1. Männer: Vorbericht zum Südthüringenderby gegen Werratal

Ein besonderer Abend steht bevor

Handball, Thüringenliga Männer, 7. Spieltag, Vorbericht

Sonneberger HV – HSG Werratal Sa. 19 Uhr (SBBS-Halle)

Sonneberg. Am kommenden Samstagabend steigt ab 19 Uhr ein besonderes Handballspiel in der Steinbacher Dreifelderhalle, denn es stehen sich zum siebten Spieltag der Thüringenligasaison der Sonneberger HV und die HSG Werratal gegenüber. Seit jeher ist dies eines dieser besonderen Südthüringenderbys, die es nunmehr seit ein paar Jahren in aller Regelmäßigkeit gibt. Diesmal werden neben dem Derby-Charakter, der eigentlich schon Ansporn genug ist, aber noch zwei weitere Aspekte für eine besondere Brisanz sorgen.

Seit dieser Saison ist bekanntlich Hans-Joachim Ursinus sportlicher Leiter in Sonneberg. Einst war er auch Trainer im Werratal und spielte damals mit der Mannschaft in der zweiten Bundesliga. Sicherlich ist es für ihn, aber auch für die Gäste etwas besonderes, wieder aufeinander zu treffen. Doch bei aller Rivalität sollte dabei auch berücksichtigt werden, dass diese Zeit bereits 20 Jahre zurück liegt. Viel interessanter ist die aktuelle Konstellation, denn beide Teams spielen um die Meisterschaft mit und erklärten dies auch in gewisser Weise als Ziel vor der Saison. Dies dürfte dem Derby noch einen entscheidenden Schuss an Würze verleihen, wobei im Vorfeld auch festgehalten werden muss, dass die Duelle dieser beiden Mannschaften in der jüngeren Vergangenheit vor allem vom Kampf, aber auch von der spielerischen Klasse beider Teams geprägt wurden. Nicht umsonst spielen beide Mannschaften seit Jahren im oberen Tabellendrittel um die Medaillenplätze mit. So auch in dieser Saison und deshalb können sich die Fans aus beiden Lagern sicherlich wieder auf eine umkämpfte, hart geführte, aber auch faire Auseinandersetzung freuen. Dafür wird auch das angesetzte, routinierte Schiedsrichterpaar Klich/Pfefferkorn sorgen. Von den Rängen jedenfalls hoffen beide Seiten auf prächtige Unterstützung. Bei den letzten beiden Duellen in Sonneberg jedenfalls waren jeweils mehr als 500 Zuschauern in der SBBS-Halle und das wünschen sich Sonnebergs Verantwortliche natürlich auch in diesem Jahr.

Sportlich gesehen hat sich wenig verändert, möchte man jedenfalls meinen. Beide Teams stehen relativ weit oben und werden sicherlich wieder um die Medaillen mitspielen. Doch für die Spielzeugstädter ist die Ausgangslage doch etwas prekärer als es aussieht. Mit einer weiteren Niederlage hätte man dann schon acht Minuspunkte und würde den Anschluss an die Spitzengruppe in der Tabelle verlieren. Werratal dagegen hat zwar nur einmal verloren, jedoch auch erst vier Spiele absolviert. Eingespielt dürfte die Truppe von Trainer Daniel Hellwig dennoch sein, vor allem auch weil man bereits in der Vorwoche das andere Südthüringenderby bestritt. Dabei fertigten die Werrataler die Kontrahenten aus Suhl in eigener Halle mit 35:23 ab. An Selbstvertrauen wird es den Gästen mit Sicherheit auch diesmal nicht mangeln.

Auf Seiten der Spielzeugstädter holte man sich jenes Selbstvertrauen aber in der vergangenen Woche wieder teilweise zurück. Nach dem missglückten Saisonstart findet die Mannschaft immer besser zusammen, was auch der deutliche 37:26-Auswärtssieg der vergangenen Woche in Ziegelheim belegt. „Zu Saisonbeginn griffen einfach noch nicht alle Rädchen ineinander“, gesteht Sonnebergs sportlicher Hans-Joachim Ursinus, „doch das war angesichts der späten Verpflichtungen der drei Neuzugänge auch nicht zu erwarten. Jede Mannschaft braucht eine gewisse Zeit, um sich einzuspielen. Wir sind auf einem guten Weg und sehen jetzt auch die ersten größeren Fortschritte.“ Optimistisch klingt Ursinus jedenfalls, nicht nur wegen seiner Forderung, bis Jahresende kein Spiel mehr zu verlieren. „Das ist natürlich eine gewaltige Herausforderung für die Truppe, aber ich traue es ihr zu, sonst würde ich so etwas auch nicht in den Raum stellen.“ Ursinus ist ein Mann der klaren Worte, das merkt man immer wieder. Ob seine Worte auch bei der Mannschaft Gehör fanden, kann sie am Samstagabend beweisen. Eines jedenfalls kann man bereits nach sechs Saisonspielen festhalten: Unter anderem auch durch die Neuzugänge hat sich die Qualität und Quantität im Angriff deutlich erhöht, mit derzeit 188 Treffern haben die Spielzeugstädter bisher die meistens Tore in der Thüringenliga erzielt und liegen dabei sogar noch vor dem aktuellen Ligaprimus und der Tormaschinerie  aus Mühlhausen. Am Samstagabend wird es neben einem effektiven Angriff, aber natürlich auch auf eine sattelfeste Deckung samt guter Torhüterleistung ankommen und darauf arbeiteten die Jungs um Spielertrainer Manuel Müller unter der Woche hin.

Presse SHV

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