1. Männer: Zweite Reise - zweiter Sieg!

Sieg des Willens

Handball, Thüringenliga Männer, 13. Spieltag, Bericht

SV Hermsdorf – Sonneberger HV 27:28 (13:12)

Sonneberg/Hermsdorf. Durch ein Wellenbad der Gefühle gingen Sonnebergs Thüringenligahandballer am vergangenen Samstagabend in Hermsdorf und hatten am Ende das Glück des Tüchtigen. In sprichwörtlich letzter Sekunde markierte der Kapitän der Spielzeugstädter, Marius Bondar, den Siegtreffer zum 28:27-Auswärtserfolg. Bis dahin war das Spiel Werbung für den Handballsport. Fantastische Stimmung in der altehrwürdigen Werner-Seelenbinder-Sporthalle in Hermsdorf, zwei unglaublich intensiv kämpfende Mannschaften auf dem Parkett, die beide definitiv zu den Spitzenteams der höchsten Spielklasse des Freistaats zählen. Und wenn aus Sicht der Südthüringer dann am Ende auch noch der Doppelpunktgewinn herausspringt, ist es eine rundum gelungene Auswärtsreise gewesen.

Spielertrainer Manuel Müller zeigte sich unmittelbar nach Spielende auch dementsprechend glücklich am Telefon: „Es war eine super Mannschaftsleistung! Jeder hat für den anderen gekämpft und deshalb haben wir uns den Sieg auch verdient. Ein Kompliment an die Truppe, dass sie Rückschläge verkraftet und sich immer wieder aufgerappelt hat.“ Erfreulich war auch, dass Matej Konsel (Nr. 76) zu seinem Punktspieldebut für die Südthüringer kam und sich (vorerst) in der Abwehr als die erhoffte Verstärkung präsentierte. Nach seinem im letzten Frühjahr erlittenen Kreuzbandriss wird der neue „Bomber von Sonneberg“ aber weiterhin behutsam aufgebaut. Und bis dahin muss einer, der nie über seine eigenen Leistungen spricht, weiter in die Bresche springen – eben jener Spielertrainer Manuel Müller. Auch in Hermsdorf rackerte er wieder über die volle Distanz in der Abwehr und war im zweiten Spielabschnitt sogar noch als Kreisläufer gefragt. Der 42-jährige ist und bleibt ein perfekter Allrounder und damit ein Glücksfall für den Sonneberger Handball. Doch er alleine kann keine Spiele gewinnen und so ist es ihm mit seinem Trainerkollegen Konstantin Selenow auch in Hermsdorf gelungen, eine homogene Einheit aufs Parkett zu stellen.

Aus dieser Einheit kann man im ersten Durchgang niemanden hervorheben. Das Spiel war ausgeglichen, beide Teams schenkten sich nichts und das Spielgeschehen wogte hin und her. Einmal führte Hermsdorf mit 6:4, später dann Sonneberg mit 11:9. Das war in der 20. Spielminute. Bis zum Pausenpfiff dominierten dann im Prinzip beide Abwehrreihen die Partie. Sonneberg gelang in zehn Minuten lediglich ein Treffer, Hermsdorf dagegen schaffte zumindest vier und so ging es mit einem 13:12 für Hermsdorf in die Kabinen zum Pausentee. Von dort zurück erwischten die Gäste aus Südthüringen den besseren Start und führten nach fünf gespielten Minuten im zweiten Durchgang mit 17:14. Diese Führung bauten die Spielzeugstädter in der Folge sogar noch aus und lagen in der 43. Spielminute nach einem Doppelschlag von Marius Bondar mit 20:15 in Front. Und eben jener Bondar ging im zweiten Spielabschnitt vorne weg und markierte acht seiner insgesamt zehn Treffer. Doch die Gastgeber steckten keineswegs auf. Energisch und mit viel Kampfkraft bissen sie sich zurück ins Spiel. Tor um Tor verkürzten sie und hatten nach einem eigenen 5:0-Lauf gar das Momentum auf ihrer Seite. Als Hermsdorf den eigenen 20:24-Rückstand in eine 25:24-Führung drehte, stand die Halle endgültig Kopf. Man verstand sein eigenes Wort nicht mehr.

Von nun an stand das Spiel auf Messers Schneide und es waren noch knapp vier Minuten zu gehen. In dieser Phase übernahm Krisztian Benak (Nr. 11) Verantwortung und drehte mit zwei Toren den Spielstand. Nun führte Sonneberg mit 26:25. In die letzte Spielminute ging es dann pari-pari (26:26). Dort markierte Sonnebergs Peter Deli in Spielminute 59:25 den 27. Sonneberger Treffer. Nun war Hermsdorf im Angriff und diese spielten ihn auch routiniert aus und bekamen zwölf Sekunden vor Ende einen Strafwurf zugesprochen. Hannes Rudolph scheiterte zwar, verwandelte aber den Nachwurf zum umjubelten 27:27 in Minute 59:51. Doch die Südthüringer schalteten blitzschnell, führten den Anwurf aus und Marius Bondar war es, dem drei Sekunden vor der Schlusssirene tatsächlich der 28:27-Siegtreffer gelang. Gleichzeitig war die Partie beendet und eine Jubeltraube bildete sich über dem Kapitän. Über die Stimmung auf der Heimfahrt im gemeinsamen Mannschafts- und Fanbus muss man jetzt wohl nicht weiter berichten.

Presse SHV

Sonneberg: Plesca, Lonica; Schmidt, Bursuc, Müller, Bondar (10/2), Benak (5/1), Cadar (2), Chirila (3), Deli (2), Bulov (6), Konsel

Strafwürfe: Hermsdorf: 2/3, Sonneberg: 3/5;

Zeitstrafen: Hermsdorf: 3, Sonneberg: 6

 

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