1. Männer: Bericht zum 28:15-Kantersieg

Handball, Thüringenliga Männer, 15. Spieltag, Bericht

Sonneberger HV – HSG GoGo Hornets 28:15 (14:8)

Erschreckend schwach

Sonneberg. „Wie konntet ihr nur dort verlieren?!“ Diese berechtigte Frage mussten sich einige Sonneberger Spieler nach der Partie von den Fans auf den Rängen stellen lassen. Allein eine nachvollziehbare Antwort blieben alle schuldig, denn die gibt es auch nicht. „In Goldbach war es eine reine Einstellungssache, die passte damals überhaupt nicht!“ gab Sonnebergs Spielertrainer Manuel Müller nach der Revanche unumwunden zu. „Heute aber waren wir von Anfang an das klar bessere Team und hätten eigentlich noch viel höher als 28:15 gewinnen müssen.“

Vor allem in der Vorwärtsbewegung unterliefen den Spielzeugstädtern noch viel zu viele Fehler. Unter anderem insgesamt 20 technische Fehler sprechen dabei eine deutliche Sprache. Dafür stand die Abwehr diesmal fast sensationell gut. „Klar waren die GoGo´s heute schwach, wir haben aber auch nicht mehr zugelassen!“ befand Müller nach der Partie. Er selbst war dabei einer der Sieggaranten, denn er stand über die volle Spielzeit mit im Deckungsinnenblock. Von dort dirigierte er die beiden offensiveren Philipp Oehrl und Andreas Schlücke, die den Rückraum der Gäste nahezu lahm legten. Dabei war es erschreckend schwach, wie wenig den eigentlich stärker eingeschätzten Gästen über die gesamten 60 Minuten einfiel. Doch ähnlich ging es den Spielzeugstädtern beim Hinspiel in der ersten Hälfte.

Als Ausrede kann dabei auch nicht gelten, dass in der Steinbacher Dreifelderhalle ohne das bei Handballern so geliebte Klebemittel gespielt wird. Freilich lässt es sich dadurch leichter mit dem Ball umgehen, die Bewegung der Beine hängt davon jedoch nicht ab und da waren die Rand-Gothaer viel zu statisch. Den Hausherren dagegen merkte man eine gewisse Spielfreude an, denn die letztwöchige Niederlage sollte so schnell wie möglich aus den Köpfen. Doch die Spielvorbereitung verlief diesmal anders als gewohnt. Eigentlich wird dabei zur Lockerung ein bisschen Fußball gespielt oder auf den Basketballkorb geworfen. Diesmal standen etliche Spieler zusammen. Mittendrin die beiden Verletzten Thorsten Zimmermann und Moritz Weitz. Bei Letzterem folgte unter der Woche der Schock! Die Saison ist vorbei! Im Laufe der kommenden Woche entscheidet sich noch, ob eine Operation von Nöten ist, doch sein schüsselförmiger Einbruch im Schienbeinkopf und  dem einhergehenden Knorpelschaden führen zu einer langwierigen Zwangspause. Nicht ganz so schlimm traf es Zimmermann, er könnte diese Saison noch zurückkehren. Je nach Heilungsverlauf geht man derzeit von knapp zwei Monaten aus. „Durch den Sturz auf die Schulter kugelte sich diese kurz aus und sprang wieder rein.“ Erklärte der gelernte Physiotherapeut und führte weiter aus: „Ich hoffe, dass alles was zusammen gehört auch so schnell wie möglich wieder zusammenwächst.“ Bleibt ihm zu wünschen, denn die Liste ist trotzdem lang: Schultereckgelenkssprengung, mit Bänderanriss, Muskelanriss und Sehnenanriss.

Das Spiel, welches extrem einseitig verlief, ist dagegen schnell erzählt. Coach Müller beorderte sich selbst mit in die Deckung und gab Andreas Schlücke im Angriff auf der Regieposition das Vertrauen. Dieser zahlte es mit einer starken Partie, sowohl vorne als auch hinten, zurück. Ebenso bewies der Spielertrainer mit der Besetzung der Torhüterposition ein glückliches Händchen. Michael Wolf tat es Nationalmannschaftstorhüter Andreas Wolff gleich und hielt in großer Manier. Er war ein sicherer Rückhalt für sein Team. So gelang es auch schnell mit 5:0 in Führung zu gehen. Diese wurde dann zwar kurz wieder verspielt (6:5), doch anschließend gelang es den Gastgebern erneut zu erhöhen und bereits zur Pause einen sicheren Vorsprung herauszuwerfen (9:5, 12:6, 14:8 HZ). Nach dem Seitenwechsel dauerte es eine Weile, bis auf der Anzeigetafel erstmals eine Zehn-Tore-Führung  aufleuchtete. Beim 20:10 war es dann aber soweit und so plätscherte das Spielgeschehen vor sich hin. Die Sonneberger machten nur so viel, um den Vorsprung zu halten und mit dem 28:15-Endstand die Schmach der Gäste in Grenzen zu halten. Einziger wirklicher Aufreger im zweiten Durchgang war die unnötige und völlig überzogene Aktion Lars Mickleys, der für seinen Schlag ins Gesicht von Tom Rehm vollkommen berechtigt die rote Karte der umsichtig leitenden Schiedsrichter Christian Luther und Gunnar Beyer erhielt. Nach einer  spielfreien Woche steht am 13. Februar schon das nächste Heimspiel auf dem Programm. Gegner dann wird Ziegelheim sein.

Presse SHV

Sonneberg: Wolf, Ebert (n.e.), Thomas (n.e.); Schmidt (3), Boseckert (2), Müller, Jäckel (2), Schlücke, Oehrl (5), Blechschmidt (4/4), Poser (5), Weißbrodt (3), Rehm (4)

Strafwürfe: Sonneberg: 4/6; GoGo: 4/6
Zeitstrafen: Sonneberg: 2; GoGo: 3+1RK
Disqual.: Mickley (GoGo, 41. Min., grobes Foulspiel)
Zuschauer: 300

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