1. Männer: Bericht zur Niederlage gegen Jena

Ernüchterung weicht der Enttäuschung

Handball, Thüringenliga Männer, 3. Spieltag, Bericht

Sonneberger HV – HBV Jena 20:23 (8:14)

Sonneberg. Die Enttäuschung war den Verantwortlichen des Sonneberger Handballvereins (SHV) nach der 20:23-Pleite gegen Jena ins Gesicht geschrieben. Egal ob man sich anschließend mit den beiden Vorsitzenden Alexander Ebert und Uwe Scheler unterhielt oder mit Spielertrainer Manuel Müller oder dem sportlichen Leiter Hans-Joachim Ursinus das Wort suchte – alle waren maßlos enttäuscht und konnten das Gesehene kaum in Worte fassen. An sich kann man natürlich gegen einen der Meisterschaftsanwärter verlieren, doch über das Wie wird zu reden sein.

 

Nach der Eisenach-Pleite vergangene Woche kehrte eine gewisse Ernüchterung ein, die nunmehr aber großer Enttäuschung gewichen ist. Verantwortliche und Fans erwarteten eine Reaktion, ein Statement der Mannschaft, dass die ausgegebenen Ziele eben nicht nur hohle Phrasen sind, sondern das man alles dafür tut, die gesteckten Ziele auch zu erreichen. Klar sind die Vorgaben mit einem perspektivischen Meistertitel und dem Aufstieg hoch gesteckt, doch die Mannschaft hat sie mehr oder weniger gefordert und auch angenommen – nicht zuletzt deshalb holte man auch Neuzugänge in die Spielzeugstadt. Doch was derzeit auf dem Parkett abgeliefert wird, steht in keinster Weise im Verhältnis zu dem, was man sich vorstellt. Blutleer, ohne den nötigen Biss und vor allem ohne Emotionen spulten die SHV-Männer ihr Programm am vergangenen Samstagabend ab, vergaßen dabei aber, dass 20 Minuten Handball in der Thüringenliga eben nicht zum Sieg reichen. In diesen Minuten nach der Halbzeit rappelten sich die Spielzeugstädter nämlich noch einmal auf, schafften es den 8:14-Pausenrückstand zu verkürzen und in der 49.Minute gar wieder zu egalisieren (19:19). Doch es folgten die enttäuschenden letzten zehn Minuten. Lediglich ein weiteres Tor gelang den Hausherren, den Gästen aus Jena dagegen vier und so holten sich sie auch völlig verdient die beiden Punkte in Südthüringen ab. Beeindruckend dabei war vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit, mit der die Universitätsstädter auftraten. „Wir sind eine richtig große Einheit geworden. Dass es hier besonders schwer ist zu gewinnen, weiß ich noch von früher. Doch heute passte bei uns vieles zusammen, der eine kämpfte für den anderen und so konnten wir sicherlich auch nicht ganz unverdient beide Punkte erkämpften“, resümierte nach dem Spiel in sichtlich stolzer Jenaer und ehemaliger Apoldaer Trainer Ralph Börmel. Und er brachte es damit ungewollt auf den Punkt. Sein Team stellte eine Einheit aufs Parkett, die alles für diesen Auswärtssieg gab. Bei den Spielzeugstädtern war es weder letzte noch diese Woche der Fall und demzufolge verlor man auch folgerichtig beide Spiele gegen gleichwertige Teams. Die Sonneberger können sich in dieser Hinsicht also eine ordentliche Scheibe abschneiden. Und das wird auch nötig sein. Am kommenden Samstag gastiert man beim amtierenden Thüringenmeister in Mühlhausen. Dort konnten die Spielzeugstädter noch die gewinnen. Sollte es also keine deutliche Leistungssteigerung geben, dürfte man am Ende nur über die Höhe der Niederlage reden. Um das aber im Vorfeld zu vermeiden, sollten sich alle Spieler darüber bewusst werden, um was es für die Mannschaft und den Verein geht und das man die gemeinsamen Ziele eben auch nur gemeinsam erreichen kann!

Presse SHV

Sonneberg: Wolf, Thomas; Schmidt, Boseckert, Müller, Bondar (4), Schlücke, Weitz (5/2), Benak (3/1), Oehrl (2), Schleuchardt, Zimmermann (3), Weißbrodt (3), Rehm

Strafwürfe: Sonneberg: 3/4; Jena: 1/1
Zeitstrafen: Sonneberg: 4, Jena: 3
Zuschauer: 250

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