1. Männer: 27:25-Sieg im Südthüringenderby

Wenn auch knapp - Revanche geglückt

Handball, Thüringenliga Männer, 17. Spieltag, Bericht

Sonneberger HV – SG Suhl/Goldlauter 27:25 (16:13)

Sonneberg. Vor einer stimmungsvollen Kulisse von gut 400 Zuschauern besiegten am vergangenen Samstagabend die Thüringenligamänner des Sonneberger Handballvereins (SHV) im Südthüringenderby den Kontrahenten von der Spielgemeinschaft aus Suhl und Goldlauter mit 27:25. Die Revanche für den bitteren Punktverlust aus dem Hinspiel ist damit gelungen, auch wenn der Erfolg erneut bis zum Ende auf Messers Schneide stand. Für die zahlreichen heimischen Zuschauer – aus Suhl war es nur eine Hand voll – bot das Spiel demnach erneut Spannung bis zum Ende und einen schlussendlich sicherlich verdienten Sieger.

Ein spielerisch hochklassiges Derby war es allerdings nicht, dafür dominierten vor allem im zweiten Durchgang die Abwehrreihen und die Torhüter dahinter. Und Sonnebergs Alin Plesca zwischen den Pfosten avancierte in der Endphase zum Matchwinner. Erst nahm er den Gästen einige freie Würfe ab und eine Minute vor Schluss hielt er den entscheidenden Strafwurf von Suhls Richard Vagner. Damit sicherte er seinen Farben den Zwei-Tore-Vorsprung, den seine Vorderleute diesmal dann auch sicher über die Zeit brachten. Doch bis dahin war es eine unnötige Zitterpartie, die bereits vor dem Spiel begann.

Regisseur Krisztian Benak meldete sich mit Virusgrippe ab, Marius Ignat fehlt nach seinem Kreuzbandriss sowieso, Martin Schleuchardt war privat verhindert und im Abschlusstraining am Freitag knickte Linksaußen Anatoli Bulov auch noch schmerzhaft um. Die Alternativen auf der Bank waren also rar gesät und so reaktivierte Spielertrainer Manuel Müller kurzer Hand Sonnebergs Urgestein Martin Blechschmidt. „Manuel rief mich mittags an und fragte, wie es mir geht. Da war mir schon klar, was er wollte“, verriet der einstige Toptorschütze schmunzelnd und ergänzte: „Lange musste ich natürlich nicht überlegen. Das Derby stand an und da stellte ich mich für den Notfall gerne in den Dienst der Mannschaft.“ Dieser Notfall trat zwar nicht ein, doch es gab einige Phasen im Spiel, in denen frischer Wind und eine Verschnaufpause für den einen oder anderen Akteur sinnvoll erschien. Ob Blechschmidt hätte helfen können, steht freilich in den Sternen und am Ende ist es ja noch einmal gut gegangen. Doch mit einer derartigen Angriffsleistung braucht man kommende Woche beim Spitzenspiel in Bad Blankenburg gar nicht erst antreten.

Die Hausherren kamen schon schwer in die Partie, lagen schnell mit 0:2 zurück und konnten erst nach über fünf gespielten Minuten ausgleichen (2:2). In der Folgezeit aber übernahmen die Gastgeber das Ruder und gingen in Führung (6:3 in der 10. Spielminute). Als Spielertrainer Manuel Müller nach 24 Minuten auf 14:9 erhöhte, schien es, als wäre man in ruhigeres Fahrwasser abgebogen. Bis zum Pausenpfiff konnten die Gäste aber noch verkürzen und so ging es mit einem 16:13 in die Kabinen. Dort kritisierte Coach Konstantin Selenow vor allem die Unruhe auf dem Parkett. Einige Spieler waren mehr mit sich und den Schiedsrichtern beschäftigt, als sich auf das Handballspielen zu konzentrieren. Doch die beiden routinierten Unparteiischen Sascha Hauke und Christian Lindig fanden eine gesunde Mischung und sorgten schnell wieder für Ruhe. Am Ende kann man es auch ihnen zu rechnen, dass dieses Derby mit nur insgesamt drei Zeitstrafen auskam und sehr fair verlief.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber schnell mit einem Doppelschlag des Kapitäns Marius Bondar und eines weiteren Treffers von Rechtsaußen Peter Deli auf 19:13. Die letzten zwanzig Minuten hätten also ruhig und entspannt verlaufen können. Doch es kam Sand ins Getriebe, vor allem im Angriff. Etliche Male bissen sich die Spielzeugstädter nun an der sehr variablen Suhler Deckung die Zähne aus oder scheiterten am gut aufgelegten Tizian Bittermann im Kasten dahinter. Und so verkürzten die Gäste aus der Waffenstadt Stück für Stück. Nach 44 Minuten stand es nur noch 20:16 und nach 51 Minuten 23:20. Als Suhls Richard Vagner kurz darauf mit einem Doppelschlag auf 22:24 aus Sicht der Gäste verkürzte, waren noch vier Minuten zu spielen. Erinnerungen an das Hinspiel kamen auf und die Nervosität wurde nicht besser. Doch Bondar ging voran und auch Bulov biss auf die Zähne, sodass die Hausherren mit energischen Treffern die Führung verteidigten. Dennoch wurde es noch einmal eng und wer weiß, wie das Spiel ausgegangene wäre, wenn Suhls Vagner eine Minute vor Schluss den Anschlusstreffer zum 25:26 markiert hätte. Doch Plesca im Sonneberger Tor beruhigte mit seinem zweiten gehaltenen Strafwurf die Nerven und sicherte so den Doppelpunktgewinn.

Presse SHV

Sonneberg: Plesca, Lonica; Schmidt, Blechschmidt, Bursuc (2), Müller (2), Bondar (11/1), Cadar (4), Dietrich, Chirila (1), Deli (2), Bulov (5), Konsel

Strafwürfe: Sonneberg: 1/1, Suhl: 3/5

Zeitstrafen: Sonneberg: 2, Suhl: 1

Zuschauer: 400

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