Männer II: Bericht zum Auswärtssieg in Gotha

Handball, Verbandsliga Männer, 7. Spieltag, Bericht

GoGo Hornets 3 – Sonneberger HV II 24:27 (14:14)

Erneut ohne Auswechselspieler

Gotha, Sonneberg. Im letzten Spiel in der Verbandsliga Thüringen im Jahr 2015 musste die zweite Männermannschaft des Sonneberger HV (SHV) bei der HSG GoGo Hornets 3 in Gotha antreten. Man könnte sagen, wie beinahe üblich in dieser Saison, sah sich Spielertrainer Ronny Kienel erneut einer sehr prekären Personalsituation gegenüber. Während der Gastgeber mit 13 Spielern aufwartete, musste Sonneberg wie bereits am vorherigen Spieltag mit sieben Spielern und damit ohne jegliche Auswechselmöglichkeit auskommen. Es war daher klar, dass die Verteidigung der Tabellenführung eine enorm schwere Aufgabe sein sollte.

Um es vorwegzunehmen, was die Sonneberger aus ihren Möglichkeiten machten, kann man fast schon als sensationell bezeichnen. Der SHV fand im Angriff gut ins Spiel und konnte mit sehenswerten Kombinationen und mit überzeugendem „Eins-zu-Eins-Spiel“ vor allem durch die beiden Routiniers Kroll und Kienel überzeugen. Das Problem in der ersten Halbzeit war allerdings die Abwehr. Immer wieder kamen die GoGo Hornets zu einfachen Toren. Insbesondere der wurfgewaltige Sobanic bereitete den Sonnebergern Schwierigkeiten und erzielte alleine in der ersten Halbzeit 10 Treffer. Und so konnte sich im ersten Spielabschnitt keine der beiden Mannschaften absetzen. Sobald ein Team in Führung ging, erfolgte postwendend der Ausgleich durch die Gegenseite. Am Ende der ersten Halbzeit leuchtet daher ein 14:14 auf der Anzeigetafel.

Auch wenn der SHV ohne Auswechselspieler auskommen musste, so kamen die Spielzeugstädter sprichwörtlich wie „ausgewechselt“ aus der Kabine. Man kämpfte verbissen und zeigte nun eine ganz starke Abwehrleistung. Der in der ersten Halbzeit so torgefährliche Sobanic fand in Bartl seinen Meister und konnte nur noch bei Siebenmetern erfolgreich einnetzen. Auch Jonas Wicklein glänzte im Tor und ließ ganze elf Minuten kein einziges Tor zu. Der SHV konnte aus der sicheren Abwehr heraus in der 47. Spielminute beim Spielstand von 25:18 gar einen Sieben-Tore-Vorsprung herausspielen. Wer nun glaubte, die Partie sei gelaufen, der sah sich getäuscht. Der Gastgeber ließ nicht locker, mobilisierte alle Kräfte und konnte tatsächlich in der 58. Spielminute den 24:26 Anschlusstreffer erzielen. Die Partie war damit wieder völlig offen. Spielertrainer Kienel kommentierte die Situation mit den Worten: „In dieser Spielphase haben wir einfach viel zu unkonzentriert gespielt, eine Auswechslung hätte hier sicher für Entlastung sorgen können“. Kienel selbst fasste sich in der 59. Spielminute ein Herz, versuchte durchzubrechen und konnte nur durch einen Foul gestoppt werden. Den anschließenden spielentscheidenden Siebenmeter verwandelte er sicher und der Kampfgeist der Gastgeber war damit gebrochen. Sonneberg ließ nun nichts mehr anbrennen und feierte beim Endstand von 27:24 einen vielumjubelten und verdienten Sieg nach einer erneut starken kämpferischen Leistung.

Die zweite Männermannschaft geht nun in die verdiente Weihnachtspause und kann sich von den vorangegangenen Strapazen erholen. Bleibt zu hoffen, dass sich die Personalsituation im nächsten Jahr ein wenig entspannt, wenn der SHV II am 16.1. in Zella-Mehlis antreten muss. Denn eins ist klar, lange kann dieser Spießroutenlauf nicht gut gehen. Jede rote Karte oder Verletzung wäre von den Sonnebergern bei dieser dünnen Personaldecke nicht zu verkraften.

Sonneberg: Wicklein; Schleuchardt (4), Kroll (6/1), Kienel (6/2), Bartl (4), Dietrich (4), Hoffmann (3)

Strafwürfe: Sonneberg: 3/5; Weimar 3/3

Zeitstrafen: Sonneberg: 2; Weimar 8

Disqualifikation: Kubina (GoGo Hornets, 41. Min., 3x2min)

Zuschauer: 25

 

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