1. Männer: Vorbericht zum Duell beim Meister

Es geht schon fast um alles!

Handball, Thüringenliga Männer, 4. Spieltag, Vorbericht

VfB Mühlhausen – Sonneberger HV Sa. 19 Uhr

Sonneberg. Mit zwei Niederlagen im Gepäck geht es für Sonnebergs Thüringenligahandballer am kommenden Samstag zum amtierenden Meister des Freistaats, der zugleich auch noch der Angstgegner ist. Der erste Sieg überhaupt in Mühlhausen wäre also aus verschiedenster Hinsicht ein wirklicher Befreiungsschlag - wenn er denn gelingt. Die Vorzeichen jedenfalls stehen alles andere als gut.

 

Die Spielzeugstädter starteten mit einem ordentlichen Heimerfolg gegen Behringen (37:28) in die Saison, leisteten sich jüngst aber zwei unnötige Pleiten in Eisenach (28:29) und zu Hause gegen Jena (20:23) und stehen so bereits am vierten Spieltag der noch jungen Saison mit dem Rücken zur Wand. Eine weitere Pleite und der Meisterschaftszug wäre wahrscheinlich abgefahren. Mühlhausen dagegen hat bisher eine weiße Weste und dabei bereits zwei Spitzenspiele hinter sich. Zum Saisonauftakt gab es einen 26:23-Auswärtserfolg im Werratal, dem ein deutlicher 31:22-Heimsieg gegen Ronneburg folgte. Letzte Woche nahm man zudem souverän beide Zähler mit aus Suhl nach Hause (27:19). Die Thomas-Müntzer-Städter strotzen also vor Selbstvertrauen. Dem letztjährigen Meister ist auch in diesem Jahr einiges zuzutrauen, zumal sie sich punktuell noch verstärkt haben. Einzig die Frage, warum sie ihr Aufstiegsrecht nicht wahrgenommen haben, könnte man kritisch stellen. Doch sie wollen eben auch wirtschaftlich auf soliden Beinen stehen und deshalb nichts überstürzen. Eine gesunde Selbsteinschätzung möchte man meinen, zumal es sportlich immer besser läuft.

In Sonneberg sieht das bekanntlich etwas anders aus. Wirtschaftlich will und kann man sich zwar möglicherweise rüsten für die ausgegebenen Ziele, nur sportlich passt es derzeit noch nicht. Vor allem der fehlende mannschaftliche Zusammenhalt wurde kritisiert, welcher besonders bei der Heimpleite gegen Jena auffiel. Doch generell wurde bereits viel kritisiert. Man muss jedoch auch festhalten, dass sich die Mannschaft in einem Umbruch befindet. Klar haben „nur“ vier Spieler aufgehört, von denen einer sogar doch wieder mit auf der Platte steht (Martin Schmidt). Doch die drei, die nicht mehr mit dabei sind (Alexander Ebert, Martin Blechschmidt und Pit Poser), waren die Säulen der Mannschaft im letzten Jahrzehnt. Ein solch personeller Umbruch geht nicht spur- und geräuschlos vorüber. Mit den Neuzugängen konnte man zwar aus sportlicher Sicht qualitativ einen adäquaten Ersatz finden, doch müssen sich diese Spieler auch erst einmal integrieren. So groß die Fortschritte auch sind und so schnell das auch gehen mag, von heute auf morgen kann man die vergangenen Jahre nicht eins zu eins ersetzen. Ein bisschen Geduld, auch im Umfeld, ist dazu nötig.

Diese Geduld muss sich die Mannschaft über gezeigte Leistungen aber auch in gewisser Weise erarbeiten. Und daran scheiterte man jüngst. Die Aufgabe von Spielertrainer Manuel Müller, aber auch von Kapitän Philipp Oehrl und seinen Kollegen des Mannschaftsrats Andreas Schlücke und Thorsten Zimmermann wird es nun sein, die gute Stimmung außerhalb des Parketts auch auf die Platte zu bringen. Vor allem über Spielfreude und Einsatzbereitschaft kann man die nötige Harmonie im Spiel auch „erzwingen“. Am Samstagabend in Mühlhausen jedenfalls wird sich zeigen, was die teilweise auch deutlichen Worte unter der Woche bewirkt haben. Die Fans werden dies auf alle Fälle kritisch beäugen, fahren sie doch eigens erneut im eigenen Kleinbus hinterher, um die Mannschaft zu unterstützen. Wer sich dort noch anschließen will, findet auf der Homepage der Handballer (www.sonneberg-handball.de) die Kontaktdaten von Ralph Adler, er organisiert die Fahrt.

Presse SHV

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