1. Männer: Bericht zur Niederlage in Mühlhausen

Zwei Herren lassen Träume platzen – Handballer verlieren Spitzenspiel

Handball, Thüringenliga Männer, 4. Spieltag, Bericht

VfB TM Mühlhausen – Sonneberger HV 28:27 (18:14)

Sonneberg/Mühlhausen. Der Traum vom Punktgewinn in Mühlhausen, er lebte für Sonnebergs Thüringenligahandballer am vergangenen Samstagabend bis zehn Sekunden vor Schluss. Dann aber griffen die beiden Unparteiischen erneut dermaßen ins Spielgeschehen ein, dass es deren Leistung an diesem Abend krönte – in negativer Hinsicht. Was war geschehen?

Sonneberg spielte in Unterzahl, lag mit 27:28 zurück und hatte noch einmal Ballbesitz. Die Zeit lief zwar erbarmungslos runter, doch die Spielzeugstädter schafften es Moritz Weitz in Wurfposition zu bringen. Jene zehn Sekunden vor dem Abpfiff segelte er von seiner Linksaußenposition in den Wurfkreis und schloss erfolgreich ab. Doch schon in der Flugphase ertönte ein Pfiff der beiden Schiedsrichter, die auf Stürmerfoul und Ballbesitz Mühlhausen entschieden. Der Ausgleichstreffer zählte nicht, Sonneberg verlor mit einem Tor. Erstaunlich dabei war nur, das außer den beiden Unparteiischen keiner in der Halle diesen spielentscheidenden Pfiff verstand – keiner, auch die Gastgeber nicht. Sie selbst blickten sich ungläubig an, keiner hatte ein Foul gesehen, aber sie freuten sich natürlich ob der Entscheidung zu ihren Gunsten. Warum die Schiedsrichter diese Entscheidung trafen, konnten sie auch nach dem Spiel nicht sagen, entschuldigten sich gar dafür. Doch das bringt den Sonnebergern rein gar nichts, auch nicht, dass ihnen von Seiten der Gastgeber, immerhin amtierender Thüringenmeister, bescheinigt wurde, dass zumindest eine Punkteteilung gerecht gewesen wäre. Die beiden Punkte bleiben in Mühlhausen und die Südthüringer fahren mit leeren Händen heim. Dabei war der Traum des Punktgewinns so nah.

In Mühlhausen zu punkten ist für die Spielzeugstädter jedenfalls nahezu unmöglich, in der jüngeren Vergangenheit gab es überhaupt nur ein Remis, sonst nur Niederlagen. Deswegen träumte man nach dieser kämpferischen Leistung sicherlich auch zu Recht von einem erneuten Punktgewinn. In den zurückliegenden beiden Wochen musste man die Mannschaft kritisieren, die Niederlagen gingen vollends auf die eigene Kappe. Alle waren mit den gezeigten Leistungen nicht zufrieden und dies wurde auch unter Woche deutlich kommuniziert. Die Sonneberger Verantwortlichen erwarteten eine Reaktion der Mannschaft - und die lieferten sie auch! Mit einer bärenstarken kämpferischen Leistung blieb man beim amtierenden Thüringenmeister stets in Schlagdistanz, auch wenn man immer wieder einem Rückstand hinterher laufen musste. So starteten die Hausherren auch standesgemäß mit einem wahren Feuerwerk und führten schnell mit 3:0. Diese Führung konnten sie in der Folgezeit auch halten (8:5), ehe auch die Gäste aus der Spielzeugstadt besser ins Spiel fanden und beim 10:10 erstmals ausglichen. Ein ordentlicher Rückhalt war zu diesem Zeitpunkt Mate Liptak. Sonnebergs Neuzugang auf der Torhüterposition bestritt sein erstes Pflichtspiel und deutete seine Qualitäten dabei an. Er selbst war mit sich allerdings noch nicht zufrieden und entschuldigte sich nach dem Spiel gar bei Trainer Manuel Müller. Doch wenn der 22-Jährige erstmal seine Nervosität überwindet, die zum ersten Pflichtspiel überhaupt natürlich vorhanden war, dann wird er eine deutliche Verstärkung darstellen. Doch zurück zum Spiel:

Bis zum Pausenpfiff bestimmten dann die Gastgeber wieder das Geschehen und setzten sich mit vier Toren ab (18:14). Und aus der Kabine zurück legten sie gleich noch einen drauf (19:14). Doch dieser Fünf-Tore-Rückstand und das später noch folgende 19:25 schreckte die Sonneberger nicht ab, sondern stachelte diese noch mehr an. Angepeitscht von den erneut eigens angereisten Fans kämpfen sich die Spielzeugstädter zurück in die Begegnung und kamen stetig näher (22:25, 24:26). Nachdem den Mühlhäusern der eigene 27. Treffer gelang, drangen die Südthüringer noch energischer nach vorne. Aus dem 24:27 wurde ein 26:27 und auch der 28. Mühlhäuser Treffer schreckte die Mannen um Coach Müller nicht ab. Sie trafen erneut zum Anschluss (27:28), erkämpften sich hinten wieder den Ball und hatten die Chance zum verdienten Ausgleich. Doch dann schlug die Stunde vom Schiedsrichtergespann Hausdörfer/Löwe und der Rest der Geschichte ist bereits erzählt.

Natürlich muss man auch mit den Unparteiischen nachsichtig sein, sie machen genauso Fehler wie alle Spieler auch. Doch dieses echte Spitzenspiel, hätte auch echte Spitzenschiedsrichter verdient gehabt, denn nach eigener Aussage lag die schlechte Leistung der Schiedsrichter auch daran, dass es erst ihr zweites Spiel in dieser Saison überhaupt war. Wie dem auch sei. Ärgerlich und enttäuscht bleibt man im Sonneberger Lager, denn erneut reichte es nicht zu Punkten. Die dritte Pleite am vierten Spieltag spricht dafür deutliche Bände und so gilt es kommende Woche gegen Weimar endlich zurück in die Erfolgsspur zu finden. Derartige Niederlage wie in Mühlhausen jedenfalls können für die Zukunft auch zusätzliche Motivation sein und darauf und auf die gezeigte Leistung, gilt es aufzubauen.

Presse SHV

Sonneberg: Wolf, Thomas, Liptak; Schmidt (1), Boseckert, Müller, Bondar (9/2), Schlücke (1), Weitz (6/3), Benak (5), Oehrl (4), Schleuchardt, Weißbrodt (1), Rehm

Strafwürfe: Mühlhausen: 4/5, Sonneberg: 5/6
Zeitstrafen: Mühlhausen: 5; Sonneberg: 8+1RK
Disqual.: Rehm (Sbg., 12. Min., grobes Foulspiel)
Zuschauer: 250

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