1. Männer: Vorbericht zum Südthüringenderby gegen Suhl

Handball, Thüringenliga Männer, 20. Spieltag, Vorbericht

Sonneberger HV – SG Suhl/Goldlauter Sa. 19 Uhr (SBBS-Halle)

Derby der Verletzungsgeplagten

Sonneberg. Wenn am kommenden Samstagabend die Teams aus Sonneberg und Suhl im Südthüringenderby aufeinandertreffen, ist dies zugleich ein Spiel zweier Mannschaften gegeneinander, die in der laufenden Saison mehrere Lieder über Verletzungssorgen singen können. Dies ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass es bei beiden Südthüringer Vertretern in der höchsten Spielklasse des Freistaats in der aktuellen Saison nicht richtig rund läuft.

 

Hatten sich die Spielzeugstädter einen Medaillenplatz vorgenommen und sicherlich auch mit einem Auge auf die Meisterschaft geschielt, haben die Waffenstädter noch ärgere Probleme. Sonneberg rangiert auf dem fünften Platz, jenseits von Gut und Böse. Suhl dagegen musste nach der starken zurückliegenden Saison einen Absturz verkraften. Die bisherigen mageren elf Pluspunkte (11:29 Punkte) reichen derzeit noch nicht einmal für den sicheren Klassenerhalt. Deshalb spukt das Abstiegsgespenst schon leise umher in Suhl. In der Abstiegsfrage der laufenden Spielzeit hängt jedoch auch vieles davon ab, wie sich Hermsdorf in der höheren MHV-Oberliga schlägt. Sollten diese wie geplant die Klasse halten, gibt es in Thüringen in diesem Jahr vermutlich nur einen Absteiger. Auf das Tabellenschlusslicht aus Könitz/Saalfeld haben die Suhler auch noch fünf Punkte Vorsprung. Insofern ist alles ok. Sollte es aber doch zwei Absteiger geben, wird sich dieser wohl unter den Vereinen aus Weimar (10:28 Punkte), Jena (12:26 Punkte), Erfurt (14:26 Punkte) und eben Suhl finden lassen müssen. Ganz einerlei ist den Suhlern um Trainer Jacek Mularcyzk also dennoch nicht, wenn es um die Abstiegsfrage geht. Pluspunkte werden demnach mehr als dringend gebraucht und so werden sich die Waffenstädter noch kämpferischer präsentieren, als man das eh gewohnt war. Derbys haben zudem sowieso ihre eigenen Gesetze und so kann man sich am Samstag ab 19 Uhr in der Steinbacher Dreifelderhalle mit Sicherheit auf einen spannenden Handballabend einstellen.

Dass ein Tabellenplatz nicht immer Aufschluss über die Spiel- und Kampfstärke gibt, mussten die Spielzeugstädter erst in jüngster Vergangenheit erleben. Sowohl gegen Jena (25:23) als auch in Erfurt (26:26) hatte man Probleme, wobei man auch sagen muss, dass es doch überraschend ist, diese Teams im Tabellenkeller wieder zu finden. Ähnlich denkt man das bei Suhl. Konnten die Waffenstädter in der zurückliegenden Spielzeit noch auf einem guten sechsten Rang abschließen, spielen sie aktuell gegen den Abstieg. Die Gründe für diese Misere sind sicherlich vielschichtig. Mit Sascha Kleint musste man einen Leistungsträger ziehen lassen und auf der Trainerbank gab es ebenfalls einen Wechsel. Doch das können eigentlich nicht die ausschlaggebenden Gründe dafür sein, dass man in der laufenden Spielzeit erst vier Siege einfahren konnte. Die Anfangs zitierte Verletztenmisere spielt dabei wahrscheinlich eine größere Rolle. Einige Leistungsträger mussten im laufenden Spielbetrieb ersetzt bzw. kompensiert werden. Bei Vereinen wie in Suhl oder auch Sonneberg ist das nur schwerlich möglich. Nicht umsonst wird in der Spielzeugstadt am Samstag ein alter Bekannter zwischen den Suhler Pfosten stehen. Thomas Werner kehrt als Aktiver zurück nach Sonneberg und muss dabei gegen einige seiner Freunde antreten. Von Verletzungsproblemen blieben die Spielzeugstädter in diesem Jahr jedoch auch nicht verschont. War die Erfolgswelle, auf der man letztes Jahr noch schwamm, vor allem den nicht vorhandenen Verletzten zuzuschreiben, trifft es das Team um Spielertrainer Manuel Müller diesmal auch knüppelhart. Müller selbst und auch Routinier Martin Schmidt mussten dabei bereits mehr eingreifen, als ihnen eigentlich lieb war.

Am kommenden Samstag jedenfalls wird sich die Mannschaft wieder so gut wie von alleine aufstellen, denn mit Mike Weißbrodt, Moritz Weitz, Thorsten Zimmermann und Pit Poser fehlen definitiv vier Stammspieler. Doch Bange machen gilt nicht, vor allem nicht im Südthüringenderby. Egal wer bei beiden Teams auf der Platte stehen wird. Es wird heiß zur Sache gehen – wie es sich für ein Derby eben gehört!

Presse SHV

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