1. Männer: Souveräner Heimsieg gegen Eisenach

„Trainingsspiel“ mit 38:24 gewonnen

Handball, Thüringenliga Männer, 14. Spieltag, Bericht

Sonneberger HV – ThSV Eisenach II 38:24 (19:8)

Sonneberg. Locker leicht, unaufgeregt, souverän und am Ende vielleicht sogar noch mit zu vielen Gegentoren gewannen Sonnebergs Thüringenligahandballer am vergangenen Samstagabend gegen die Drittligareserve des ThSV Eisenach mit 38:24. Für die zahlreichen Zuschauer war dieses Spiel allerdings nur wenig anschaulich, denn zu klar waren die Rollen verteilt. Und darüber regte sich Sonnebergs Spielertrainer Manuel Müller auch am Tag nach dem Spiel noch auf: „Es ist eine Frechheit von Eisenach. Unsere Fans kommen in die Halle, bezahlen dafür Eintritt und müssen sich am Ende so ein Spiel anschauen.“ Ein zufriedener Trainer klingt anders! „Das wichtigste für uns war, dass sich keiner verletzt hat und natürlich das wir zwei weitere Punkte eingefahren haben.“

Damit übrigens haben die Spielzeugstädter ihren zweiten Tabellenplatz gefestigt. Mühlhausen als erster Verfolger gewann zwar auch, hat aber trotzdem schon drei Punkte Rückstand auf die Südthüringer. Und Werratal als aktuell Viertplatzierter verlor überraschend in Behringen/Sonneborn mit 25:28 und hat damit bereits fünf Punkte Rückstand auf die Mannen vom Sonneberger Handballverein (SHV). Aus der Sicht kann man also durchaus zufrieden sein und auch mit dem eigenen Doppelpunktgewinn. Doch was ärgerte Müller so?

Eisenach trat die Reise nach Sonneberg stark dezimiert an. Lediglich neun Spieler standen zur Verfügung, darunter zwei Torhüter. Die Gründe dafür sind vielseitig. Zwar sind einige Spieler krank oder verletzt, doch ein Großteil der wichtigen Akteure musste mit zum Auswärtsspiel der ersten Mannschaft nach Großsachsen. Diese gewannen dort zwar mit 27:24, doch die Vermutung liegt nahe, dass die jungen Kerls nur als Ersatzmänner neben der Bank saßen. Das ist in mehrfacher Hinsicht ärgerlich. Eisenachs Erste kann den Meistertitel in der 3. Liga bereits planen angesichts von zehn Punkten Vorsprung. Der Aufstieg in Liga zwei scheint nur noch Formsache. Das Sammeln von Spielpraxis hält sich für die Spieler der zweiten Mannschaft, die bei der ersten mitfahren, stark in Grenzen. Doch eben diese Bundesligareserve ist dadurch nicht mehr konkurrenzfähig und kassiert eine deftige Pleite nach der anderen. Das ist für die Moral und die weitere Entwicklung schlecht. Doch das ist das Problem der Wartburgstädter. Die Spielzeugstädter dagegen ärgerte, dass es keine Gegenwehr gab. Die jungen Eisenacher konnten einem schon fast leidtun, denn sie hatten zu keiner Zeit auch nur den Hauch einer Chance. Und daran störte sich Coach Müller: „Den Spielern von Eisenach kann ich ja keinen Vorwurf machen, aber wir und vor allem unsere Zuschauer wollen Handballsport, Emotionen und packende Duelle erleben, davon kann diesmal keine Rede sein!“

Bereits zur Halbzeit stand es 19:8 und die Messe war im Prinzip gelesen. Dadurch konnten im zweiten Durchgang alle Spieler Einsatzminuten sammeln und sich auch entsprechend einbringen. Coach Müller und sein Trainerkollege Konstantin Selenow gaben allen Akteuren viel Einsatzzeit, vor allem auch denen, die sonst etwas kürzertreten müssen. Ein Sonderlob wollten zwar beide Trainer nicht verteilen, doch ließen sie sich entlocken, dass sie mit der Leistung von Torhüter Sandu-Lulian Lonica zufrieden waren. Und über einen muss man zwangsläufig sprechen: Marius Bondar. Der Kapitän zeigte sich in besonderer Spiellaune und hatte mit den jungen und unerfahrenen Eisenachern dabei auch ein gefundenes Fressen vor sich. Er selbst agierte bereits international im EHF-Cup und kann mit seinen 32 Jahren natürlich auf eine große Erfahrung zurückgreifen. Die demonstrierte er eindrucksvoll und trug sich insgesamt 14-mal in die Torschützenliste ein – ohne über die volle Spielzeit auf dem Parkett gestanden zu haben. Er erzielte auch den letzten Sonneberger Treffer, zum zwischenzeitlichen 38:23, ehe Eisenach den letzten Treffer im Spiel zum Endstand von 38:24 markierte.

Am kommenden Wochenende wird es für die Spielzeugstädter allerdings ungleich schwerer, denn auswärts in Ziegelheim erwartet jede Mannschaft ein heißer Tanz, den es unbeschadet zu überstehen gilt.

Presse SHV

Sonneberg: Plesca, Lonica; Schmidt (1), Bursuc (2), Müller, Bondar (14/4), Benak (3), Cadar (6), Dietrich (3), Chirila (3), Bulov (4), Konsel (2)

Strafwürfe: Sonneberg: 4/5; Eisenach: 5/6

Zeitstrafen: Sonneberg: 3+1 RK; Eisenach: 4

Disqual.: Dietrich (Sbg., 60. Min., grobes Foul)

 sonneberger handballverein sponsoren leoni logo weiss
 sonneberger handballverein sponsoren vrbank logo weiss
 sonneberger handballverein sponsoren likra logo weiss

powered by www.sunnyhill-design.de

Template by L.THEME