1. Männer: Souverän in Ronneburg

Souverän im Hexenkessel

Handball, Thüringenliga Männer, 12. Spieltag, Bericht

HSV Ronneburg – Sonneberger HV 30:34 (14:18)

Sonneberg/Ronneburg. Die Thüringenligamänner des Sonneberger Handballvereins (SHV) sind erfolgreich ins neue Sportjahr gestartet und haben gleich ein Ausrufezeichen an die Konkurrenz gesendet. „Wir hatten das Spiel unter Kontrolle. Ronneburg konnte am Ende nur etwas Ergebniskosmetik betreiben.“ So kurz und knapp, aber eben auch deutlich fiel das Fazit des Spielzeugstädter Trainers Konstantin Selenow am Ende aus. Die Südthüringer kehrten vom ersten Auswärtsspiel in 2019 mit einem 34:30-Auswärtssieg zurück und konnten dies im gemeinsamen Mannschafts- und Fanbus am Sonntagabend natürlich entsprechend feiern.

Die Feierlichkeiten fielen allerdings nicht so üppig aus, denn einerseits stand für alle am Montag ein normaler Arbeitstag auf dem Programm. Und andererseits galt es eine Verletzung zu verkraften, die sich im Laufe des Montags als Hiobsbotschaft herausstellte. Sonnebergs Kreisläufer und emotionaler Anführer Marius Constantin Ignat verdrehte sich kurz vor der Pause das Knie. Die MRT-Untersuchung bestätigte die schlimmste mögliche Verletzung für einen Sportler: Kreuzbandriss und Meniskusschaden. Die Saison ist für Ignat auf alle Fälle gelaufen und auch wenn er selbst ein Kämpfer ist, dürfte man nicht vor dem Herbst mit einer Rückkehr aufs Parkett rechnen. Gott sei Dank hatte man mit Martin Schmidt einen routinierten und ebenfalls kampfstarken Ersatz parat, der seine Sache wirklich gut machte. Wirklich ersetzen wird er Ignat in der Rückrunde aber wohl nicht können, dafür waren die Leistungen des Rumänen zu stark in dieser Saison. Es wird also erneut von Nöten sein, dass die Mannschaft noch enger zusammenrückt. Nicht nur von Schmidt wird jetzt einiges erwartet, auch Spielertrainer Manuel Müller wird immer wieder an die Belastungsgrenzen gehen müssen.

Nach dem Ronneburg-Spiel jedenfalls bekam der 42-Jährige ein Sonderlob seines Trainerkollegen Selenow. „Manuel war am Ende stehend k.o., nach dieser Leistung ist dies aber auch verständlich. Er arbeitete insgesamt 50 Minuten hart in der Abwehr, teilweise bis auf 14 Meter vor dem eigenen Tor. Und außerdem musste er teilweise auch noch seine Kollegen auf dem Parkett kompensieren.“ Gemeint sind George Alexandru Cadar und Krisztian Benak. Beide rackerten ebenfalls in der Deckung, mussten sich aber früh mit zwei Zeitstrafen zurückhalten. „Wir wechselten also frühzeitig durch, sodass wir am noch Ende alle Mann zur Verfügung hatten“, verriet ein spürbar entspannter Selenow.

Die Abwehrarbeit jedenfalls zahlte sich aus. Der nach Ronneburg zurückgekehrte Toptorschütze Mirko Alexy konnte mit seinen acht Feldtoren einigermaßen im Zaum gehalten werden und so waren es die Spielzeugstädter, die nach einer anfänglichen Nervosität das Ruder übernahmen. Im ersten Durchgang drehten sie dabei den 4:6-Rückstand nach einem zwischenzeitlichen 11:11 in eine eigene 18:14-Führung zur Halbzeit. Im zweiten Durchgang dann dominierten die Gäste aus Südthüringen das Geschehen. Schnell führte man 20:14 und hatte beim 25:17 in der 39. Spielminute für eine kleine Vorentscheidung gesorgt. Als Martin Schmidt in der 53. Minute auf 32:24 erhöhte, war die Messe tatsächlich gelesen, Ronneburg konnte lediglich noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Der Trumpf der Südthüringer war aber keinesfalls nur die Abwehr. Vor allem die beiden Außenspieler legten sich auch im Angriff mächtig ins Zeug. Anatoli Bulov mit elf und Peter Deli mit sechs Toren kann man durchaus als Sieggaranten beim 34:30-Erfolg bezeichnen.

Am Ende bleibt ein souveräner Auswärtssieg und ein erfolgreicher Punktspielstart 2019, der aber wie bereits erwähnt durch die schwere Verletzung von Marius Ignat stark eingetrübt wird. Dem sympathischen Kreisläufer kann man auf diesem Wege nur gute und schnelle Genesung wünschen und den Spielzeugstädtern im Allgemeinen, dass an diese geschlossene Mannschaftsleistung in Ronneburg auch in den folgenden Spielen angeknüpft wird.

Presse SHV

Sonneberg: Plesca, Lonica; Schmidt (1), Bursuc (1), Müller, Bondar (5), Benak (5/2), Cadar (4), Chirila (1), Ignat, Deli (6), Bulov (11)

Strafwürfe: Ronneburg: 4/4, Sonneberg: 2/4;

Zeitstrafen: Ronneburg: 7+1 RK, Sonneberg: 7

Disqual.: Stölzner (Rbg., 44. Min., 3x2 min)

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