Handball, Bericht zur Mitgliederversammlung des SHV

Handballer landen „Transfercoup“

Sonneberg. Am zurückliegenden Freitagabend trafen sich die Mitglieder des Sonneberger Handballvereins (SHV) zur ordentlichen Mitgliederversammlung in Neufang. Dabei stand neben der obligatorischen Entlastung des Vorstands und der Kassenprüfer auch deren Neuwahl an. Kurzum, alle wurden entlastet und in gleicher Besetzung neu in die entsprechenden Ämter gewählt.

So wird Alexander Ebert weiter als Vorsitzender agieren, sein Stellvertreter bleibt Uwe Scheler und Pit Poser fungiert als Schatzmeister. Als Kassenprüfer wurden Hartmut Puff und Martin Blechschmidt wieder gewählt. Zwischen Entlastung und Neuwahl der Gremien stand jedoch ein weiterer wichtiger Punkt auf der Tagesordnung. Es ging um die zukünftige strategische Ausrichtung des Vereins und die daraus resultierenden Ziele. Alexander Ebert berichtete dabei von der womöglich einmaligen Gelegenheit, die sich in der jüngeren Vergangenheit ergeben hat. Bei der Suche nach Spielern für die erste Männermannschaft kam man mehrfach mit Hans-Joachim Ursinus ins Gespräch. Handballkennern ist dieser Name natürlich ein Begriff. Fast 25 Jahre lang trainierte er die Eisenacher Handballer, unter anderem auch in der Bundesliga. Einer seiner größten Erfolge war zweifelsohne der Gewinn der DDR-Meisterschaft. Er war es, der die Kontakte zu den beiden aktuellen Neuzugängen herstellte. Und in diesen Gesprächen wurde schnell klar, dass man ähnliche Vorstellungen zur Entwicklung eines Vereins vor allem im Nachwuchsbereich hat. Die Gespräche wurden intensiver und mündeten darin, dass sich Ursinus vorstellen kann, den Sonneberger Handballverein auf seinem Weg zu begleiten und zu unterstützen.

Ob man sich überhaupt auf den Weg begeben soll, darüber wurde in der Mitgliederversammlung diskutiert. Ziel soll es sein, die erste Männermannschaft relativ kurzfristig in die Mitteldeutsche Oberliga zu bringen, um so die Attraktivität des Vereins unter anderem für potentielle Sponsoren zu steigern. Diese gesteigerte positive Wahrnehmung soll dann der Grundstein dafür sein, die Jugend- und Nachwuchsarbeit noch weiter ausbauen zu können. Dabei wird es natürlich von Nöten sein, sowohl die finanziellen als auch personellen Strukturen im Verein neu zu überdenken und auf breitere Beine zu stellen. Dafür ist die Mithilfe des gesamten Vereins samt seiner Mitglieder erforderlich und zumindest bei der zurückliegenden Versammlung waren sich alle einig, ein solches Großprojekt gemeinsam anpacken zu wollen. Jetzt müssen den Worten nur noch die Taten folgen!

Für die Erreichung und Verwirklichung derartiger Ziele ist es natürlich Gold wert, einen erfahrenen Mann an seiner Seite zu wissen. Und da kommt eben jener Hans-Joachim Ursinus ins Spiel. Er soll als sportlicher Leiter der ersten Männermannschaft die Fäden im Hintergrund zusammenhalten. Seine Kontakte, Verbindungen und sein Knowhow sollen helfen, die Strukturen neu zu ordnen und breit genug aufzustellen, um höhere Ziele erreichen zu können. Denn über eines herrschte auf der Mitgliederversammlung ebenfalls Einigkeit: Harakiri-Aktionen wird es nicht geben. Sowohl sportlich muss es passen, die personellen Strukturen müssen gefestigt werden und zu guter Letzt muss auch der finanzielle Unterbau entsprechend ausgestaltet sein. An diesen Zielen will man nun in Sonneberg, gemeinsam mit Hans-Joachim Ursinus arbeiten und dabei vor allem ein Ziel nie aus den Augen verlieren, das eigene Projekt, welches vor drei Jahren ins Leben gerufen und bereits ausgezeichnet wurde: „Handball statt Internet“. Kinder und Jugendliche sollen für den Sport und das gemeinsame Miteinander begeistert werden!

Presse SHV