1. Männer: Bericht zur Ziegelheim-Pleite

Handball, Thüringenliga Männer, 16. Spieltag, Bericht

Sonneberger HV – LSV Ziegelheim 19:20 (10:9)

Unterirdische Leistung

Sonneberg. Nach einem Spiel zum Vergessen schlichen Sonnebergs Thüringenligahandballer am vergangenen Samstagabend aus der Steinbacher Dreifelderhalle. Bei der 19:20-Pleite gegen Ziegelheim tat die Niederlage an sich genauso weh, wie das Zustandekommen. „Wir haben uns heute grottenschlecht präsentiert. Es war eine Schande, was wir unseren wieder zahlreich erschienen Zuschauern angeboten haben. Und selbst einen Punkt hatten wir diesmal nicht verdient“, fand Torhüter und Vorstandsvorsitzender des Sonneberger Handballvereins (SHV), Alexander Ebert, deutliche Worte nach dem Spiel. „Alle, sowohl die eingesetzten als auch die nicht eingesetzten Spieler sollten sich nach einem derartigen Spiel einmal grundsätzliche Gedanken machen.“ Ebert war selbst einen Tag nach der Niederlage noch stinksauer, weil er diese eben für vermeidbar hielt – schlimmer noch: Die Niederlage kam einer Blamage gleich und hätte so nicht passieren dürfen. Die Personalsituation ist dabei zwar ein großes Problem, doch vor zwei Wochen gegen die GoGo Hornets stand im Prinzip die gleiche Truppe auf dem Feld und schaffte es locker leicht zu gewinnen. Diesmal jedoch kam es anders.

Neben den langzeitverletzten Moritz Weitz und Thorsten Zimmermann fehlten auch Martin Blechschmidt (privat) und Heiko Jäckel (Bronchitis). Im Prinzip also eine komplette Rückraumformation. Diese vier Stammspieler zu ersetzen, fällt natürlich nicht leicht. Aber es hatte in der Vergangenheit bereits funktioniert. Woran lag es also, dass man sich gegen Ziegelheim so die Blöße gab? „Kämpferisch kann ich der Mannschaft nicht einmal einen Vorwurf machen“, nahm Spielertrainer Manuel Müller seine Jungs teilweise in Schutz, „es fehlte einfach die Durchschlagskraft“. Klar, aus dem Rückraum kam kaum etwas, doch bei einer Wurfquote von unter 50% könnte in den nächsten Wochen einfaches Wurftraining auf dem Plan stehen. Dass man dabei Torhüter-Urgestein Torsten Urwank im Ziegelheimer Kasten berühmt warf, passte unter dem Strich ins Bild.

Dabei hatte man kurz vor der Pause nach einigem hin und her (5:2, 7:7) die Partie scheinbar im Griff und führte schon mit 10:7, kassierte bis zum Pausenpfiff aber noch zwei Gegentreffer. Nach dem Seitenwechsel brachte Coach Müller Robert Blechschmidt – er stellte sich kurzer Hand aufgrund der Personalnot zur Verfügung. Er war es dann auch, der für neuen Schwung sorgte und Ziegelheims Besten, Oliver Kunz (11 Treffer), einigermaßen in seinem Tatendrang einschränkte. Allein mit dem Absetzen klappte es nicht und so blieben die Gäste aus Ostthüringen stets in Schlagdistanz (10:11, 14:13, 16:14), auch weil die Südthüringer eben immer wieder klarste Chancen ausließen oder aufgrund eines technischen Fehlers erst gar nicht zum Abschluss kamen. Die Schlussphase dann war dramatisch und aus Sonneberger Sicht nicht mit einem Happy End gekrönt, welches sicherlich auch schmeichelhaft gewesen wäre - denn wer kurz vor Schluss bereits 19:17 führt, sollte das Ding eigentlich nach Hause schaukeln. Doch es kam anders. Die Spielzeugstädter vertändelten den Ball und kassierten zwei Kontertreffer zum Ausgleich. Nach einem erneuten Ballverlust war es Kunz auf Seiten von Ziegelheim, der den 20. Treffer der Gäste erzielte. Im Gegenzug schafften es die Hausherren zwar mit dem Schlusspfiff noch einmal einen Strafwurf heraus zu holen, doch diesen versemmelte Kapitän Pit Poser und somit war die 19:20-Niederlage besiegelt.

Presse SHV

Sonneberg: Ebert, Thomas, Wolf; Schmidt (3), Boseckert (3), Müller, Schlücke (1), Oehrl (5), Poser (6/2), Rehm (1), R. Blechschmidt

Strafwürfe: Sonneberg: 2/5; Ziegelheim: 2/2
Zeitstrafen: Sonneberg: 4; Ziegelheim: 4
Zuschauer: 300

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