2. Männer: Bericht zum Sieg in Weimar

Handball, Verbandsliga Männer, 15. Spieltag, Bericht

HSV Weimar II – Sonneberger HV II 22:24 (10:13)

Vizemeisterschaft gesichert

Weimar, Sonneberg. Am 15. und damit vorletzten Spieltag der Verbandsliga Thüringen war die zweite Männermannschaft des Sonneberger Handballvereins (SHV) zu Gast beim HSV Weimar II. Die Sonneberger mussten die Reise in die Theaterstadt mit nur sieben Spielern antreten und somit standen Spielertrainer Ronny Kienel wie so oft in dieser Saison erneut keine Auswechselspieler zur Verfügung. Dabei war es für den SHV ein sehr wichtiges Spiel, denn mit einem Sieg konnte man die Vizemeisterschaft auch rechnerisch sichern.

 

Die Partie begann für die Sonneberger zunächst recht zerfahren und sowohl im Angriff als auch in der Abwehr wirkten die Gäste aus der Spielzeugstadt unkonzentriert, so dass der HSV Weimar II schnell mit 3:1 in Führung gehen konnte. Das schien aber der Weckruf gewesen zu sein, denn mit vier schnellen Toren in Folge konnte der SHV den Rückstand in eine 5:3-Führung umwandeln, welche in der 19. Spielminute beim Spielstand von 10:5 gar auf fünf Tore ausgebaut werden konnte. Bereits in dieser Phase zeigte sich, dass Martin Schleuchardt im Tor an diesem Spieltag zum Matchwinner avancieren sollte. Ein ums andere Mal brachte er die Gastgeber zur Verzweiflung und vernagelte sprichwörtlich seinen Kasten. Von daher reichte auf Seiten der Sonneberger eine mäßige Angriffsleistung, um schließlich mit einer Drei-Tore-Führung  die Halbzeitpause anzutreten.

Nach der Pause begann der SVH konzentriert und über die Stationen 15:12, 18:15 und 19:16 konnte man bis zur 43. Spielminute den Abstand von drei Toren halten. Ab da zeigte sich allerdings ein Bruch im Spiel der Sonneberger und Weimar konnte immer weiter verkürzen. Man darf es den Spielzeugstädtern aber auch nicht verdenken, während dem HSV Weimar II elf Feldspieler zur Verfügung standen, waren es beim SHV eben doch nur sechs. Die Gastgeber aus der Theaterstadt wechselten munter durch und schickten immer wieder einen frischen Spieler aufs Parkett. Die Sonneberger Spieler hingegen mussten ohne Verschnaufpause bis zur Leistungsgrenze kämpfen.  Ein gewisser Kräfteverschleiß ließ sich dementsprechend nicht vermeiden.  In der 53. Spielminute kam schließlich zur entscheidenden Situation:  Sonneberg patzte im Angriff zweimal in Folge und Weimar hatte im Gegenzug jeweils per Konter die Chance den 19:19-Ausgleich zu erzielen. Doch beide Male machte Schleuchardt den Gästen einen Strich durch die Rechnung und parierte die Würfe des freistehenden Gegenspielers. Auch wenn für die Gastgeber noch genügend Zeit gewesen wäre, so schien die Moral nach diesen beiden Paraden gebrochen.  Weimar glaubte nicht mehr an einen Erfolg. Der SHV hingegen bekam durch den sicheren Rückhalt Aufwind und mobilisierte nochmal alle Kräfte. Vor allem Kienel, der am diesem Tag mit sieben Treffern bester Torschütze war, drehte noch einmal auf und wurde von seinen Mitspielern (Dietrich, Blechschmidt) hervorragend am Kreis bedient. Kienel selbst erzielte schließlich in der 58. Spielminute den entscheidenden Treffer zum 24:20 und die Partie war quasi gelaufen. Der HSV Weimar II konnte zwar noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben, am verdienten Sieg der Sonneberger änderte dies aber nichts mehr.

Am Ende war es sicherlich nicht eines der schönsten Handballspiele, aber darauf kam es an diesem Tag auch wahrlich nicht an. Wichtig war aus Sonneberger Sicht lediglich der Sieg und diesen hat der SHV mit einer cleveren, routinierten und kräftesparenden Spielweise sicher eingefahren. Die Sonneberger können nun vom zweiten Tabellenplatz auch rechnerisch nicht mehr verdrängt werden. Theoretisch wäre sogar noch der Meistertitel drin, aber dazu müsste Behringen/Sonneborn in den letzten Spielen gewaltig patzen. Davon ist aber nach dem bisherigen Saisonverlauf nicht auszugehen. So freut sich die zweite Männermannschaft des SHV auf das letzte Spiel am 23.4. zu Hause gegen die GoGo Hornets II. Dieses Spiel findet als Vorspiel zur ersten Männermannschaft statt. Der SHV hofft daher auf zahlreiche Zuschauer, um die Vizemeisterschaft gebührend zu feiern. Gerade aufgrund der dünnen Personaldecke ist dies sicher eine herausragende Leistung, mit der zu Saisonbeginn nicht zu rechnen war.

Presse SHV / Thomas Wöhner

Sonneberg: Schleuchardt ; Kroll (6/4), Kienel (7), Dietrich (5), Blechschmidt, R. (4), Bartl(1), Hoffmann (1)

Strafwürfe: Sonneberg: 4/5; Weimar 3/3

Zeitstrafen: Sonneberg: 4; Weimar 7

Disqualifikation: Pähel (Weimar, 38. Min., 3x2min)

Zuschauer:  40

 

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