1. Männer: Bericht zum Sieg in Jena

Handball, Thüringenliga Männer, 6. Spieltag, Bericht

HBV Jena – Sonneberger HV 24:29 (12:11)

Dank starker zweiter Hälfte zum Sieg

Sonneberg/Jena. Mit dem dritten Sieg in Folge bestätigten die Thüringenligamänner des Sonneberger Handballvereins (SHV) ihren Aufwärtstrend und besiegten zugleich einen Medaillenanwärter in dessen Halle. Beim sonntäglichen Aufeinandertreffen in Jena gewannen die Südthüringer vor allem dank einer starken zweiten Hälfte verdient mit 29:24 und hielten damit auch gleichzeitig den Anschluss an die Spitzenränge.

Den ersten Durchgang brauchten die Gäste aber noch, um ins Rollen zu kommen. Ob das an den sonntäglichen Klößen lag, bleibt zwar fraglich, aber damit sorgte Neuzugang Heiko Jäckel gleich zu Beginn der Auswärtsfahrt für gute Stimmung. “Wenn wir schon am Sonntagmittag unterwegs sind, dann müssen wir wenigstens Klöße mitnehmen!”, und so organisierte er von einer ortsbekannten Klößerei für alle ein kräftiges Mittagessen. Er selbst stellte nach seiner Rückkehr nach zweiwöchiger Abstinenz einmal mehr unter Beweis, welches Potential er hat und das er eine wahre Verstärkung ist. Vor allem im rechten Rückraum machte er immer wieder Druck und sorgte damit einerseits für Entlastung der eigenen Kollegen und stellte andererseits die gegnerische Deckung auch immer wieder vor neue Aufgaben. Den ersten Durchgang aber bestimmten vorerst die Hausherren. Nach dem 4:4 gingen diese mit drei Toren in Front (8:5, 10:7, 12:9) und waren kurz vor dem Seitenwechsel drauf an dran ein noch höheres Polster herauszuwerfen. Doch die Gäste aus der Spielzeugstadt besannen sich noch rechtzeitig der eigenen Stärke und verkürzten den Rückstand bis zur Pause auf einen Treffer (11:12 aus Sonneberger Sicht).

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Jenaer zwar schnell wieder den eigenen Vorsprung auf drei Treffer (16:13), doch dann waren auch die Sonneberger in der Partie. Den 13:16-Rückstand egalisierten sie und gingen selbst in Führung (17:16). Jena konnte dann letztmals beim 19:19 ausgleichen. In der Folgezeit dominierten die Spielzeugstädter, die in dem erst 18-Jährigen Nils Boseckert ihren besten Feldtorschützen hatten. Siebenmal suchte er den Abschluss und vollstreckte dabei auch siebenmal erfolgreich. Eine perfekte Quote des jungen Rechtsaußen, sodass der auf Heimaturlaub weilende Mike Weißbrodt gar nicht zum Einsatz kam. Doch nicht nur Boseckert, auch Jäckel und Moritz Weitz fanden in der Schlusssequenz immer wieder die entscheidende Lücke in der offensiven Jenaer Abwehr. So erhöhten die Sonneberger auf 23:20 und hatten mit der Einwechslung von Alexander Ebert das größte Pfund erst noch parat. Ebert hielt neben einem Strafwurf auch sechs Jenaer Würfe und leistete damit natürlich die ideale Vorarbeit, um den Vorsprung zu erhöhen. Beim 29:23 war die Messe dann gelesen und den letzten erfolgreichen Strafwurf der Gäste zum 29:24 kann man getrost in den sprichwörtlichen Skat drücken. Am Ende steht ein verdienter Auswärtserfolg, der vor allem im zweiten Durchgang eindrucksvoll herausgespielt wurde.

Presse SHV

Sonneberg: Thomas, Ebert, Wolf (n.e.); Boseckert (7), Müller, Jäckel (3), Schlücke, Weitz (7/4), Blechschmidt (7/4), Zimmermann (1), Poser (1), Weißbrodt (n.e.), Rehm (3)

Strafwürfe: Jena: 2/5; Sonneberg: 8/9
Zeitstrafen: Jena: 3+2 RK; Sonneberg: 6+1 RK
Disqual.: Wendt (Jena, 23. Min., grobes Foulspiel), Schlücke (Sbg., 47. Min, 3x2 Min.), Le (Jena, 57. Min., Tätlichkeit)

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