1. Männer: Bericht zum Erfolg gegen Jena

Handball, Thüringenliga Männer, 18. Spieltag, Bericht

Sonneberger HV – HBV Jena 25:23 (12:13)

Ein Sieg des Willens

Sonneberg. Freilich schwingen Sonnebergs Thüringenligahandballer derzeit nicht die feinste spielerische Klinge, die zwei letzten Punktspielniederlagen zeigten dies. Doch gerade in Anbetracht der angespannten Situation demonstrierte die erste Männermannschaft des Sonneberger Handballvereins (SHV) am vergangenen Samstagabend Stärke und Teamgeist und bog ein fast verloren geglaubtes Spiel noch in einen Heimsieg um. Mit dem 25:23-Erfolg gegen Jena gelang der erhoffte Befreiungsschlag, denn bei einer erneuten Niederlage hätte man wohl das Wort Krise in den Mund nehmen müssen.

Doch durch diesen Sieg des Willens, bei dem einer für den anderen kämpfte, zerstreuten sich die (eigenen) Zweifel und er sollte zugleich Ansporn für die nächsten Aufgaben der Saison sein. Als Zeichen der Stärke und mannschaftlicher Geschlossenheit gebührt diesmal ein Lob einem Spieler, der bisher noch weniger in Erscheinung getreten ist. Michael Wolf im Tor. Er stand über die gesamte Spielzeit zwischen den Pfosten, hielt bis zur 55. Minute ordentlich, wuchs dann aber über sich hinaus. Seinen Paraden war es zu verdanken, dass die Spielzeugstädter am Ende triumphierten und so auch die eigenen Fehler kaschiert wurden. Gleich drei freie Würfe nahm er den Jenaern in den Schlussminuten ab und sicherte so den achten Heimsieg der Saison.

Die Sonneberger begannen mit der derzeit gewohnten Aufstellung. Von links nach rechts standen Pit Poser, Philipp Oehrl, Andreas Schlücke, Heiko Jäckel, Nils Boseckert und Tom Rehm (Kreis) auf der Platte. Jäckel wechselte im Deckungsverband mit Spielertrainer Manuel Müller. So richtig kam man aber nicht rein ins Spiel – weder vorne noch hinten. Und so war es die logische Folge, dass die Hausherren schnell mit 1:5 im Hintertreffen lagen. Müller fing da bereits an zu wechseln. Er selbst führte nun auch im Angriff Regie und konnte so einige Torchancen mehr generieren. Schlücke dagegen konzentrierte sich mit seinen anhaltenden Schulterproblemen auf die Abwehr und war dort erneut ein wichtiger Faktor.  Doch so sehr sich die Sonneberger auch mühten, ausgleichen konnten sie kein einziges Mal. Beim 5:6 war man zwar wieder in Schlagdistanz, musste beim 7:10 aber schon wieder aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren. Nun kam auch Martin Blechschmidt in die Partie. Doch auch seine Hereinnahme zeigte vorerst nicht die gewünschte Wirkung. Jena erhöhte die eigene Führung und die Gastgeber lagen auf einmal mit 8:13 hinten. Fünf Tore Rückstand, kurz vor der Pause, waren schon ein dickes Brett. Doch die Spielzeugstädter erwachten - gerade noch rechtzeitig möchte man meinen. Mit einem energischen Schlussspurt verkürzten sie bis zum Pausenpfiff Tor um Tor. Und so war es Routinier Martin Schmidt vorbehalten den Schlusspunkt unter die erste Hälfte zu setzen. Mit der Pausensirene netzte er frei vom Kreis zum 12:13 ein und alles war wieder offen!

Nach dem Seitenwechsel gelang aus Sonneberger Sicht glücklicherweise gleich mehrfach der Ausgleich (13:13, 14:14, 16:16). Doch so richtig lief das eigene Spiel immer noch nicht. Eine Zeitstrafe und damit verbundene unnötige Hektik im Spiel der Hausherren wirkte sich dann fast spielentscheidend aus. Jena nutzte diese Schwächephase eiskalt aus, spielte ruhig und besonnen die eigenen Angriffe aus oder war über den Gegenstoß erfolgreich. Eh man sich versah, leuchtete ein 16:20 auf der Anzeigetafel auf. „Nicht schon wieder verlieren“, spukte da mit Sicherheit in etlichen Sonneberger Köpfen umher. Doch es ging ein erneuter und entscheidender Ruck durch die Mannschaft. Angeführt von einem in der Schlussphase zurückkehrenden Spielertrainer Müller und einem energischen Blechschmidt kämpften sich die Gastgeber zurück, verkürzten auf 19:20 und egalisierten das Spiel beim 21:21. Die eigene Führung zum 22:21 sorgte dann endlich für laute Jubelstürme in der Halle und als Jäckel mit einem Gewaltwurf von halblinker Position auf 24:22 erhöhte, erreichte die Stimmung ihren Siedepunkt. Doch Jena gab sich nicht auf, überwand den starken Wolf im Tor doch noch einmal und hatte dann noch gut 30 Sekunden Zeit in Ballbesitz zu kommen. Nach der Sonneberger Auszeit spielten diese die Zeit aber clever herunter und einem der beiden besten Feldtorschützen war es vorbehalten mit einem Solo-Lauf den Schlusspunkt zu setzen: Manuel Müller lochte knapp 10 Sekunden vor der Schlusssirene zum entscheidenden 25:23 ein und sorgte damit natürlich für Jubelstürme auf Sonneberger Seite.

Presse SHV

Sonneberg: Wolf, Ebert (n.e), Thomas (n.e.); Schmidt (1), Boseckert (1), Müller (5), Jäckel (4), Schlücke (1), Oehrl (2), Blechschmidt (8/3), Poser (1), Rehm (2)

Strafwürfe: Sonneberg: 3/4;  Jena: 0
Zeitstrafen: Sonneberg: 4; Jena: 2+1RK
Disqual.: Grau (Jena, 52. Min., Tätlichkeit)
Zuschauer: 250

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