1. Männer: Bericht zum Heimsieg gegen Ronneburg

Handball, Thüringenliga Männer, 5. Spieltag, Bericht

Sonneberger HV – HSV Ronneburg 28:24 (16:11)

Überzeugender Heimsieg

Sonneberg. Nun hat es am fünften Spieltag der laufenden Thüringenligasaison der Männer auch die letzte Mannschaft erwischt, die bis dato verlustpunktfrei war. Durch den 28:24-Heimsieg fügten die Sonneberger den Ronneburgern deren erste Saisonpleite zu und hielten somit auch gleichzeitig Anschluss an die Tabellenspitze. Mit nunmehr 6:4-Punkten rangieren die Südthüringer aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz. Ronneburg strahlt trotz der Niederlage weiterhin vom Platz an der Sonne – der Tabellenspitze mit 8:2 Punkten.

Mit gut 350 Zuschauern fanden etliche Sonneberger Handballfans den Weg in die Steinbacher Dreifelderhalle und die, die da waren, haben ihr Kommen keinesfalls bereut. Sahen sie doch ein kurzweiliges, schnelles und intensives Handballspiel, das zwar auch von den Fehlern beider Teams lebte, aber dennoch recht hochklassig war. Das Prädikat Spitzenspiel konnte man am Ende des Tages also durchaus verteilen. Auch wenn sich Sonnebergs Spielertrainer Manuel Müller, der selbst nicht auf dem Parkett stand, nach dem Schlusspfiff nur bedingt zufrieden zeigte: „Klar bin ich mit dem Sieg zufrieden. Aber wenn wir unsere Fehlerzahl noch reduzieren, kommen wir nicht mehr in die Bredouille und können den Heimsieg mit sieben oder acht Toren nach Hause schaukeln. Das wäre wesentlich entspannter gewesen.“ Sein Gegenüber Stefan Koska auf Ronneburgs Bank lobte dagegen die Einstellung seiner Mannschaft: „Hier in Sonneberg zu verlieren ist für uns kein Beinbruch. Wir haben bisher ja fast über unseren Verhältnissen gespielt und in Sonneberg zu gewinnen, fällt nicht nur uns besonders schwer. Aber ich muss meiner Mannschaft trotzdem ein Kompliment machen, denn das wir noch einmal zurückgekommen sind, spricht für unser Team, deren Einstellung und unseren Zusammenhalt.“ Beide Trainer spielten damit auf die Phase nach der Halbzeit an. Bis dahin hatten die Südthüringer ein leichtes Übergewicht und konnten dieses auch kurz vor dem Pausenpfiff mit dem 16:11-Halbzeitstand demonstrieren. Und nach dem Pausentee spielten sich die Hausherren dann in einen kleinen Rausch, versenkten vorne nach Belieben und rührten in der Deckung den sprichwörtlichen Beton an. Außerdem entschied Nils Thomas zwischen den Pfosten das Torhüterduell zu diesem Zeitpunkt klar für sich. In dieser Phase zogen die Spielzeugstädter von 16:12 auf 19:13 davon. Eine Vorentscheidung schien gefallen und die Stimmung in der Halle war nahe dem Siedepunkt. Der nächste Heimsieg sollte nur noch Formsache sein. So oder ähnlich müssen die Gedanken einiger in der Halle gewesen sein, denn nunmehr stellten die Gastgeber für rund zehn Minuten das Handballspielen ein und überließen dem Gegner das Feld. Ronneburg nahm die Einladung natürlich dankend an und ehe man sich versah, waren die Gäste wieder dran und standen vor dem Ausgleich (19:18). Mit der gezückten grünen Karte und der damit verbundenen Auszeit rüttelte Müller seine Mannen jedoch wieder entscheidend wach. Er mahnte die fehlende Struktur im Angriff an und schickte zudem Alexander Ebert in den Kasten. Kurzum, beides waren die Sieggaranten. Vorne ließ man sich auch durch die Manndeckung gegen Martin Blechschmidt nicht beirren und Thorsten Zimmermann initiierte immer wieder gute Spielzüge, die dann auch erfolgreich abgeschlossen wurden. Exemplarisch dafür war der Einsatz des erst 18-Jährigen Nils Boseckert auf Rechtsaußen. Im bisherigen Saisonverlauf hatte er zwar noch kein Wurfglück, doch nach der Hinausstellung von Tom Rehm (drei diskutable Zeitstrafen!) rückte Martin Schmidt auf die Kreismitteposition und Boseckert kam auf Außen. In der entscheidenden Phase, als jeder Treffer zählte, erzielte er gleich zwei davon und war damit natürlich ein wichtiger Baustein im Gefüge der Spielzeugstädter. Herausheben kann man ob dieser Mannschaftsleistung an sich aber keinen einzelnen Spieler, denn alle riefen ihre Leistung zur richtigen Zeit ab. Ebert entschärfte hinten einige sogenannte Hundertprozentige und gab damit seinen Vorderleuten die nötige Ruhe und die entscheidende Zuversicht, dass an diesem Abend beide Punkte in Sonneberg bleiben sollten. Und so schafften es die Hausherren auch, sich aus der Umklammerung der Ronneburger zu lösen und von 19:18 wieder auf 23:18 davon zu ziehen. Spätestens beim 25:19 war dann die Entscheidung gefallen und zum Ende honorierten die zahlreichen Zuschauer die gezeigte Leistung auch mit stehenden Ovationen. Nach dem überzeugenden Sieg in Ziegelheim und dem jetzt nachgeschobenen gegen Ronneburg scheinen die Spielzeugstädter so langsam aber sicher ihren Rhythmus zu finden.

Presse SHV

Sonneberg: Ebert, Thomas, Wolf (n.e.); Schmidt (4), Boseckert (2), Müller (n.e.), Schlücke, Weitz (6/3), Blechschmidt (10/4), Zimmermann (3), Poser (1), Rehm (2)

Strafwürfe: Sonneberg: 7/10; Ronneburg: 4/5
Zeitstrafen: Sonneberg: 5+1 RK; Ronneburg: 4
Disqual.: Rehm (Sbg., 35. Min., 3x2 Min.)
Zuschauer: 350

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