1. Männer: Vorbericht zum Südthüringenderby gegen Suhl

Es wird heiß – in der SBBS-Halle!

Handball, Thüringenliga Männer, 17. Spieltag, Vorbericht

Sonneberger HV – SG Suhl/Goldlauter Sa. 19:00 Uhr (SBBS-Halle)

Sonneberg. Wenn die Handballmannschaften aus Sonneberg und Suhl aufeinandertreffen, bedeutete es schon seit jeher spannende, packende, mitreisende Spiele, die in der Regel auch alles an Dramaturgie mitbrachten, was sich der Handballfan wünschen kann. Am kommenden Samstagabend ist es wieder soweit. Anpfiff ist um 19 Uhr in der SBBS-Halle im Sonneberger Ortsteil Steinbach. Ausverkauft wird die Halle wohl nicht sein – das wäre vermessen – doch mit bis zu 500 Zuschauern könnte man rechnen. Die Verantwortlichen des Sonneberger Handballvereins (SHV) um den Vorsitzenden Alexander Ebert zumindest sind vorbereitet: „Wir sind gerüstet und wollen uns nicht lumpen lassen, die Stimmung beim Hinspiel war schon sehr gut. Nur das Ergebnis gefiel uns nicht.“

Zur Erinnerung: Sonneberg führte im Prinzip die gesamte Partie über und sah auch in der Schlussphase wie der sichere Sieger aus. Doch ein Ballverlust Sekunden vor Ultimo und ein Suhler Tor aus deren eigener Hälfte kosteten am Ende einen Punkt. Die Punkteteilung fühlte sich aus Sicht der Spielzeugstädter wie eine Niederlage an, das merkte man jedem an. Auf Seiten der Waffenstädter aber wurde der Punktgewinn wie ein Sieg gefeiert. So unterschiedlich kann die Gefühlswelt nach einem Unentschieden aussehen. 29:29 trennten sich damals am 20. Oktober des vergangenen Jahres beide Kontrahenten. Die Spielzeugstädter mussten seit dem vier Punkte abgeben. Direkt im Anschluss folgte die Heimniederlage gegen Bad Blankenburg (27:28) und im November dann noch die hauchdünne und ärgerliche 29:30-Pleite in Mühlhausen. Ansonsten allerdings konnten alle anderen neun Spiele siegreich gestaltet werden. Seit acht Spielen gaben die bevorstehenden Hausherren keinen Punkt mehr ab. Allein aus dieser Tatsache heraus und weil die SHV-Mannen ein Heimspiel haben, dürften sie der Favorit sein.

Die Gäste aus Suhl ließen im weiteren Saisonverlauf einige Federn mehr, demonstrierten allerdings auch Stärke. So zum Beispiel beim Heimsieg gegen Mühlhausen (32:30) oder dem 32:32-Remis im Werratal. Gerade zur Derbyzeit laufen die Jungs aus der Waffenstadt zur Hochform auf. Das war früher schon so und wird wohl auch so bleiben. Doch etliche der Akteure auf beiden Seiten, die da am Samstagabend auf dem Sonneberger Parkett stehen werden, können mit dem Begriff Derby oder der vermeintlichen Rivalität beider traditionellen Handballstädte wenig anfangen. Das ist zwar einerseits verständlich, andererseits aber auch leider die ehrliche Wahrheit.

In beiden Reihen stehen so gut wie keine einheimischen Spieler mehr. In beiden Vereinen wurde die Nachwuchsarbeit über Jahre vernachlässigt und in beiden Vereinen wurde Gott sei Dank mittlerweile erkannt, dass es ohne eigene Jugend auf Dauer nicht funktionieren kann. Doch bis dieser eigene Nachwuchs sich wieder historische Duelle wie einst unter anderem die Gebrüder Blechschmidt auf Seiten der Spielzeugstädter und die Gebrüder Gerstenberg auf Seiten der Waffenstädter liefern wird, dauert es noch etliche Jahre. Für einen anderen aber könnte es das letzte Derby dieser Art sein – und damit auch ein besonderes: Sonnebergs Spielertrainer Manuel Müller. Der mittlerweile 42-Jährige spielte einst Bundesligahandball in Suhl, kam dann Mitte der 2000er nach Sonneberg und war einer der Garanten für die zurückliegenden erfolgreichen Jahre.

An Brisanz und Spannung wird es der Partie also keineswegs fehlen, wenn sich der Tabellenzweite (Sonneberg mit 26:6 Punkten) und der Tabellensiebte (Suhl mit 17:15 Punkten) am Samstagabend gegenüberstehen. Los geht’s wie gewohnt um 19 Uhr in der Steinbacher Dreifelderhalle und einmal mehr gilt, frühes Kommen sichert die besten Plätze!

Presse SHV

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