1. Männer: Bericht zum Derby-Heimsieg

Handball, Thüringenliga Männer, 20. Spieltag, Bericht

Sonneberger HV – SG Suhl/Goldlauter 29:19 (16:6)

Feuerwerk in erster Hälfte

Sonneberg. Dank einer ersten Hälfte zum mit der Zunge schnalzen, dominieren Sonnebergs Thüringenligahandballer das Südthüringenderby gegen Suhl nach Belieben. Mit einer 16:6-Führung verabschiedeten sich die Spielzeugstädter zum Pausentee, taten danach aber nur noch das Nötigste. Gegen erschreckend schwache Suhler brannte jedoch nichts mehr an und die gut 300 Zuschauer bekamen in einer einseitigen Partie trotzdem immer Leckerbissen serviert und honorierten die Leistung am Ende mit stehenden Ovationen.

 

Der Funke sprang dabei gleich im ersten Angriff vom Parkett auf die Ränge über. Tom Rehm wurde am Kreis gefoult und den fälligen Strafwurf versenkte Martin Blechschmidt sicher gegen den ehemaligen Mannschaftskollegen Thomas Werner, der bei Suhl von Beginn an zwischen den Pfosten stand. Doch Werner bekam kaum etwas zu fassen, vor allem weil seine Gegenüber viel zu leicht zum Abschluss kamen. Die Spielzeugstädter zeigten sich dabei von Beginn an hellwach und ließen sowohl vorne als auch hinten nichts anbrennen. Im Angriff führte erneut Philipp Oehrl ordentlich Regie und setzte seine Nebenleute immer wieder gekonnt in Szene bzw. leitete die richtigen Spielzüge ein. Spielerisch waren die Hausherren den Gästen aus der Waffenstadt diesmal bei Weitem überlegen und da die Sonneberger Defensive ebenfalls nahezu perfekt stand, schauten sich die Spieler von Trainer Jacek Mularczyk immer wieder konsterniert an. Ihnen fiel einfach nichts ein, um die Sonneberger Deckung zu knacken und selbst wenn sie einmal durchkamen, stand zwischen den Pfosten ein glänzend aufgelegter Alexander Ebert, der mit etlichen Paraden seine Gegenüber zum Verzweifeln brachte. So setzten sich die Spielzeugstädter schnell ab (5:1) und erhöhten die eigene Führung kontinuierlich (10:5, 15:5). Dabei musste man eine neuerliche Hiobotsbotschaft verkraften, denn Heiko Jäckel fiel bereits Mitte der ersten Hälfte aus. Nach einem leichten Zweikampf im Zurücklaufen fiel er unglücklich auf die linke Schulter, diese sprang raus, aber nicht mehr rein. Mit schmerzverzerrtem Gesicht ging es für ihn umgehend in die Notaufnahme. In der Schulter ist nunmehr zwar augenscheinlich wieder alles an der richtigen Stelle, welche Verletzungen er aber davon getragen hat, muss abgewartet werden. Es steht zu befürchten, dass auch für ihn die Saison gelaufen ist und so dezimiert sich der Kader um einen weiteren wichtigen Akteur. Die ausstehenden sechs Saisonspiele werden also vermutlich zur Zerreißprobe, denn durch Jäckels Ausfall musste Spielertrainer Manuel Müller auch über die volle Spielzeit ran. Da kann man von Glück reden, dass das Praktikum von Mike Weißbrodt in Hamburg beendet ist und wenigstens er wieder zurückkehrte. Bei seinem Einstand durfte er über die Hälfte der Spielzeit ran und fügte sich gleich ordentlich ein.

Als die Mannschaften nach der Pause aus den Kabinen kamen und die Hausherren bereits mit 16:6 führten, war der Heimsieg für viele nur eine Frage der Höhe. Doch diesmal starteten die Gäste besser und versuchten zurück ins Spiel zu finden. Bei den Spielzeugstädtern war dagegen noch einiges an Sand im Getriebe und so verkürzten die Waffenstädter bis auf fünf Treffer (19:14).  Dann jedoch lösten auch die Gastgeber wieder die Bremse und überrollten die Gäste aus Suhl förmlich. Allen voran war es Routinier Martin Schmidt der immer wieder mit schnellen Angriffen erfolgreich einnetzte. Er war am Ende mit neun Treffern erfolgreichster Werfer. Als man so vier Tore am Stück erzielte und anschließend beim 25:15 wieder zehn Tore Differenz auf der Anzeigentafel aufleuchteten, war die Messe endgültig gelesen und der Bann gebrochen. Bis zum Schlusspfiff wogte das Spielgeschehen nun hin und her, ohne das es noch größere Vorkommnisse gab (29:19).

Nach dem Schlusspfiff gab es noch ein Erinnerungsfoto mit den Kindern des Sonneberger Kinderheims. Diese waren auf Einladung des Vereins zum Heimspiel dabei und erlebten ein sehr kurzweiliges Spiel mit fantastischer Stimmung in der Halle – kurz um, ein perfekter Ausflug und eine gelungene Idee der SHV-Verantwortlichen.

Das nächste und vorletzte Heimspiel der Saison findet erst wieder am 23. April in der Steinbacher Dreifelderhalle statt.

Presse SHV

Sonneberg: Ebert, Thomas (n.e.); Schmidt (9/2), Boseckert (2), Müller (3), Jäckel, Schlücke (1), Oehrl (2), Blechschmidt (5/1), Weißbrodt (2), Rehm (5)

Strafwürfe: Sonneberg: 3/4; Suhl: 3/4
Zeitstrafen: Sonneberg: 5; Suhl: 3
Zuschauer: 300

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