1. Männer: Bericht zur Eisenach-Pleite

Ernüchterung am zweiten Spieltag

Handball, Thüringenliga Männer, 2. Spieltag, Bericht

Sonneberg/Eisenach. Bereits am zweiten Spieltag der noch jungen Thüringenligasaison muss die erste Männermannschaft des Sonneberger Handballvereins (SHV) die erste Pleite einstecken. Mit 28:29 verlor man dabei zwar hauchdünn in der Wartburgstadt in Eisenach gegen die Bundesligareserve, doch wieder einmal wird über das „Wie“ zu reden sein. Wenn man keine zehn Minuten vor Schluss mit drei Toren führt und in Überzahl agiert, ist es mehr als fahrlässig, beide Punkte noch aus der Hand zu geben. Und da zählt dann auch nicht mehr, dass auf Seiten der Gastgeber mit Willy Weihrauch ein junger Erstligaspieler auf dem Parkett stand.

 

Dieser wechselte vor der Saison von den Füchsen Berlin in die Wartburgstadt, war bisher aber noch verletzt und sollte sich nun in der zweiten Mannschaft Spielpraxis holen. Sicherlich legitim, aber betrachtet man das Eisenacher Team der vergangenen Woche in Suhl, muss man diesmal konsternieren, dass genau zwei Feldspieler von letzter Woche auch diesmal in der Startformation standen. Neben Weihrauch agierten auch zwei junge, lange Schlackse aus dem A-Jugend-Bundesligateam mit. Wohl dem, der so wie Eisenachs Trainer Benjamin Riemann aus dem Vollen schöpfen. Für die Spielzeugstädter indes war dies natürlich eine besonders heikle Aufgabe.

Und von dem Aufgebot der Gastgeber ließen sich die Mannen um Spielertrainer Manuel Müller, der diesmal nur von der Bank aus dirigierte, anfangs etwas einschüchtern. Ein schneller 1:5-Rückstand war die Folge. Anschließend konnten die Südthüringer zwar wieder etwas verkürzen und das Spiel ausgeglichener gestalten, doch in die Kabine zum Pausentee ging es trotzdem mit einem 11:14-Rückstand. Nach dem Seitenwechsel beorderte Müller Neuzugang Krisztian Benak in der Abwehr auf die sogenannte Spitze, um den Eisenacher Angriffsmotor etwas ins Stottern zu bringen und anschließend auch vorne auf die halblinke Rückraumposition. Benak (8 Treffer) zeigte dabei seine Klasse, hielt seine Farben im Spiel und war dann auch maßgeblich daran beteiligt, dass die Gäste aus der Spielzeugstadt Oberwasser bekamen. Nach dem 15:15-Ausgleich waren zwar erst noch einmal die Hausherren am Drücker, doch deren 20:17-Führung drehten die Sonneberger in eine eigene 25:22-Führung. Da wähnte man sich wahrscheinlich schon zu sicher auf der Siegerstraße, anders ist es kaum erklärbar, dass aus einem 26:23 in kurzer Zeit ein 26:27 wird und man am Ende sogar noch zumindest einen Punkt verdattelt. Durch Abspielfehler und technische Fehler jedenfalls machte man Eisenach noch einmal stark und die bedankten sich in Form von Tim Voigt und dem erst 19-Jährigen Tim Kreutzer mit dem eigenen 29:28-Siegtreffer.

Die Enttäuschung und Ernüchterung war den Spielzeugstädtern anschließend ins Gesicht geschrieben. Auch die vielen, selbst angereisten Fans konnten ihren Augen kaum trauen. Jetzt gilt es unter Woche die richtigen Schlüsse zu ziehen und die entscheidenden Hebel in Bewegung zu setzen, denn das Programm der nächsten Wochen hat es in sich. Kommende Woche gastiert der selbsternannte Staffelfavorit aus Jena in Sonneberg, ehe es eine Woche später zum aktuellen Thüringenmeister nach Mühlhausen geht. Es stehen also harte und möglicherweise gleich vorentscheidende Wochen auf dem Plan, denn im Oktober muss man zudem auch gleich noch nach Ronneburg und trifft auf Werratal. Doch zumindest das ist vorerst noch Zukunftsmusik.

Presse SHV

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