zu den Ikonen des Handballsports gehört: Martin Schmidt erzielte das abschließende 31:24 und bog so gleich in die Jubelrunde ab. Einziger Wermuttropfen bleibt die Verletzung von Peter Deli, der sich kurz vor dem Ende mit Problemen in der Wade meldete. Dank der Weihnachtspause aber bleibt jetzt auch etwas Zeit zur Regeneration, ehe es am 13. Januar gleich zum Jahresauftakt zu einem wahren Kracher in Ronneburg kommt.

Presse SHV

Sonneberg: Plesca, Lonica; Schmidt (1), Bursuc (1), Müller (1), Bondar (9/3), Benak (3), Cadar (2), Dietrich, Schleuchardt, Ignat (5), Deli (5), Bulov (4)

Strafwürfe: Sonneberg: 4/5; Werratal: 3/4; Zeitstrafen: Sonneberg: 4; Werratal: 8+1 RK; Disqual.: Katic (Werratal, 38. Min., grobes Foulspiel) Zuschauer: 300

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